Pluto ist der Gott der Unterwelt und des Reichtums in der römischen Tradition. Der Name selbst bedeutet „der Reiche” und verweist auf die Mineralschätze der Erde. Religionswissenschaftlich ist Pluto ein Beispiel für die Ambivalenz chthonischer Gottheiten, gleichzeitig furchterregend und lebensspendend, als Totenrichter und Erdenhüter.
Pluto regiert über das Reich der Toten, zusammen mit seiner Gattin Proserpina. Er ist aber nicht böse, sondern pflicht- und ordnungstreu, ein strenger Unterweltsherr. Seine zentralen Aspekte sind Todesherrschaft, Reinigung durch Tod, verborgene Ressourcen und die unterirdische Fruchtbarkeit. Der Tempel in Tarracina (Volterra) und die Kulte der Chthonii (unterirdische Götter) belegen seine weit verbreitete Verehrung.
Quellen sind zahlreich: Vergils Aeneis (Buch 6, Reise in die Unterwelt), Ovids Metamorphosen, Cicero De Natura Deorum, Seneca, lateinische Grabinschriften und Defixionen (Fluchtafeln). Sekundär haben Karl Latte, Georg Wissowa und Walter Burkert die Verbindungen zwischen Pluto, Hades und unterirdischen Gottheiten analysiert. Die Verbreitung erstreckte sich über Italien, Gallien und Africa.
Die schriftliche Überlieferung zu Pluto reicht mehrere Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit, mit großer Wahrscheinlichkeit noch älteren mündlichen Traditionen, die vorher existierten. Die Rom haben diese Entität oder dieses Konzept über außerordentlich lange Zeiträume bewahrt und sorgfältig von Generation zu Generation weitergegeben, was auf zentrale religiöse und kulturelle Bedeutung hindeutet.
Die Gestalt des Pluto überdauerte das Ende der antiken Religion. Vergil und Ovid verankerten den Raub der Proserpina in der lateinischen Literatur, über die er in Mittelalter und Renaissance weitergegeben wurde.
Dante machte Pluto zu einer Figur seiner Hölle, Bernini schuf mit dem Raub der Proserpina eine der bekanntesten Skulpturen des Barock. 1930 erhielt schließlich der neu entdeckte Himmelskörper am Rand des Sonnensystems den Namen des Gottes.
Pluto ist der römische Gott der Unterwelt, des Todes und des Reichtums. Im Gegensatz zu griechischem Hades ist er stärker mit Latium verbunden. Er gilt als notwendig und respektiert, von Bosheit ist keine Rede. Seine Herrschaft über unterirdischen Reichtum verbindet ihn mit Wohlstand. Er regiert Grenzen.
Pluto war universell in der gesamten Rom-Welt bekannt und verehrt oder respektvoll gefürchtet, ohne Begrenzung auf bestimmte Regionen oder Lokationen. Ob in großen urbanen Zentren oder in peripherer ländlicher Region, ob bei sozialem Elite oder bei einfachem Volk, die spirituelle oder kulturelle Bedeutung dieser Entität war durchgehend anerkannt und universell.
Die Verehrung des Unterweltsherrn war in Rom Staatsangelegenheit, nicht Privatsache: Die Säkularspiele für Dis Pater und Proserpina wurden im Auftrag des Senats abgehalten und betrafen das Gemeinwesen als Ganzes.
Der griechische Pluton gelangte über Unteritalien und die dortigen griechischen Kolonien nach Rom, wo er mit dem einheimischen Dis Pater zusammenfiel; so verbreitete sich ein weitgehend einheitliches Bild des Gottes im römischen Herrschaftsgebiet.
Primärquellen: Vergil Aeneis 6, Ovid Metamorphosen 5 (Raub der Proserpina), Horaz Oden, Martials Epigramme, Senecas Tragödien (Hercules Furens, Octavia), Cicero, Apuleius Metamorphosen. Zeitraum: 4. Jahrhundert v.Chr. bis 6. Jahrhundert n.Chr. Forscher: Georg Wissowa, Karl Latte (Römische Religionsgeschichte), Walter Burkert, Hendrik Versnel, Filippo Coarelli (Archäologie). Belege: Inscriptiones Latinae Selectae, Denkmäler aus Volsinii, Tarracina.
Pluto wird in den verschiedenen Quellen und künstlerischen Traditionen mit bestimmten wiederkehrenden ikonographischen Elementen dargestellt, die über Jahrzehnte und über verschiedene geografische Räume hinweg relativ konstant bleiben. Diese Elemente sind tief symbolisch kodiert und tragen große Bedeutung; rein dekorativ oder zufällig gewählt sind sie keineswegs.
Die Darstellungen Plutos machen seinen Herrschaftsbereich ablesbar. Das Zepter weist ihn als Herrscher der Unterwelt aus, der Thron neben Proserpina als König des Totenreichs. Das Füllhorn verweist auf die zweite Bedeutungsschicht des Namens: griechisch Pluton leitet sich von plutos, Reichtum, ab und meint die Schätze und Feldfrüchte aus der Tiefe der Erde.
Der dreiköpfige Hund Kerberos an seiner Seite und der Wagen, auf dem er Proserpina raubt, gehören ebenfalls zum festen Bildbestand. Wer die antike Bildsprache kannte, las daraus Zuständigkeit und Rang des Gottes.
Pluto war zentral in der religiösen Praxis, den Alltagsritualen und im alltäglichen Verständnis der Rom. Menschen wendeten sich in kritischen oder bestimmten Lebenssituationen oder zu bestimmten rituellen Jahreszeiten an diese Entität, mit strukturierten, oft aufwendigen Ritualen, Gebeten oder Opfergaben.
In Rom hatte Pluto kaum einen eigenständigen Kult mit festem Tempel und Priesterschaft. Riten für die Unterweltsgötter folgten dennoch festen Vorschriften des römischen Sakralrechts: Opfer an chthonische Gottheiten wurden in Gruben dargebracht, häufig nachts, und meist unter dem Namen des Dis Pater vollzogen, mit dem Pluto weitgehend verschmolz.
Dass die Römer den Unterweltsgott über Jahrhunderte verehrten, hatte praktische Gründe.
Die Riten dienten unterschiedlichen Zwecken: Sie sollten die Toten besänftigen und ihr Eindringen in die Welt der Lebenden verhindern, sie begleiteten Bestattung und Totengedenken, und in den Ludi Tarentini, den späteren Säkularspielen, wurden Dis Pater und Proserpina angerufen, um Unheil von der Stadt abzuwenden und einen neuen Zeitabschnitt einzuleiten.
Pluto wird dargestellt als ernst, majestätisch, oft in dunkler Robe. Ein Zepter symbolisiert seine Herrschaft. Schwarz und Dunkelgrau sind seine Farben. Mohnblume und Cypreste sind heilig. Manchmal trägt er Krone. Der Boden gähnt unter seinen Füßen.
Der Steckbrief umreißt Plutos Herrschaft über sechs Domänen: seine mythisch-historische Herkunft, die priestlichen und magischen Praktiken seiner Verehrung, seine charakteristische Darstellung in Kunst und Symbolik, die Bedeutung von Anrufung und Respekt vor der Todesgottheit, Vergleiche zu verwandten Figuren anderer Kulturen und schließlich eine Gesamtperspektive auf seine kosmische Rolle.
Pluto ist die römische Form des griechischen Hades und leitet sich von indogermanischen Unterweltsgöttern ab. Der Kult war in Etrurien verankert und wurde von Rom übernommen. In italischen Kultstätten (bes.
Tarracina und Volsinii) waren Pluto-Heiligtümer schon im 5. Jahrhundert v.Chr. etabliert. Der römische Plutus (Wohlstandsgott) war eine andere Entität, wurde aber oft mit Pluto vermischt. Sein Kult war weniger öffentlich als private Devotion und magische Praxis.
Pluto wurde angerufen von allen Sterblichen, bei Trauerfällen, bei Gerichtseid (zur Verstärkung durch Unterweltsmacht), von Bauern bei Feldfluch (defixio), und von Magiern bei Nekromantie.
Besonders die etruskischen Haruspices (Eingeweideschauer) und römische Priester der Chthonii (unterirdische Priester) pflegten den Kult. In privaten Häusern stellte man Pluto-Figuren zur Bewachung von Gräbern auf. Die Lemuria-Feier (9. 11. und 13. Mai) war ein Domestik-Rite zur Besänftigung unterirdischer Geister.
Pluto wurde dargestellt als bärtiger, ernsthafter Mann, oft in Felsen oder Höhlen thronend, manchmal mit Zepter oder Schlange.
Seine Attribute sind das Füllhorn (cornucopia, Symbol des unterirdischen Reichtums), der Mohnkopf (Symbol des Schlafes und Todes), die Schlange, Münzen oder Schätze. In Münzen sitzt er thronend neben Proserpina. Grabsteine zeigen ihn als Richter über die Verstorbenen.
Wirkungsbereich: Pluto (oder Dis Pater) ist der Herrscher der Unterwelt Roms, Bruder des Jupiter und Neptun. Er gilt als der gerechte Verwalter des Jenseits, böse Züge schreibt ihm die Überlieferung nicht zu. In Rom wird er ohne Blickkontakt angerufen, man wendet sich ab und spricht zu ihm.
Reichtum (*ploutus*, Überfluss) wird mit ihm assoziiert, weil alle Mineralien und Früchte der Erde aus seinem Reich kommen. Er ist der stille Gott, der alles in sich hält.
Pluto stand unter ehrfürchtiger Anrufung, getragen vom Respekt vor der Naturmacht statt von Furcht vor Bestrafung. Opfer waren schwarz gefärbte Tiere (Widder, Stiere), Honig und Blutopfer.
Defixionen (Fluchtafeln mit eingekratzten Namen) wurden in Gräbern und Tempeln hinterlegt, um Pluto um Gerechtigkeit oder Rache zu bitten. Versprechen an Pluto galten als bindender als irdische Eid, eine Ausnahme in der römischen Religionspraxis.
Hades (griechisch) ist der direkteste Parallel, mit ähnlichen Rollen und Attributen. Der etruskische Aitn/Aita ist ein proto-Pluto. Im mesopotamischen Raum entspricht Nergal der Unterweltsgott mit ähnlichen Funktionen. Im ägyptischen Raum verkörpert Osiris Unterweltsherrschaft und Wiedergeburt. Diese Gottheiten teilen die Ambivalenz zwischen Schrecken und notwendiger kosmischer Ordnung.
Der römische Pluto entspricht funktional dem griechischen Hades, integriert in der römischen Religionspraxis jedoch zusätzliche chthonische und landwirtschaftliche Bezüge. Sein Kult überschneidet sich mit dem von Dis Pater und Orcus, wird im Imperium aber stärker auf Reichtum und Bodenfruchtbarkeit ausgerichtet als die griechische Vorlage.
Jüdische Tradition: Die jüdische Sheol ist kein Reich mit personifiziertem Gott, sondern einfach das Totenreich. Später (Apokalyptik) werden Engel als Richter genannt, aber kein Pendant zu Pluto. Hades-Pluto-Synkretismus ist in hellenistischen Judentum belegt, aber nicht kanonisch.
Griechisch-römische Welt: Hades ist Plutos Vorgänger und Parallele. Die Römer bauten auf griechischen Vorstellungen auf, aber betonten mehr die Rechtsprechung und Ordnung. Hermes Psychopompos (Totenführer) ist eine Ergänzung, nicht ein Rivale.
Mesopotamien: Nergal und Erschkigal (Göttin der Unterwelt) regieren zusammen über das Totenreich. Nergal teilt mit Pluto Kriegskraft und chthonische Macht. Ereshkigal ist härtere Richterin als Proserpina.
Indien/Asien: Yama ist der vedische Totengott, ordnet die Ordnung der Toten. Kein direkter Parallele, aber strukturell ähnlich: Ordner der Unterwelt, streng gerecht. Im Buddhismus ist die Unterwelt weniger personalisiert, ohne einen Pluto-Äquivalent.
Der römische Gott der Unterwelt trat unter mehreren Namen auf, und ihr Verhältnis zueinander ist für die Religionsgeschichte aufschlussreich. Pluto selbst ist die latinisierte Form des griechischen Beinamens Plouton, des Reichen, und kam mit der Übernahme griechischer Vorstellungen nach Rom. Daneben standen ältere, einheimische Bezeichnungen.
Die wichtigste ist Dis Pater, der Reiche Vater. Der Name Dis gilt als Zusammenziehung von dives, reich, und ist damit eine genaue lateinische Entsprechung des griechischen Plouton. Auch hier verweist der Reichtum auf das, was unter der Erde liegt, auf das Getreide und auf die Schätze des Bodens.
Ein dritter Name ist Orcus, dessen Herkunft umstritten ist; Orcus konnte sowohl den Gott als auch die Unterwelt selbst und eine strafende, einschüchternde Macht bezeichnen. Aus Orcus leitet sich über Umwege das italienische orco und letztlich das Wort Oger ab.
Diese Vielfalt der Namen zeigt, dass die römische Vorstellung vom Totengott aus mehreren Quellen gespeist wurde: aus einer einheimischen Tradition, die mit Dis Pater und Orcus verbunden war, und aus der griechischen Theologie, die mit dem Namen Pluto die ausgearbeitete Mythologie des Hades mitbrachte.
Die Forschung geht davon aus, dass die einheimischen römischen Vorstellungen ursprünglich weniger personenhaft und mythenreich waren als die griechischen. Erst durch die Gleichsetzung mit Hades-Plouton erhielt der römische Unterweltsgott seine ausgearbeitete Gestalt und seine Erzählungen, allen voran den Raub der Proserpina.
Ein eigener römischer Kult von Dis Pater und Proserpina hatte sein Zentrum im Marsfeld an einem Ort namens Tarentum oder Terentum. Dort befand sich ein unterirdischer Altar, der nur zu bestimmten Anlässen freigelegt und benutzt wurde.
Der Gründungslegende zufolge soll ein Sabiner namens Valesius dort gegraben und auf den Altar gestoßen sein, als er Heilung für seine Kinder suchte.
An diesem Ort wurden die Ludi Tarentini begangen, nächtliche Spiele und Opfer für die unterirdischen Gottheiten.
Aus dieser Tradition entwickelten sich die Ludi Saeculares, die Säkularspiele, die nur einmal in einem saeculum, einem Zeitraum von etwa hundert oder hundertzehn Jahren, gefeiert wurden, mit der Begründung, dass kein Mensch sie zweimal erleben solle. Die Spiele markierten den Übergang von einem Zeitalter zum nächsten.
Besonders gut bezeichnet sind die Säkularspiele, die Kaiser Augustus im Jahr 17 v. Chr. ausrichten ließ.
Für diesen Anlass dichtete Horaz das Carmen Saeculare, das von Knaben- und Mädchenchören gesungen wurde. Eine Inschrift, die das Festprogramm dokumentiert, ist erhalten und gilt als wichtige Quelle.
Religionswissenschaftlich ist dieser Befund bedeutsam: Er zeigt, dass Dis Pater im römischen Staatskult über die Rolle des Empfängers privater Totenriten hinausging. Er erscheint dort als eine Macht, die mit dem Lauf der großen Zeitalter und mit der rituellen Erneuerung des Gemeinwesens verbunden war. Die nächtlichen, dunklen Opfer für die Unterweltsgötter gehörten so zum festen Bestand der römischen Festordnung.
Der hervorstechende Zug des Pluto ist sein Name selbst, der Reiche. Diese Verbindung von Totengott und Reichtum ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer kohärenten Vorstellung.
Die Erde, in die die Toten hinabsteigen, ist zugleich die Erde, aus der das Getreide aufwächst und in der die Metalle und Edelsteine lagern. Wer über die Unterwelt herrscht, herrscht damit auch über diese Schätze.
In der Antike war Pluto deshalb mit dem Reichtum des Bodens assoziiert, mit der Landwirtschaft ebenso wie mit dem Bergbau. Der griechische Gott Plutos, eine Personifikation des Reichtums im engeren Sinn, ist von Plouton zu unterscheiden, doch die beiden Namen liegen so nah beieinander, dass sie schon in der Antike vermischt wurden.
Die enge Bindung des Unterweltsgottes an Proserpina, die selbst als Vegetationsgöttin auftritt, verstärkt diesen Aspekt: Ihr jährliches Auf- und Absteigen ist mit dem Werden und Vergehen der Feldfrucht verknüpft.
Wissenschaftlich verdeutlicht dieser Befund, dass die Römer und Griechen Tod und Fruchtbarkeit gerade nicht als reine Gegensätze dachten. Dieselbe Erde, die verschlingt, gibt auch hervor. Der Totengott ist deshalb mehr als eine furchterregende Gestalt: Er ist zugleich der Garant eines Kreislaufs, von dem die Lebenden abhängen.
In der bildenden Kunst wurde Pluto gelegentlich mit einem Füllhorn dargestellt, dem Symbol des Überflusses, was diese positive Seite sichtbar macht. Bei Opfern an ihn wandte man dennoch die für chthonische Gottheiten üblichen Formen an, dunkle Tiere, in den Boden geleitetes Blut, eine ernste, der Tiefe zugewandte Ritualhaltung.
Der Name Pluto hat im 20. Jahrhundert eine zweite Karriere gemacht, weit entfernt von der antiken Religion. Als 1930 am Lowell-Observatorium in Arizona ein neuer Himmelskörper jenseits des Neptun entdeckt wurde, wurde nach einem Namen gesucht.
Den Vorschlag machte Venetia Burney, ein elfjähriges Schulmädchen aus Oxford, das sich für die antike Mythologie interessierte. Der Name eines Gottes der dunklen, fernen Unterwelt schien dem fernen, kalten Himmelskörper angemessen.
Der Vorschlag setzte sich auch deshalb durch, weil die ersten beiden Buchstaben des Namens, P und L, zugleich die Initialen von Percival Lowell waren, dem Gründer des Observatoriums, der lange nach einem solchen Planeten gesucht hatte.
Das astronomische Symbol des Himmelskörpers verbindet diese beiden Buchstaben. Pluto galt zunächst als neunter Planet des Sonnensystems. 2006 wurde er von der Internationalen Astronomischen Union zum Zwergplaneten umklassifiziert, eine Entscheidung, die in der Öffentlichkeit ungewöhnlich starke Reaktionen auslöste.
Wissenschaftlich ist diese Episode ein Beispiel für die Nachwirkung antiker Götternamen in der modernen Wissenschaftssprache.
Wie die Planeten Jupiter, Mars, Venus und Neptun trägt auch dieser Himmelskörper den Namen eines römischen Gottes, und mit ihm wanderte ein ganzes Begriffsfeld weiter: Der größte Mond Plutos heißt Charon, nach dem Fährmann der Unterwelt, weitere Monde tragen Namen wie Styx und Kerberos.
Die antike Jenseitsgeografie ist damit, ihres religiösen Gehalts entkleidet, zu einem Reservoir für die astronomische Nomenklatur geworden. Der Totengott der Römer ist heute den meisten Menschen vor allem als ferner Eiskörper am Rand des Sonnensystems bekannt.
Als gottheit der römischen Tradition verschmilzt Pluto den griechischen Hades mit altitalischen Vorstellungen vom Erdreichtum und herrscht über Totenreich, Bodenschätze und die unterirdischen Schichten der Welt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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