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Sirena, deren Gesang Fischer von Bord zieht

Sirena ist Geist der philippinischen Tradition.

Ihr Gesang lockt Fischer und Schwimmer ins Wasser. Der Gesang, der Fischer über Bord und ins Wasser zieht, prägt das Bild der Sirena bis heute. Sirena zählt zu den bekanntesten Meerjungfrauen der philippinischen Sagen.

GeistPhilippinen

Inhaltsverzeichnis

Sirena, Geist der philippinischen Tradition
Sirena

Die Sirena ist die philippinische Meerjungfrau, die mit Gesang Fischer und Schwimmer ins Wasser lockt. Anders als europäische Meerjungfrauen lebt sie auch in Seen und Flüssen. Sie verbindet spanisch-koloniale Vorstellung mit der Magindara.

Im Überblick: Sirena

Typ: Meerjungfrau, Wassergeist mit Gesangsmotiv
Herkunft: spanisch-kolonial, indigen
Texte: Ramos
Zeitraum: kolonial bis heute
Erscheinung: Frauenoberkörper, Fischschwanz

Historischer Hintergrund

Zeitraum der Texte

Spanisch-koloniale Prägung ab dem 16. Jahrhundert auf indigener Grundlage, bis heute lebendig.

Verbreitungsraum

Ganze Philippinen, besonders Ilokano-Gebiete, Visayas und Bicol; auch abseits der Küste in Seen und Flüssen.

Quellenlage

Mittel: Das Standardwerk von Ramos behandelt die Meerwesen im Rahmen der philippinischen Mythologie.

Name und Varianten

Spanisch/philippinisch: Sirena, spanisches Lehnwort für Meerjungfrau aus der Kolonialzeit; regional Magindara in Bicol/Visayas, Kataw in den Visayas, männlich Sireno oder, verbreiteter, Siyokoy.

Erscheinung und Verhalten

Erscheinung

Schöne Frau bis zur Hüfte, darunter schuppiger Fischleib.

Wirkung

Hypnotisierende Stimme zieht Fischer an, von Ablenkung bis Schiffbruch; Magindara menschenfressend, andere verführerisch.

Steckbrief: Sirena

Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick.

Tradition

Spanisch-kolonialer Begriff, verschmolzen mit Magindara und Kataw.

Bezogen auf

Fischer und Schwimmer nahe ihrem Gesang; auch Boote geraten in Gefahr.

Darstellung

Frauenoberkörper, schuppiger Fischschwanz, perlengeschmücktes Haar.

Wirkungsbereich

Verführung durch Gesang bis zum Hinabziehen ins Wasser; Magindara gilt als menschenfressend.

Abwehrformen

Anting-anting-Amulett ist am klarsten belegt, daneben Kreuzzeichen, Gebet, Salz.

Abgrenzung

Der Siyokoy ist ihr männliches Gegenstück; von der Naga (Bicol) unterscheidet sie der reine Meerjungfrau-Typus.

Vom spanischen Lehnwort zur Magindara

Sirena ist ein spanisches Lehnwort, das mit der vorkolonialen, fleischfressenden Magindara verschmolz. Anders als europäische Meerjungfrauen lebt sie auch in Seen und Flüssen; männlich ist der Sireno, verbreiteter der schuppige Siyokoy mit Kiemen.

Von Dyesebel bis zur Kinderfolklore

Die Sirena ist eine bekannte Figur der philippinischen Populärkultur, präsent in Filmen, Dyesebel-Serien und Kinderfolklore. Religionswissenschaftlich ein Beispiel kolonialen Synkretismus: katholische Ikonografie überformt indigene Wassergeister.

Das anting-anting gegen das Wasser

Am besten belegt: das anting-anting, ein philippinisches Amulett mit christlicher Ikonografie. Verbreitet, aber allgemein: Kreuzzeichen, Gebet, Salz, Weihwasser.

Meerjungfrauen im Vergleich

Die Sirena gehört ins philippinische Aswang-Pantheon, mit dem Siyokoy als Pendant, unterschieden von der Naga (Bicol); sie stammt von den europäischen Sirenen, verwandt mit der Mami Wata.

Häufige Fragen zur Sirena

Ist die Sirena rein spanisch?

Nein, nur Name und Teile der Ikonografie; darunter ältere Wesen wie Magindara und Kataw.

Was unterscheidet sie vom Siyokoy?

Sirena ist weiblich, Siyokoy männlich und schuppig.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quellen:

  • Ramos, Maximo D.: Creatures of Philippine Lower Mythology. Quezon City 1971.
  • Ramos, Maximo D.: The Creatures of Midnight. Quezon City 1967.

Mehr im Literaturverzeichnis.

Als Sirena Philippinen bekannt, bleibt sie die philippinische Meerjungfrau, deren Gesang gefürchtet wird, mit der Magindara als gefährlichster Spielart.

Classification & Protection

IIILEVEL
The Protection Compass assigns this being to influence level III, Burdensome influence.

Against its influence, cross-cultural tradition names these protective means:

Compare in the Protection Compass →

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