Yakshas sind Geister der indischen Tradition.
Ambivalente Hüter von Bäumen, Quellen und verborgenen Schätzen. Yaksha und Yakshi gelten als Naturgeister und Baumhüter der indischen Tradition.
Yaksha, weiblich Yakshi, sind die ambivalenten Naturgeister Indiens, oft Hüter von Bäumen, Quellen und verborgenen Schätzen. Im Gefolge Kuberas, des Herrn des Reichtums, spenden sie Fruchtbarkeit und Wohlstand, können aber auch launisch und gefährlich sein.
Ihre Religionsschicht ist älter als die Epen und der organisierte brahmanische Kult; über den Buddhismus wanderten die Yakshas von Südasien bis nach Ost- und Südostasien und prägen die buddhistische Kunst bis heute.
Typ: Ambivalente Naturgeister, männliche Yakshas und weibliche Yakshis
Herkunft: Südasien, älter als die Epen
Texte: Ramayana und klassische Sanskrit-Belege, dazu die buddhistische Kunst
Zeitraum: von vedischen Anklängen bis zur mittelalterlichen Skulptur
Erscheinung: Naturgeister, oft an Bäume und Quellen gebunden
Die Religionsschicht der Yakshas ist älter als die Epen und der organisierte brahmanische Kult; die Belege reichen von vedischen Anklängen bis zur mittelalterlichen Skulptur.
Ganz Südasien; über den Buddhismus verbreitete sich die Vorstellung bis nach Ost- und Südostasien.
Die Quellenlage ist gut: klassische Sanskrit-Belege wie das Ramayana, die Ikonographie der buddhistischen Kunst und die grundlegende Studie von Coomaraswamy.
Sanskrit: yaksha, weiblich yakshi oder yakshini. Die Yakshas sind Naturgeister mit Bezug zu Wasser, Bäumen, Wildnis, Schätzen und Fruchtbarkeit und wurzeln in der Verehrung lokaler Geister an bestimmten Bäumen, Quellen und Wegkreuzungen.
Erscheinung
Ein zentrales Motiv ist die Shalabhanjika, die Yakshi als Frau, die einen Baumast fasst und ihn zum Blühen und Fruchten bringt, ein Bild für Fruchtbarkeit und Wohlstand. Am Osttor der Großen Stupa von Sanchi trugen ursprünglich sechs Shalabhanjika-Yakshi-Figuren als Konsolen das Tor; die Baumgeister stützen buchstäblich eine der heiligsten buddhistischen Stätten.
Wirkung
Die Yakshas sind Hüter der in Erde und Baumwurzeln verborgenen Schätze und spenden Fruchtbarkeit, können aber auch mutwillig, launisch oder gefährlich sein. Diese Ambivalenz ist ihr Kennzeichen.
Die wichtigsten Aspekte der Naturgeister auf einen Blick.
Naturgeister einer Religionsschicht, die älter ist als der brahmanische Kult; ihr König ist Kubera, der Herr des Reichtums.
Reisende, Schatzsuchende, Waldbewohner und Verehrer: Wer sich Bäumen, Quellen und verborgenen Schätzen nähert, betritt ihr Gebiet.
Männliche Yakshas und weibliche Yakshis, oft an Bäume und Quellen gebunden; berühmt ist die Shalabhanjika, die den Ast zum Blühen bringt.
Hüten verborgener Schätze in Erde und Baumwurzeln, Spenden von Fruchtbarkeit und Wohlstand, aber auch Mutwille und Gefahr.
Yaksha-Schreine an Bäumen und Wegkreuzungen, Baumverehrung und Opfergaben zur Besänftigung der ambivalenten Geister.
Die Vanadevatas sind wohlwollende Gottheiten der Haine; die Yakshas dagegen ambivalente Naturgeister. Westlich entspricht die Dryade, östlich der Kodama.
Die Yakshas wurzeln in der Verehrung lokaler Geister an bestimmten Bäumen, Quellen und Wegkreuzungen, einer Religionsschicht, die älter ist als die Epen und der organisierte brahmanische Kult. Ihr Bezugsfeld sind Wasser, Bäume, Wildnis, Schätze und Fruchtbarkeit.
Ihr König ist Kubera, der Herr des Reichtums und einer der vier Welthüter, der in der Stadt Alaka im Himalaya residiert; die Yakshas sind sein Gefolge. Über den Buddhismus wanderte die Vorstellung weit über Südasien hinaus: Die Shalabhanjika-Yakshis am Osttor der Großen Stupa von Sanchi zeigen, wie selbstverständlich die alten Baumgeister in die buddhistische Kunst eingingen.
Die Yakshas prägen die buddhistische Kunst weltweit und gelten als Musterfall der Naturgeist-Ambivalenz. Die grundlegende Studie stammt von Ananda K. Coomaraswamy, der Ikonographie und Textbelege zusammentrug.
Religionswissenschaftlich gehören die Yakshas zu einer Religionsschicht, die älter ist als der brahmanische Kult, und verkörpern die Vegetations- und Fruchtbarkeitsgeister einer frühen Wasser-Kosmologie, wie Coomaraswamy sie rekonstruierte. Ihre Ambivalenz aus wohlwollend und gefährlich ist ein Musterfall des Naturgeist-Glaubens: meist freundlich, aber launisch bis potenziell gefährlich.
Quellenfest sind Yaksha-Schreine an Bäumen und Wegkreuzungen, die Baumverehrung und Opfergaben zur Besänftigung. Die Yakshas sind eng an konkrete Bäume und Quellen gebunden, denen die Verehrung gilt: Nicht der Geist im Allgemeinen wird angerufen, sondern der Bewohner dieses einen Baumes, dieser einen Quelle.
Die Yakshas entsprechen der griechischen Dryade, der Baumnymphe, und dem japanischen Kodama, dem Baumgeist, mit denen sie die Bindung an konkrete Bäume teilen. Innerindisch sind sie den Vanadevata benachbart, den wohlwollenden Baumgottheiten der heiligen Haine; die Yakshas unterscheidet davon ihre Ambivalenz und ihr Rang als Geister, nicht als Gottheiten.
Sind Yakshas gut oder böse?
Ambivalent: meist wohlwollend, aber launisch bis gefährlich. Diese Doppelnatur ist ihr Kennzeichen.
Was ist eine Shalabhanjika?
Eine Yakshi, die einen Ast berührt und Blüte oder Frucht auslöst, ein Symbol für Fruchtbarkeit, wie an den Sanchi-Torfiguren.
Wer führt die Yakshas an?
Kubera, der Gott des Reichtums, einer der vier Welthüter, der in der Stadt Alaka im Himalaya residiert.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Yaksha und Yakshi bleiben die großen Naturgeister Indiens: Hüter von Baum, Quelle und Schatz, die als Vegetationsgeister die buddhistische Kunst tragen und zugleich daran erinnern, dass die Naturgeister Indiens nie nur freundlich gedacht waren.
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