Hausgeist und Plagegeist des slawischen Raums, kleine Schrecken hinter dem Ofen.
Die Kikimora ist ein weiblicher Hausgeist der ostslawischen Tradition, Gegenstück zum Domowoj, aber meist deutlich negativer konnotiert. Sie lebt hinter dem Ofen, unter Dielenbrettern oder in Kellern. Ihre Wirkung: Spinnt nachts gegen die Menschen, verwirrt Handarbeiten, verursacht Geräusche, quält Kleinkinder. Manche Varianten beschreiben sie klein und verhutzelt, andere als Frauengestalt mit spindeldünnen Beinen.
Volksreligiös wichtig ist die Unterscheidung zwischen der Haus-Kikimora (Kikimora domaschnjaja) und der Sumpf-Kikimora (Kikimora bolotnaja). Erstere ist eine ambivalente Hausgeistin, gefährlich bei Missachtung, aber integrierbar.
Letztere ist eine offen feindliche Gestalt aus dem Sumpf, die Reisende in die Irre führt und Kinder entführt. Die Figur hat Parallelen zum germanischen Mahr und zum Alp, auch hier ein weibliches Nachtwesen, das bedrängt, ohne offen zu töten.
Russische Volkstradition und der Hausgeist-Zyklus
Die Kikimora tritt in der russischen Folklore als weibliches Gegenstück zum männlichen Domovoi auf, einem Hausgeist, der den Wohlstand eines Bauernhofs schützt. Während der Domovoi für Ordnung und Schutz sorgt, bringt die Kikimora Unordnung und Chaos, besonders wenn der Hausherr stirbt oder die Familie in Streit gerät.
Sie bewohnt den Raum zwischen Familie und Nicht-Familie, zwischen Kultur und Wildnis. Dies erklärt ihre Ambivalenz: Sie ist nicht destruktiv wie ein Dämon, sondern ein Zeichen für familiäre oder soziale Störung.
Die ethnographische Literatur aus dem späten Zarenreich dokumentiert Kikimora-Berichte als weit verbreitet und regional diversifiziert. Verschiedene Regionen kannten unterschiedliche Varianten des Wesens, teilweise benannt nach Haushaltsbereichen (Kikimora der Speisekammer, der Stube). Diese Spezialisierung deutet auf eine institutionalisierte Klassifizierung hin, die volkstümlich verankert war.
Typ: Hausgeist, Sumpfgeist, weiblich
Herkunft: Tote Kinder (ungetauft, vernachlässigt); schlechte Familientraditionen
Texte: russische und ukrainische Volkserzählungen, Afanasjew
Zeitraum: vorchristlich bis Gegenwart (ländlich präsent)
Zwei Varianten: Haus-Kikimora, Sumpf-Kikimora
Vorchristliche slawische Wurzeln. Volkserzählungen seit dem Mittelalter, dichte Dokumentation im 19. 20. Jh. (Afanasjew, Maximov, Pomeranceva). In ländlicher russischer und ukrainischer Kultur bis heute präsent.
Ostslawisch (Russland, Ukraine, Belarus). Westslawische Varianten in Polen und Tschechien weniger ausgeprägt. Sumpfgegenden Nord- und Westrusslands mit besonders dichter Überlieferung der Sumpf-Kikimora.
Afanasjew, Maximov Nechistaja, nevedomaja i krestnaja sila, Pomeranceva, Tokarev, Vlasova. Ethnografische Archive russischer, ukrainischer und belarussischer Akademien.
Russisch: Kikimora (Кикимора); Diminutiv Kikimarka.
Varianten: Kikimora domaschnjaja (Haus-K.), Kikimora bolotnaja (Sumpf-K.).
Etymologie: unsicher, möglicherweise aus kikat („schreien, quäken“) plus mora (slawische Nachtgestalt, germanischem Mahr verwandt).
Die Nähe zu mora (Nachtgestalt) verankert die Kikimora in einer breiten indoeuropäischen Tradition weiblicher Nachtdrücker-Gestalten. Während die polnische Mora klar die Schlafparalyse-Figur ist, hat sich die Kikimora im Ostslawischen zu einer allgemeiner wirkenden Haus-Plagegeistin entwickelt.
Erscheinung
Klein, hässlich, dünn. Langes wirres Haar wie Spindelfaden. Manchmal mit Hühnerbeinen oder Krallen. Zuweilen nur erkennbar durch Geräusche im Haus, Klopfen, Summen, das Klacken eines nichtvorhandenen Spinnrads in der Nacht.
Verhalten
Haus-K.: zerstört Handarbeiten, verfilzt Fäden, versteckt Werkzeug, verschüttet Milch, quält Kleinkinder durch nächtliches Pfeifen, Kneifen. Selten tödlich. Sumpf-K.: gefährlicher, führt Wanderer in die Irre, reißt Reisende vom Weg, entführt Kinder in den Sumpf.
Wirkungsbereich
Haus-K.: Hinter dem Ofen, unter den Dielen, in Vorratskammern, an Webstühlen. Sumpf-K.: Sümpfe, Moore, stehende Gewässer. Besonders aktiv nachts und in der kalten Jahreszeit.
Mythologische Einordnung
Oft als Seele eines ungetauft verstorbenen Mädchens gedeutet, das nicht ordentlich bestattet wurde. In anderen Varianten entsteht sie, wenn ein Zimmermann beim Hausbau die Familie böse verflucht, dann wächst eine Kikimora mit dem Haus.
Vladimir Propp und die strukturale Analyse
Der Folklorist Vladimir Propp veröffentlichte Morphologija skazki (Morphologie des Märchens, 1928), eine strukturale Analyse, die auch russische Hausgeist-Traditionen einbezog. Propp zeigte, dass Kikimora-Geschichten einer vorhersehbaren Struktur folgen: das Auftreten des Wesens, die Störung des Haushalts, die Maßnahme zur Besänftigung oder Vertreibung.
Diese strukturale Regelmäßigkeit deutete darauf hin, dass die Kikimora keine bloße Erfindung war, sondern ein kulturell kodiertes Phänomen mit narrativer Konsistenz.
Propps Arbeit ermöglichte es nachfolgenden Folkloristen, die Kikimora nicht als isoliertes Phänomen zu behandeln, sondern als Element eines Haushalt-Mythologie-Systems, in das auch Domovoi, Leshy (Waldgeist) und andere Wesen integriert sind.
Die wichtigsten Aspekte der Kikimora auf einen Blick.
Seele eines ungetauft verstorbenen Mädchens, oder Fluch eines Zimmermanns, der mit dem Haus wächst. Ostslawische Haus- oder Sumpfgeistin.
Haus-K.: Frauen beim Spinnen, Kinder im Schlaf, Hausherrin in der Vorratskammer. Sumpf-K.: Reisende, Kinder am Sumpfrand.
Klein, hässlich, dünn, verfilztes Haar wie Spindelfaden. Manchmal Hühnerbeine, Krallen. Oft eher hörbar (Geräusche) als sichtbar.
Zerstört Handarbeiten, versteckt Werkzeug, quält Kinder. Sumpf-Variante entführt. Selten tödlich, aber anhaltend störend.
Besen mit Borsten nach oben in die Ecke, Farn-Zweige an die Wand, Kreuze nach Christianisierung. Bei Handarbeiten: immer Kreuzzeichen beim Unterbrechen. Nicht über das Haus schimpfen.
Alp, Mahr (germanisch), Domowoj (slawische ambivalente Hausgeist), polnische Mora, deutscher Kobold in negativer Ausprägung.
Prävention beim Hausbau
Russische Zimmermänner galten traditionell als mächtig: Wer sie schlecht behandelt, riskiert eine Kikimora. Gute Verpflegung und fairer Lohn sind ritual wichtig. Beim Einzug: Segnungszeremonien, Gebete in allen Ecken, Salz und Brot an den Ofen.
Alltagspraxis
Beim Spinnen Kreuzzeichen beim Unterbrechen. Abends Handarbeiten nicht liegen lassen, sondern weglegen. Kinderwiegen mit Johanniskraut geschmückt. Nachts niemals pfeifen. Vor dem Essen Basmala (nach Islamischer Rezeption) oder Bekreuzigung (nach Christianisierung).
Bei Belagerung
Anhaltende Störung: Pope rufen, das Haus mit Weihwasser aussegnen lassen. In manchen Traditionen: Salzspuren in allen Zimmerecken, Farn an Fenstern, ein geöffneter Psalter im Schlafzimmer. In hartnäckigen Fällen Umzug der Familie.
Germanische Parallelen: Mahr und Alp teilen die nächtliche Drücker-Funktion. Kobold und Heinzelmann sind Hausgeister, die bei Missachtung umschlagen können. Die strukturelle Ähnlichkeit zu Mahr/Mora ist namensbasiert nah.
Literarische Rezeption
Russische Literatur (Alexei Remisow, Serapion-Brüder) nutzt die Kikimora als Symbol häuslicher Enge. Ljadows symphonische Dichtung Kikimora (1909) ist das bekannteste musikalische Zeugnis.
Moderne Popkultur: Fantasyliteratur und Rollenspiele (The Witcher, ein Kikimora als Monster im ersten Spiel) tragen die Figur international weiter. In Russland und der Ukraine bleibt sie volkskulturell präsent, wird aber in Städten zunehmend museal.
Ähnlichkeit zu Domovoi und regionale Varianten
Die Kikimora ist dem Domovoi funktional ähnlich; beide sind Hausgeister mit klar definierten Verhaltensmustern. Der Unterschied liegt in der Geschlechtsrolle und dem Bereich: Der Domovoi schützt den gesamten Hof, die Kikimora interessiert sich für Haushaltsdetails und Kinderbetreuung.
In einigen Regionen gelten sie als Ehepaar, wobei die Kikimora die Frau ist. Diese Paarbildung deutet auf eine kulturelle Genderkodierung hin, bei der das Haushalt-Management geteilt wird.
Regionale Varianten sind beachtlich. In Weißrussland wird die Kikimora manchmal als Babygeist konzeptualisiert, der sich besonders für Neugeborene interessiert. Im ukrainischen Raum erscheint sie unter dem Namen Mavka, wobei die Charakterisierung eher zu Wald-Frauen tendiert. Diese Variation zeigt, wie ein Basis-Konzept sich über kulturelle Grenzen hinweg transformiert.
Die Kikimora gehört zu den Hausgeistern des ostslawischen, vor allem des russischen Volksglaubens. Sie ist eng mit dem häuslichen Bereich verbunden und steht damit in einem Feld von Geistwesen, zu denen unter anderem der männliche Hausgeist Domowoi gehört.
In manchen Überlieferungen wird die Kikimora geradezu als dessen Frau oder weibliches Gegenstück betrachtet, was die Ethnografie jedoch nicht einheitlich bestätigt.
Ihr bevorzugter Aufenthaltsort innerhalb des Hauses ist der Bereich hinter dem Ofen, unter dem Fußboden oder im Verschlag des Geflügels. Sie gilt als sehr klein, oft als unsichtbar oder nur in der Dämmerung kurz erkennbar.
Ihre Tätigkeit ist mit der traditionellen Frauenarbeit des bäuerlichen Haushalts verbunden, besonders mit dem Spinnen. Nachts hörte man sie angeblich am Spinnrad oder bei der Hausarbeit, und an ihrem Verhalten ließ sich der Zustand des Hauses ablesen.
Religionswissenschaftlich ist die Kikimora ein gutes Beispiel für die Verankerung des Volksglaubens in den konkreten Räumen und Tätigkeiten des Alltags. Sie ist kein Gegenstand eines Kultes, sondern eine Erklärungsfigur für Geräusche, Unordnung und das Misslingen häuslicher Arbeit.
Ihr ambivalenter Charakter, mal hilfreich, mal störend, entspricht der Ambivalenz, die ostslawische Hausgeister generell auszeichnet: Sie sind Teil des Haushalts, müssen aber durch richtiges Verhalten in einem guten Verhältnis gehalten werden. Die Quellen für die Kikimora stammen überwiegend aus der ethnografischen Sammelarbeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Die ethnografische Überlieferung kennt die Kikimora in zwei deutlich verschiedenen Ausprägungen, die in der Forschung teils als regionale Varianten, teils als zwei ursprünglich getrennte Vorstellungen gedeutet werden. Die erste, häusliche Kikimora lebt im Wohnhaus. Ist sie dem Haushalt gewogen, hilft sie heimlich bei der Arbeit, wiegt das Kind, hütet das Geflügel.
Ist sie verärgert, etwa weil das Haus unordentlich geführt wird oder weil es auf einem ungünstigen Platz errichtet wurde, so verwirrt sie das Garn, zerbricht Geschirr, lärmt nachts, zwickt die Schlafenden oder hält die Bewohner wach.
Die zweite Ausprägung ist die sogenannte Sumpf- oder Waldkikimora. Sie lebt nicht im Haus, sondern in der feuchten, unwirtlichen Natur, in Sümpfen und im Wald, und gilt durchgängig als gefährlich. Sie lockt Menschen in den Morast und schadet besonders kleinen Kindern. In dieser Form ist sie mit anderen gefährlichen Naturgeistern des slawischen Glaubens verwandt.
Die Forschung hat verschiedene Erklärungen für diese Doppelnatur vorgeschlagen. Eine verbreitete Deutung verbindet die böse Kikimora mit den Seelen ungetauft gestorbener oder unrechtmäßig getöteter Kinder, eine Vorstellung, die im slawischen Glauben auch andere unruhige Geister erklärt. Die Frau, die Kindern oder Schwangeren gefährlich wird, ist ein in vielen Kulturen verbreiteter Typus.
Ob die häusliche und die natürliche Kikimora ursprünglich eine Gestalt waren oder erst sekundär unter einem Namen zusammenwuchsen, lässt sich aus den vorhandenen Quellen nicht sicher entscheiden. Die Uneinheitlichkeit der Überlieferung ist selbst ein Befund: Sie zeigt, dass der Volksglaube keine systematische Theologie kannte, sondern aus regional unterschiedlichen Traditionen bestand.
Der Name Kikimora ist sprachlich auffällig und seit langem Gegenstand der Forschung, ohne dass eine allgemein anerkannte Erklärung vorläge. Das Wort wirkt zusammengesetzt, und beide Bestandteile werden unterschiedlich gedeutet.
Der zweite Teil, -mora, wird häufig mit der weit verbreiteten slawischen Wurzel verbunden, die auch dem Wort Mara oder Mora zugrunde liegt, einem Wesen, das die Schlafenden bedrückt und mit dem Albdruck zusammenhängt. Diese Wurzel hat Entsprechungen in mehreren indogermanischen Sprachen und steckt etwa auch im westlichen Wort für den Albdruck.
Der erste Teil, kiki-, ist schwerer zu deuten. Vorgeschlagen wurden ein lautmalerischer Ursprung, der ein Kreischen oder einen Vogelschrei nachahmt, sowie verschiedene Verbindungen zu Wörtern für Krümmung oder für unruhige Bewegung. Keine dieser Deutungen hat sich durchgesetzt.
Auch eine mögliche Entlehnung aus einer benachbarten, nichtslawischen Sprache wurde erwogen, insbesondere aus dem Finnisch-Ugrischen, da die Kikimora besonders in nördlichen, an finnougrische Bevölkerungen grenzenden Gebieten Russlands verbreitet war. Diese Hypothese bleibt unbewiesen.
Festhalten lässt sich, dass die Verbindung zur Mora-Wurzel die Kikimora in das große Feld der nächtlichen Bedränger-Wesen einordnet, zu denen in anderen germanischen und slawischen Traditionen der Mahr oder verwandte Albgestalten gehören.
Diese sprachliche Verwandtschaft ist aufschlussreicher als die ungeklärte erste Silbe, denn sie zeigt, dass die Kikimora trotz ihrer Ausgestaltung als Hausgeist im Kern mit der älteren Vorstellung des nächtlichen Drucks zusammenhängt.
Der Volksglaube kannte ein ganzes Repertoire von Mitteln, um sich gegen eine störende Kikimora zur Wehr zu setzen oder sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Diese Praktiken sind in der ethnografischen Literatur gut dokumentiert und werfen Licht auf das zugrunde liegende Denken.
Ein wiederkehrendes Motiv verbindet die böse Kikimora mit dem Hausbau. Nach verbreiteter Überzeugung konnte ein verärgerter oder hinterhältiger Zimmermann oder Ofensetzer beim Errichten eines Hauses eine Kikimora hineinzaubern, indem er ein bestimmtes Holzfigürchen oder einen Gegenstand in die Wand oder unter den Ofen einfügte.
Das Haus blieb dann von Unruhe geplagt, bis man den Gegenstand fand und entfernte. Dieses Motiv verknüpft den Geist mit der konkreten Bauhandwerkschaft und mit dem sozialen Verhältnis zwischen Bauherr und Handwerker.
Gegen eine bereits anwesende Kikimora setzte man verschiedene Mittel ein. Verbreitet war die Anrufung der heiligen Gestalten des Volkschristentums, das Besprengen mit geweihtem Wasser oder das Anbringen bestimmter Kräuter und Gegenstände an gefährdeten Stellen, etwa im Hühnerstall.
Ein eigentümliches, oft genanntes Mittel war ein durchlöcherter Stein oder der Hals einer zerbrochenen Tonkrugform, der sogenannte Hühnergott, der die Kikimora vom Geflügel fernhalten sollte.
Die Beschwichtigung der gutartigen häuslichen Kikimora erfolgte dagegen wie beim Domowoi durch Sauberkeit, Ordnung und kleine Gaben. Religionswissenschaftlich zeigt dieses Spektrum, dass der Umgang mit der Kikimora kein magischer Sonderfall war, sondern eingebettet in die alltägliche Sorge um ein geordnetes, geschütztes Haus, in der vorchristliche Vorstellungen und volkschristliche Praxis ineinandergriffen.
Eine Auswahl zentraler Arbeiten zur Kikimora:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Die hier beschriebene Schutzpraxis ist wissenschaftliche Einordnung historischer Traditionen. iWell Guard knüpft an diese kulturhistorische Linie tragbarer Schutzobjekte an und stellt eine zeitgenössische Form davon dar. Mehr über den iWell Guard →
Kikimora ist ein weiblicher Hausgeist der ost- und westslawischen Volksreligion, eine kleine, oft missgestaltete Frau, die hinter dem Ofen oder unter den Bodendielen lebt.
Sie ist ambivalent: in einem ordentlich geführten Haushalt hilft sie nachts beim Spinnen und Weben, in einem schlampigen Haushalt verknotet sie das Garn, kichert in der Nacht und macht den Bewohnern das Leben schwer. In manchen Regionen gilt sie als Geist eines ungetauft verstorbenen Kindes.
Die klassische Methode ist gründliche Hausarbeit, eine gepflegte Wohnung lässt eine Kikimora nicht zur Schadgeisterin werden. Daneben gibt es konkrete Apotropäika: Wacholderzweige unter dem Spinnbettchen, ein Glas Wasser mit Fenchel an der Tür, ein gezeichnetes Hexenkreuz auf der Schlafzimmerwand.
In manchen Traditionen wird die Kikimora auch durch das Anlegen eines Kreuzes oder durch besondere Gebete am Donnerstagabend besänftigt, Donnerstag galt als ihr besonderer Tag.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
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