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Das verborgene Feuer des Apam Napat

Apam Napat ist Gott der persischen Tradition.

Das Kind der Wasser trägt das Feuer der Tiefe. Die Überschrift bezeichnet Apam Napat als Wassergott der Indo-Iraner.

GottPersien

Inhaltsverzeichnis

Apam Napat, Gott der persischen Tradition
Apam Napat

Apam Napat, das Kind der Wasser, ist ein indo-iranischer Gott, der das im Wasser verborgene Feuer verkörpert; golden steigt er, in Blitz gekleidet, aus dem Wasser.

Im Rigveda besitzt er ein eigenes Lied, oft eher Titel als Eigenname. In der Avesta hütet er das khvarenah, die Glücksglut der Herrschaft.

Im Überblick: Apam Napat

Typ: Gott des Feuers im Wasser
Herkunft: indo-iranischer Kulturraum
Texte: Rigveda-Lied, Zamyad-Yasht
Zeitraum: sehr alt bis heute
Erscheinung: goldener Gott, in Blitz gekleidet

Textgeschichte

Zeitraum der Texte

Sehr alt: gemeinsame indo-iranische Überlieferung von Rigveda und Avesta, bis heute liturgisch geehrt.

Verbreitungsraum

Der indo-iranische Kulturraum, vom vedischen Indien bis zum zoroastrischen Iran.

Quellenlage

Gut: ein eigenes Rigveda-Lied sowie Tishtrya- und Zamyad-Yasht der Avesta.

Name und Varianten

Sanskrit/Avestisch: Apam Napat bedeutet Kind der Wasser, verwandt mit lateinisch nepos. Im Rigveda oft Titel statt Eigenname.

Gestalt und Wirken

Erscheinung

Goldener Gott, der aus dem Wasser steigt, in Blitz gekleidet, verbunden mit einem schnellen Pferd.

Wirkung

Verteilt das Wasser der Länder, wahrt die Ordnung, hütet das khvarenah.

Steckbrief: Apam Napat

Die wichtigsten Aspekte des Wassergottes auf einen Blick.

Kulturkontext

Indo-iranische Doppelgestalt aus Rigveda und Avesta, älter als der Tempelkult.

Bezogen auf

Gläubige, die um Schutz und Fruchtbarkeit bitten, im Iran auch Könige.

Darstellung

Goldener Gott, in Blitz gekleidet, aus dem Wasser steigend.

Wirkungsbereich

Verteilt das Wasser der Länder, hütet das khvarenah der Tiefe.

Kult

Tägliche Liturgie als Yazata, Fest Maidyoshahem zugeordnet, kein eigener Tempel.

Abgrenzung

Vom vedischen Varuna, ebenfalls Kind der Wasser, unterscheidet ihn das Feuer.

Zwischen Rigveda und Avesta: eine Doppelüberlieferung

Sanskrit und avestisch Apam Napat bedeuten Kind der Wasser; Napat ist mit lateinisch nepos verwandt. Dumézil sah eine Verbindung zum etruskischen Nethuns und römischen Neptunus.

Im Zamyad-Yasht der Avesta ist er mit dem khvarenah verbunden und gehört zur ahurischen Trias mit Ahura Mazda und Mithra.

Ein Fall der vergleichenden Mythologie

Apam Napat ist Figur der vergleichenden indogermanischen Mythologie, Beleg für ein Motiv vom Feuer im Wasser.

Religionswissenschaftlich zeigt er eine indo-iranische Doppelüberlieferung: derselbe Gott vedisch und avestisch, der Feueraspekt indisch betont, iranisch reduziert.

Liturgie ohne eigenen Tempel

Bis heute wird Apam Napat täglich als Yazata geehrt. Zum Wasserkult gehören Weihwasser, Amulett und Räuchern.

Kind der Wasser im Kulturvergleich

Apam Napat wird mit dem vedischen Varuna verglichen, ebenfalls Kind der Wasser. Die Göttin Anahita übernahm historisch seinen Wasserkult. Als Süßwasser hat er im mesopotamischen Abzu eine Parallele.

Häufige Fragen zu Apam Napat

Feuer- oder Wassergott?

Beides: Er verkörpert das im Wasser verborgene Feuer; sein Name bedeutet Kind der Wasser.

Warum kaum noch verehrt?

Die Schöpferrolle ging an Ahura Mazda, der Wasserkult an Anahita.

Weiterführende Verlinkungen

Interne Links:

Literatur (Auswahl)

Zentrale Quelle:

  • Encyclopaedia Iranica, Artikel Apam Napat.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Ob man vom Apam Napat Gott des verborgenen Feuers spricht oder ihn als Kind der Wasser kennt: Gemeint ist derselbe indo-iranische Wächter des khvarenah in der Meerestiefe.

Einordnung & Schutz

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Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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