iWell Guard

Gwyllion, Irrgeister der walisischen Höhen

Die Gwyllion sind Geister der keltischen Überlieferung von Wales.

Die Alte Frau vom Berg führt Wanderer nachts in die Irre. Der Steckbrief ordnet sie als Irrgeister ein, die nächtliche Wanderer vom Weg abbringen.

GeisterKeltisch

Inhaltsverzeichnis

Gwyllion, die Berggeister von Wales
Gwyllion

Die Gwyllion sind walisische Berggeister, unheimliche weibliche Wesen der Berge und einsamen Wege, die nachts Wanderer in die Irre führen. Sie gelten als düster, hexen- und spukhaft und sind von den freundlicheren Ellyllon, den walisischen Elfen, abzugrenzen.

Ihre bekannteste Gestalt ist die Alte Frau vom Berg, überliefert vom Llanhyddel Mountain in Monmouthshire. Wer den Gwyllion begegnet, hat ein bewährtes Mittel: Sie scheuen Messer und Eisen, und das Ziehen eines Messers vertreibt sie.

Im Überblick: Gwyllion

Typ: Weibliche Berg- und Nachtgeister
Herkunft: Walisische Folklore, klassisch bei Sikes 1880
Texte: Sikes, British Goblins; Rhys, Celtic Folklore
Zeitraum: Walisische Folklore des 19. Jahrhunderts, mit älteren Wurzeln im Volksglauben
Erscheinung: schreckliche weibliche Gestalten, die Alte als arme alte Frau mit vierzipfeligem Hut

Textgeschichte

Zeitraum der Texte

Die Gwyllion gehören zur walisischen Folklore; klassisch dokumentiert wurden sie von Wirt Sikes im Jahr 1880 und von John Rhys.

Verbreitungsraum

Wales, genauer die Berge und einsamen Wege; namentlich überliefert ist die Old Woman of the Mountain am Llanhyddel Mountain in Monmouthshire.

Quellenlage

Die Quellenlage ist gut: Sikes und Rhys dokumentieren die Überlieferung, Briggs ordnet die Abwehr durch Eisen vergleichend ein.

Name und Varianten

Walisisch: Der Name geht auf gwyll zurück, Dämmerung, Dunkel oder Geist und Schatten, verwandt mit gwyllt, wild. Gemeint sind weiblich konnotierte Berg- und Nachtgeister; schon der Name stellt sie in die Zwielichtzone zwischen Dunkelheit und Wildnis.

Wesen und Wirkung

Erscheinung

Die Gwyllion sind schreckliche weibliche Gestalten. Ihre bekannteste Vertreterin, die Alte vom Berg, erscheint als arme alte Frau mit vierzipfeligem Hut, die Schürze über die Schulter geworfen.

Wirkung

Die Gwyllion führen Wanderer nachts in die Irre. Sie gelten als düster, hexen- und spukhaft und sind von den freundlicheren Ellyllon, den walisischen Elfen, abzugrenzen; ihre Gefahr liegt nicht in einer Tötungsabsicht, sondern darin, dass Verirren im Gebirge real gefährlich ist.

Steckbrief: Gwyllion

Die wichtigsten Aspekte der walisischen Berggeister auf einen Blick.

Tradition

Weiblich konnotierte Berg- und Nachtgeister der walisischen Folklore, benannt nach gwyll, der Dämmerung, und klassisch bei Sikes dokumentiert.

Bezogen auf

Nächtliche Wanderer in den Bergen und auf einsamen Wegen von Wales, die von den Gwyllion in die Irre geführt werden.

Darstellung

Schreckliche weibliche Gestalten; die Alte vom Berg als arme alte Frau mit vierzipfeligem Hut und über die Schulter geworfener Schürze.

Funktion

Irreführung nächtlicher Wanderer; in der Überlieferung düster, hexen- und spukhaft, ohne belegte Tötungsabsicht.

Abwehrformen

Das Ziehen eines Messers vertreibt die Gwyllion; sie scheuen kaltes Eisen. Die Alte verschwand, als ein Mann sein Messer zog.

Abgrenzung

Der Gwyllgi, der Hund der Finsternis, ist sprachlich benachbart, aber ein anderes Wesen; freundlicher sind die Ellyllon, die walisischen Elfen.

Von gwyll zur Alten Frau vom Berg

Der Name der Gwyllion geht auf walisisch gwyll zurück, Dämmerung, Dunkel oder Geist und Schatten, verwandt mit gwyllt, wild. Es sind weiblich konnotierte Berg- und Nachtgeister, beheimatet in den walisischen Bergen und auf einsamen Wegen; die klassische Dokumentation stammt von Wirt Sikes aus dem Jahr 1880.

Namentlich überliefert ist die Old Woman of the Mountain am Llanhyddel Mountain in Monmouthshire. Volkstümlich wurde sie als Geist einer Frau gedeutet, die als Hexe galt; diese Hexen-Herkunft ist allerdings eine lokale Deutung und kein durchgängiges Merkmal aller Gwyllion.

Nachleben in der Regionalfolklore

Die Gwyllion sind ein fester Eintrag in Feen-Nachschlagewerken und in der modernen walisischen Regionalfolklore der Brecon Beacons präsent.

Religionswissenschaftlich sind die Gwyllion irreführend und beängstigend, ohne belegte Tötungsabsicht, doch ist das Verirren im Gebirge real gefährlich. Zwei Klarstellungen sind wichtig: Die Gwyllion sind nicht mit dem Gwyllgi, dem Hundegeist, gleichzusetzen. Und die Hexen-Herkunft der Alten Frau ist lokale Deutung, kein durchgängiges Merkmal aller Gwyllion.

Das gezogene Messer: Abwehr durch Eisen

Belegt ist, dass das Ziehen eines Messers die Gwyllion vertreibt; die Alte vom Berg verschwand, als ein Mann sein Messer zog. Über die Deutung dieses Brauchs gehen die Gewährsleute auseinander: Sikes stellt ihn als spezifisch walisische Bann-Tradition dar, während Briggs ihn als Ausdruck der allgemeinen Verwundbarkeit der Feen durch kaltes Eisen deutet.

Hags, Bergfeen und der Gwyllgi

Die Gwyllion stehen neben den Hags und den Bergfeen allgemein; im Alpenraum begegnet mit der Saligen Frau eine ganz anders gestimmte weibliche Berggestalt. Klar abzugrenzen ist der Gwyllgi, der Hund der Finsternis, ein schwarzer Spukhund: Er ist sprachlich benachbart, aber ein anderes Wesen. Unter Tage wirken in Wales dagegen die freundlichen Coblynau.

Häufige Fragen zu den Gwyllion

Was sind die Gwyllion?

Unheimliche weibliche Berggeister von Wales, die nachts Wanderer in die Irre führen. Ihre bekannteste Gestalt ist die Alte Frau vom Berg.

Wie wehrt man sie ab?

Durch das Ziehen eines Messers; sie scheuen kaltes Eisen.

Sind sie dasselbe wie der Gwyllgi?

Nein. Der Gwyllgi ist ein Hundegeist; die Gwyllion sind weibliche Berggeister.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Sikes, Wirt: British Goblins. London 1880.
  • Rhys, John: Celtic Folklore. Welsh and Manx. Oxford 1901.
  • Briggs, Katharine: A Dictionary of Fairies. London 1976.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als walisische Berggeister verkörpern die Gwyllion die Unheimlichkeit der nächtlichen Höhen, und die Alte Frau vom Berg ist bis heute ihr bekanntestes Gesicht.

Einordnung & Schutz

IIISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe III zu – Belastende Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

Empfohlene Schutzmittel

iWell Guard

Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.

Alle Schutzmittel im Überblick →