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Waiau, Hüterin des heiligen Kratersees

Waiau ist Göttin der hawaiischen Tradition.

Der See am Gipfel ist heilig, seine Göttin fast vergessen.

GöttinHawaii

Inhaltsverzeichnis

Waiau, die Seegöttin des Mauna Kea
Waiau

Waiau ist die hawaiische Göttin des Lake Waiau, eines kleinen heiligen Kratersees nahe dem Gipfel des Mauna Kea auf rund 3970 Metern. Sie gehört zu den vier Schneemantel-Göttinnen, ist Schwester der Poliʻahu und eng mit dem glitzernden Bergsee identifiziert, dessen Namensgeberin und Hüterin sie ist.

Der Ort ist dabei besser belegt als die Person: Der See gehört zu den heiligsten Stätten des Mauna Kea, während die Erzählung der Göttin schon 1916 als fast vergessen galt. Westervelt vermutete ausdrücklich eine noch auszugrabende Legende, die die Jungfrau Waiau mit dem See verbindet.

Im Überblick: Waiau

Typ: See- und Schutzgöttin des Lake Waiau
Herkunft: Hawaiische Mythologie, kompiliert bei Westervelt und Beckwith
Texte: Westervelt 1916, Beckwith 1940
Zeitraum: klassische Kompilationen der hawaiischen Überlieferung
Erscheinung: Jungfrau im weißen Mantel

Herkunftsraum und Quellen

Zeitraum der Texte

Die Notizen zur Göttin stehen in den klassischen Kompilationen von Westervelt 1916 und Beckwith 1940; eine ausgeführte Erzählung hat sich nicht erhalten.

Verbreitungsraum

Der Mauna Kea auf Hawaii, genauer der Lake Waiau nahe dem Gipfel: ein kleiner Kratersee auf rund 3970 Metern Höhe.

Quellenlage

Dünn, mit einer Besonderheit: Der Ort ist deutlich besser belegt als die Person; die Heiligkeit des Sees ist gesichert, die Mythologie der Göttin kaum.

Name und Varianten

Hawaiisch: Wai-au bedeutet Wasser tief genug zum Baden oder wirbelndes Wasser, zu wai, Süßwasser, und au, Strömung oder Wirbel. Westervelt deutet den Namen als tief genug für das Bad der Göttin.

Beschreibung

Erscheinung

Waiau erscheint als Jungfrau im weißen Mantel und ist eng mit dem Bergsee identifiziert, dessen Namen sie trägt.

Wirkung

Sie ist die Schutzgöttin des heiligen Sees. Der See galt teils als bodenloser See, der bis ins Herz des Berges reiche; real ist er jedoch nur wenige Meter tief, und die Tiefenangaben schwanken stark.

Steckbrief: Waiau

Die Hüterin des Bergsees in Kurzform.

Kulturkontext

Eine der vier Schneemantel-Göttinnen und Schwester der Poliʻahu; ihre Gestalt ist kaum ausgestaltet, der See dafür umso heiliger.

Zuständig für

Den Lake Waiau nahe dem Gipfel des Mauna Kea: Sie ist Namensgeberin und Hüterin des kleinen Kratersees.

Darstellung

Jungfrau im weißen Mantel, die mit dem glitzernden Bergsee nahezu in eins gesetzt wird.

Funktion

Schutzgöttin des heiligen Sees; die Legende vom bodenlosen See, der bis ins Herz des Berges reiche, gehört zu ihrem Ort.

Umgang

Rituale und Opfergaben am See; traditionell wurde dort die Nabelschnur Neugeborener, das piko, deponiert.

Pendants

Typologisch eine See- und Quellgöttin, den Bergsee-Nymphen anderer Kulturen vergleichbar; die nächste Verwandte ist Poliʻahu.

Tief genug für das Bad der Göttin: der Name

Wai-au bedeutet Wasser tief genug zum Baden oder wirbelndes Wasser, zusammengesetzt aus wai, Süßwasser, und au, Strömung oder Wirbel; Westervelt deutet den Namen als tief genug für das Bad der Göttin. Waiau ist Namensgeberin und Hüterin des Lake Waiau nahe dem Gipfel des Mauna Kea auf rund 3970 Metern.

Die Belege beschränken sich auf Westervelt 1916 und Beckwith 1940. Eine ausgeführte Erzählung der Göttin hat sich nicht erhalten; Westervelt vermutete ausdrücklich eine noch auszugrabende Legende, die die Jungfrau mit dem See verbindet.

Eine fast vergessene Legende

Schon 1916 galt die Überlieferung als fast vergessen; Westervelt rechnete mit einer verlorenen, noch zu hebenden Legende um die Jungfrau Waiau und ihren See.

Religionswissenschaftlich ist Waiau eine wohlwollende Seegöttin, deren Gestalt kaum ausgestaltet ist; gesichert ist vor allem die Heiligkeit des Sees, nicht eine reiche Mythologie der Person. Zwei Klarstellungen sind wichtig: Der bodenlose See ist Legende, nicht Geografie, der See ist flach. Und Waiau ist nicht mit dem See identisch, sondern dessen mythische Hüterin, deren genaue Erzählung verloren ist.

Rituale am Lake Waiau

Der Lake Waiau ist bis heute einer der heiligsten Orte des Mauna Kea, ein Ort von Ritualen und Opfergaben; traditionell wurde dort die Nabelschnur Neugeborener, das piko, deponiert. Ein spezifischer Waiau-Kult als Göttin ist dagegen schwach belegt: Die Heiligkeit gilt dem Ort. Die Göttin steht hinter dem See, nicht vor ihm.

See- und Quellgöttinnen im Vergleich

Waiau ist der Typus einer See- und Quellgöttin, den Bergsee-Nymphen anderer Kulturen vergleichbar. Innerhalb Hawaiis steht sie neben ihren Schwestern Poliʻahu, Lilinoe und Kahoupokane, deren Kreis die hohen Berge der Inseln unter sich aufteilt.

Häufige Fragen zu Waiau

Wer ist Waiau?

Die hawaiische Göttin des heiligen Kratersees Lake Waiau am Mauna Kea und Schwester der Poliʻahu.

Ist der See bodenlos?

Nein. Das ist Legende; real ist der See nur wenige Meter tief, auch wenn die Tiefenangaben stark schwanken.

Wie gut ist die Göttin belegt?

Dünn. Gesichert ist vor allem die Heiligkeit des Sees; die Erzählung der Göttin gilt als verloren.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Westervelt, William D.: Hawaiian Legends of Volcanoes. Boston 1916.
  • Beckwith, Martha Warren: Hawaiian Mythology. New Haven 1940.
  • Pukui, Mary Kawena / Haertig, E. W. / Lee, Catherine: Nānā i ke Kumu. Honolulu 1972.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Waiau zeigt, wie ein Ort seine Herrin überdauern kann: Der Kratersee blieb heilig, während die Erzählung der Göttin des Kratersees verloren ging; als Schwester der Poliahu lebt sie vor allem im Kreis der vier Schneemantel-Göttinnen weiter.

Classification & Protection

ILEVEL
The Protection Compass assigns this being to influence level I, Minor influence.

Against its influence, cross-cultural tradition names these protective means:

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