Preta ist Geist der buddhistischen Tradition.
Hungergeist mit Nadelöhrkehle, karmische Gestalt der Gier.
Der Preta (Pali: Peta) ist eine der einprägsamsten Gestalten der buddhistischen Kosmologie. Ein Hungergeist mit aufgedunsenem Bauch und nadelöhr-dünner Kehle, fähig zu sehen und zu begehren, aber unfähig zu essen oder zu trinken.
Die Gestalt ist Bild geworden für die Konsequenzen karmischer Gier: Wer zu Lebzeiten Gaben verweigerte, geizig war, Almosen unterschlug, wird in der Pretawelt wiedergeboren und leidet den entsprechenden Mangel.
In den Petavatthu-Texten (Teil des Pali-Kanons) berichten buddhistische Meister von Begegnungen mit Pretas, die ihre früheren Taten beichten. Das Ullambana-Sutra (Mahayana) erzählt, wie Maudgalyayana seine verstorbene Mutter im Preta-Zustand sieht und sie nur durch die kollektive Opferkraft der Sangha retten kann.
Aus dieser Erzählung entwickelt sich das weltweit gefeierte Hungry Ghost Festival (Ullambana, chinesisch Yulanpen, japanisch Obon). Die Gestalt ist damit, anders als viele andere Dämonen, eng mit ritueller Praxis des Jahreskalenders verbunden.
Typ: Hungergeist, buddhistische Wiedergeburt
Herkunft: Karmische Konsequenz von Geiz, Neid, Gier, Almosenmissbrauch
Texte: Petavatthu (Pali), Ullambana-Sutra, Jatakas
Zeitraum: 5. Jh. v. Chr. bis Gegenwart
Zentrales Fest: Hungry Ghost Festival / Ullambana / Obon
Im Pali-Kanon ab dem 3. Jh. v. Chr. mit dem Petavatthu ausgearbeitet. Mahayana-Erweiterung durch das Ullambana-Sutra (frühchristliche Zeitrechnung, chinesisch übersetzt im 3. Jh. n. Chr.). Hungry Ghost Festival etabliert sich in China ab der Tang-Zeit, in Japan als Obon ab der Nara-Zeit. Moderne ungebrochen.
Theravada: Sri Lanka, Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha (dort mit lokalen Ahnenkulten verbunden). Mahayana: China, Korea, Japan, Vietnam (dort besonders aktiv). Vajrayana: Tibet, Mongolei. Ungarische, mongolische, kasachische buddhistische Gemeinschaften. Moderne Diaspora-Gemeinden weltweit.
Petavatthu (Pali, Teil des Khuddaka Nikaya), Vimanavatthu (als komplementärer Gegenpart), Ullambana-Sutra (Sanskrit/Chinesisch), Jatakas, tibetische Totenbuch-Traditionen, moderne Ethnografie zu Hungry Ghost Festival.
Sanskrit: preta; Pali peta; weiblich pretani.
Chinesisch: 餓鬼 (E Gui, „hungriger Geist„).
Japanisch: Gaki.
Tibetisch: yidag.
Etymologie: von pra-i „vorangehen“, ursprünglich „Verstorbener“, später auf die Hungergeist-Klasse spezialisiert.
Der Begriff zeigt die Entwicklung sehr gut: In vedischer Zeit bezeichnete preta einfach den Verstorbenen in der Zwischenphase vor der Wiedergeburt. Der Buddhismus spezifiziert: bestimmte Tote werden zu Hungergeistern, abhängig von ihrem Karma. Aus dieser Spezialisierung wird die Klasse der Pretas.
Erscheinung
Riesiger aufgedunsener Bauch, winziger mund- und nadelöhr-dünne Kehle, dünne Glieder. Hungrig, gierig blickend, oft mit flammendem Mund (alles Getränk wird zu Feuer). 36 Klassen von Pretas nach klassischer Dämonologie, mit jeweils spezifischen Leiden.
Verhalten
Sucht ständig nach Nahrung, kann aber nicht essen. Verflucht, immer hungrig zu sein. Sieht Wasser, das zu Eiter wird; sieht Speisen, die verbrennen. Kommt an Geruch von Opfergaben herangezogen.
Wirkungsbereich
Eigene Pretaloka (Preta-Welt) in der buddhistischen Kosmologie, teilt Raum mit der menschlichen Welt aber anders wahrnehmend. Häufig in der Nähe früherer Lebensorte. In China traditionell in der siebten Mondphase „freigelassen“ aus der Unterwelt.
Mythologische Einordnung
Keine Schöpfung, sondern Wiedergeburtsfolge. Aus Geiz, Neid, Diebstahl von Almosen, Missbrauch religiöser Gaben. Die Dauer der Preta-Existenz ist festgelegt durch das karmische Gewicht, oft sehr lang, manche Texte sprechen von Kalpas.
Die wichtigsten Aspekte des Preta auf einen Blick.
Karmische Wiedergeburt aus Geiz, Neid, Gabenmissbrauch. Keine Schöpfung, sondern Existenzform in der buddhistischen Kosmologie.
Ehemalige Menschen mit negativen Karma-Anhäufungen. In späteren Traditionen auch an bestimmte Orte und Familien gebunden (Ahnen-Pretas).
Aufgedunsener Bauch, winziger Mund, nadelöhr-dünne Kehle, dünne Glieder. Flammender Mund in manchen Beschreibungen. 36 Klassen mit jeweiligen Leiden.
Ewig hungrig, unfähig zu essen. Verfolgt Lebende aus Gier, kommt an Opfergaben heran. Kann Krankheit in Häusern verursachen, die Ahnen vernachlässigen.
Gaben und Ullambana-Ritual (für namentlich gedachte Pretas), Rezitation des Ullambana-Sutra, Opferung von Wasser und Reis. In Vajrayana: Tsok-Ritual mit geteilten Opfergaben an alle Lebewesen.
E Gui (chinesisch), Gaki (japanisch), Edimmu, Pishacha, christliche Purgatorium-Gestalten als strukturell verwandte Übergangsseelen.
Ullambana/Hungry Ghost Festival
Im siebten Mondmonat (meist August) öffnen sich nach der Überlieferung die Tore der Unterwelt, Pretas kommen in die Welt. Gläubige bringen Opfergaben dar, rezitieren Sutras, stellen Altäre auf. Buddhistische und daoistische Traditionen verbinden sich zu einer der größten Volksfrömmigkeitsfeste Ostasiens.
Obon in Japan
Ahnen werden in der Obon-Zeit (meist 13. 16. August) empfangen. Bon-Odori-Tänze, Feuer an Haustüren, Gräberbesuche. Die Verbindung zu Mutterfigur-Erlösung (Mulian/Maudgalyayana-Mythos) ist emotional aufgeladen.
Ritual im Alltag
In Theravada: Wasseropferung an die Pretas beim Pindapata-Mahl. In Vajrayana: Sur-Rauchopfer, tägliches „Feeding the Pretas“ als Teil der Opferpraxis. In Mahayana: Namen verstorbener Angehöriger in Klöster einreichen für regelmäßige Sutra-Rezitation.
Kulturübergreifende Hungergeister
E Gui (China), Gaki (Japan) sind direkte Übersetzungen und gleiche Figur in ostasiatischer Ausformung. Pishacha (Hinduismus) teilt das Hunger-Motiv mit der Leichenfresser-Spezifik. Edimmu und römische Lemures sind strukturell verwandte Übergangsseelen.
Psychologische und ökologische Deutung: Moderne buddhistische Lehrer (Thich Nhat Hanh) deuten Pretas auch psychologisch: Zustand ewiger Unzufriedenheit trotz materiellen Besitzes. Ökologisch wird der Preta als Bild unersättlichen Konsums gelesen, eine zeitgenössisch sehr wirksame Lehrfigur.
Popkultur: Japanische Anime und Manga zitieren Gaki-Motive regelmäßig. Hungry-Ghost-Festival ist kommerzialisiert, bleibt aber religiös wichtig. In westlicher Fantasy werden Pretas als eigenes Monster adaptiert.
Die Wiedergeburt als preta (Pali peta) gilt im buddhistischen Kosmos als Folge eines klar benannten Bündels von Handlungen. Texte wie das Petavatthu, eine Sammlung von einundfünfzig Gespenstergeschichten im Khuddaka Nikaya des Pali-Kanons, führen die Geburt im Hungergeistreich überwiegend auf Geiz, Habgier, das Verweigern von Almosen und das Vorenthalten von Nahrung gegenüber Bedürftigen zurück.
Die Strafe spiegelt die Tat: Wer im Leben nichts gab, leidet als Wesen mit nadelfeinem Schlund und gewaltigem Bauch, das niemals satt wird.
Diese Spiegelbildlichkeit ist kein Zufall, sondern Ausdruck der buddhistischen Lehre, dass karmische Wirkung der Art der Ursache entspricht. Das Petavatthu erzählt von Frauen, die Gästen verdorbene Speisen gaben und nun selbst Eiter und Kot verzehren müssen, oder von einem Mann, der Mönche beschimpfte und nun mit faulendem Mund umhergeht.
Der Kommentar des Dhammapala, das Petavatthu-atthakatha, ordnet jede Geschichte einem konkreten Vergehen zu und macht so aus der Sammlung ein moralisches Lehrbuch.
Wichtig ist die zeitliche Begrenzung. Anders als eine Höllengeburt, die ungeheuer lange, aber ebenfalls endliche Zeiträume umfasst, gilt das Pretadasein als Zustand, der durch verbleibendes gutes Karma oder durch Verdienstübertragung von Lebenden verkürzt werden kann.
Damit nimmt das Hungergeistreich eine mittlere Stellung in den sechs Daseinsbereichen ein, zwischen Höllenwesen und Tieren. Es ist ein Ort des Mangels, nicht der aktiven Folter.
Die buddhistische Ethik zieht daraus eine doppelte Lehre. Zum einen dient das Bild der Pretas der Abschreckung vor Geiz. Zum anderen begründet es die zentrale Praxis des Gebens (dana): Großzügigkeit gilt als der Weg, der gerade nicht ins Hungergeistreich führt.
Der Preta ist damit weniger ein Schreckbild als eine Lehrfigur, an der das Verhältnis von Handlung und Folge anschaulich wird.
Die rituelle Versorgung der Hungergeister gehört zu den ältesten und verbreitetsten Praktiken des Buddhismus. Ihre kanonische Begründung findet sich im Tirokudda Sutta des Khuddaka Nikaya, in dem der Buddha erklärt, dass Gaben, die im Namen verstorbener Verwandter an die Mönchsgemeinde gegeben werden, den als Pretas wiedergeborenen Angehörigen zugutekommen können.
Der Mechanismus heißt Verdienstübertragung (pattidana): Der Lebende erzeugt durch eine gute Tat Verdienst und widmet es ausdrücklich dem Toten, der sich darüber freut und dadurch entlastet wird.
Aus dieser Idee entwickelte sich in Ostasien das große Gespensterfest.
In China heißt es Yulanpen und wird im siebten Mondmonat begangen, in Japan als Obon.
Grundlage ist das Yulanpen-Sutra, das die Geschichte des Mönchs Maudgalyayana erzählt: Er sieht mit übernatürlichem Blick seine verstorbene Mutter als Hungergeist leiden und kann sie nicht allein erlösen, sondern erst durch eine gemeinsame Opfergabe der gesamten Mönchsgemeinde am Ende der Regenzeit.
Das Fest verbindet damit kindliche Pietät mit der buddhistischen Heilslogik.
In der Praxis werden während des Festes Speisen, Getränke und symbolisches Geld aufgestellt, Sutren rezitiert und Lampen entzündet. In der theravada-buddhistischen Welt Sri Lankas und Südostasiens gibt es entsprechende Almosengaben an Mönche im Namen der Toten, oft am siebten Tag, nach drei Monaten und nach einem Jahr.
Der tibetische Buddhismus kennt das Ritual des sur, ein Rauchopfer aus verbrannter Nahrung, dessen Duft die Hungergeister nähren soll, da ihr verengter Schlund feste Speise nicht aufnehmen kann.
Diese Rituale zeigen, dass der Preta im gelebten Buddhismus keine ferne Lehrfigur ist, sondern ein Wesen, zu dem eine fortdauernde Beziehung besteht. Der Tote bleibt Teil der Familie, und seine Versorgung ist eine Pflicht der Hinterbliebenen.
Das verbreitetste Bild der Hungergeister findet sich im bhavachakra, dem buddhistischen Lebensrad, das den Eingang vieler tibetischer Klöster schmückt. Der Kreis ist in sechs Segmente geteilt, eines davon zeigt das Reich der Pretas.
Die ikonografische Konvention ist fest: dünne Gliedmaßen, ein aufgeblähter Bauch, ein langer dünner Hals und ein winziger Mund, oft so klein wie ein Nadelöhr. Diese Anatomie macht die Strafe körperlich sichtbar, der Hunger ist unstillbar, weil der Körper die Nahrung nicht aufnehmen kann.
Häufig zeigt die Malerei einen Buddha, der den Pretas erscheint und ihnen heilende Lehre oder Nahrung anbietet. Diese Figur ist meist als rote oder gelbe Gestalt dargestellt und verweist darauf, dass auch im Hungergeistreich der Pfad zur Befreiung nicht völlig verschlossen ist.
Die Landschaft des Pretareichs erscheint als dürre, ausgetrocknete Ebene, gelegentlich mit Flüssen, die sich beim Trinkversuch in Eiter, Blut oder Feuer verwandeln.
Tibetische Texte differenzieren die Hungergeister weiter. Eine gängige Einteilung unterscheidet Pretas mit äußeren Hindernissen, die Nahrung schlicht nicht finden, Pretas mit inneren Hindernissen, deren Körper die Aufnahme verhindert, und Pretas, deren Nahrung selbst die Qual ist. Diese Systematik findet sich etwa in Gampopas Juwelenschmuck der Befreiung aus dem zwölften Jahrhundert.
In der ostasiatischen Kunst tauchen Hungergeister auch außerhalb des Lebensrads auf. Die japanische Bildrolle Gaki-zoshi aus der Heian-Zeit, heute in Museen in Tokio und Kyoto, zeigt in einer Folge von Szenen Hungergeister, die sich an Friedhöfen, Latrinen und Opferplätzen aufhalten und von normalen Menschen unbemerkt unter ihnen leben.
Diese Rolle gilt als ein Hauptwerk der mittelalterlichen japanischen Malerei und belegt, wie konkret die Vorstellung im Alltag verankert war.
Der Begriff preta ist nicht buddhischen Ursprungs, sondern stammt aus dem älteren religiösen Wortschatz Indiens. Wörtlich bedeutet er der Vorangegangene oder der Dahingeschiedene, gebildet aus der Vorsilbe pra und einer Wurzel mit der Bedeutung gehen.
In den vedischen und frühen hinduistischen Texten bezeichnet preta zunächst schlicht den frisch Verstorbenen, der sich in einem Zwischenzustand befindet, bevor er durch die Totenrituale zu einem pitr, einem Ahnen, wird.
Dieser Übergang ist im hinduistischen Ritualwesen genau geregelt. Die shraddha-Riten, die Speiseopfer für die Toten, sollen den unsteten Preta in die geordnete Gemeinschaft der Ahnen überführen.
Unterbleiben sie oder stirbt jemand eines schlechten Todes, kann der Verstorbene als ruheloser Preta verharren. In dieser Vorstellung ist der Preta also kein eigener Daseinsbereich, sondern eine gefährliche Übergangsphase, die durch korrektes Ritual abgeschlossen werden muss.
Der Buddhismus übernahm den Begriff, formte ihn aber um. Aus dem zeitweiligen Zwischenzustand wurde einer der sechs festen Daseinsbereiche des Wiedergeburtskreislaufs, in den man durch bestimmtes Karma vollständig hineingeboren wird.
Die Verbindung zu den Totenritualen blieb dabei erhalten, sie verschob sich aber von der Pflicht, einen Ahnen zu erschaffen, hin zur Möglichkeit, einem leidenden Wesen Verdienst zu übertragen.
Diese gemeinsame Wurzel erklärt, warum hinduistische und buddhistische Totenpraxis sich oft ähneln und in der gelebten Religiosität Südasiens schwer zu trennen sind.
Sie zeigt auch, dass der buddhistische Preta nicht aus dem Nichts entstand, sondern eine alte indische Idee in ein neues kosmologisches System einbaute. Wer die Figur verstehen will, muss diese Schichtung mitdenken, die vedische Vorgeschichte und die buddhistische Neudeutung.
Mit der Ausbreitung des Buddhismus wanderte auch die Vorstellung vom Hungergeist und passte sich lokalen Bedingungen an. In den Theravada-Ländern Sri Lanka, Myanmar, Thailand, Laos und Kambodscha blieb der Bezug zum Pali-Kanon und zum Petavatthu stark.
Hier verschmolz die Pretavorstellung teilweise mit einheimischen Geisterglauben, etwa den thailändischen phi, sodass der buddhistische Hungergeist nicht immer scharf von anderen ruhelosen Toten getrennt wird.
In China traf die Idee auf eine bereits hoch entwickelte Ahnenkultur. Der Hungergeist, chinesisch egui, wurde dort eng mit der Sorge um vernachlässigte oder kinderlose Tote verbunden. Wer keine Nachkommen hat, die Opfer darbringen, droht zum hungrigen Geist zu werden.
Das Gespensterfest des siebten Monats wurde zu einem der wichtigsten Feste des Jahres, an dem die Pforten der Unterwelt sich öffnen und die Geister umherziehen. Hier verband sich die buddhistische Heilslehre mit daoistischen und volksreligiösen Elementen.
Der tibetische Buddhismus systematisierte die Hungergeister in seinen Stufenwegtexten und entwickelte mit dem Rauchopfer sur eine eigene Ritualform. Die Figur des yidak, wie der Preta tibetisch heißt, ist fest im Bewusstsein verankert, weil das Lebensrad an jedem Klostereingang sichtbar ist.
In Japan schließlich erhielt der Hungergeist mit der Gaki-zoshi eine kunsthistorisch bedeutende Ausformung und blieb im Obon-Fest präsent. Der Begriff gaki wurde im modernen Japanisch sogar zu einem umgangssprachlichen Schimpfwort für ein gefräßiges oder ungezogenes Kind, ein Beleg dafür, wie tief die religiöse Vorstellung in die Alltagssprache eingedrungen ist.
Diese kulturelle Bandbreite zeigt, dass der Preta keine starre Lehrfigur blieb, sondern ein lebendiges, anpassungsfähiges Element der buddhistischen Welt wurde.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Die hier beschriebene Schutzpraxis ist religionswissenschaftliche Einordnung historischer Traditionen. iWell Guard knüpft an diese kulturhistorische Linie tragbarer Schutzobjekte an und stellt eine zeitgenössische Form davon dar. Mehr über den iWell Guard →
Preta (Sanskrit für die Verschiedenen, im Tibetischen Yi-dvags) sind im Buddhismus die Hungergeister, eine der sechs Daseinsbereiche der Wiedergeburt. Sie sind Wesen mit übergroßem Magen und winzigem Mund oder Nadelhals: sie können nie satt werden, denn jede Speise verbrennt zu Asche, sobald sie in ihren Mund kommt.
Im Bhavachakra (tibetisches Lebensrad) sind sie typisch ikonografisch dargestellt. Karmische Ursache: Geiz, Habgier, Egoismus zu Lebzeiten, wer im Leben anderen die Nahrung verweigerte, wird im nächsten als hungernder Preta wiedergeboren.
Das Hungergeisterfest (chinesisch Yulanpen, japanisch Obon, koreanisch Baekjung) ist eines der wichtigsten Volks-Buddhismus-Feste in Ostasien, im siebten Mondmonat. Es geht zurück auf die Geschichte des Maudgalyāyana, eines Buddha-Schülers, der seine Mutter im Preta-Reich findet und sie nicht direkt füttern kann.
Buddha lehrt ihn, dass Opfergaben über die Sangha (Mönchsgemeinde) am Ende der Regenklausur die Hungergeister erreichen. Daraus wurde das große ostasiatische Fest mit Opfergaben für die Verstorbenen, Tanzaufführungen (Bon Odori) und symbolischem Laternen-Schwimmen.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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