iWell Guard

Yemoja, Mutter vieler Orisha zwischen Fluss und Meer

Yemoja ist Göttin der Yoruba-Tradition.

Vom Ogun-Fluss der Yoruba zur Meeresmutter der Diaspora. Der Beitrag zeigt Yemoja als Mutter vieler Orisha, deren Wesen zwischen Fluss und Meer changiert. Der Titel nennt Yemoja Orisha der Gewässer und der Mutterschaft.

GöttinYoruba

Inhaltsverzeichnis

Yemoja, Göttin der Yoruba-Tradition
Yemoja

Yemoja ist die Wasser- und Muttergottheit der Yoruba. In Westafrika gehört sie dem Fluss Ogun bei Abeokuta; in der Diaspora wurde sie als Yemayá auf Kuba und als Iemanjá in Brasilien zur Meeresherrin. Der Name bedeutet „Yèyé omo ejá“, Mutter, deren Kinder Fische sind.

Auf einen Blick: Yemoja

Typ: Wasser- und Muttergottheit, Orisha der Yoruba
Herkunft: Fluss Ogun bei Abeokuta
Texte: Oriki-Preislieder, Ifa-Korpus
Zeitraum: vorkolonial bis heute
Erscheinung: Frau in Blau-Weiß mit silbernem Fächer

Herkunftsraum und Quellen

Zeitraum der Texte

Mündlich überliefert in Oriki-Preisliedern und im Ifa-Korpus; ethnographisch dokumentiert erst ab dem 19. Jahrhundert.

Verbreitungsraum

Kerngebiet ist das Yorubaland in Nigeria und Benin; der atlantische Sklavenhandel trug den Kult nach Kuba, Brasilien und in die USA.

Quellenlage

Gut: Ethnographie und Religionsgeschichte der Diaspora dokumentieren Kult und Wandel ausführlich.

Name und Varianten

Yoruba: Der Name wird als Yèyé omo ejá, Mutter, deren Kinder Fische sind, gedeutet. In der Diaspora wandelte er sich zu Yemayá auf Kuba und zu Iemanjá in Brasilien.

Erscheinung und Symbolik

Erscheinung

Yemoja erscheint als würdevolle Frau in Blau-Weiß mit silbernem Fächer, dem Abebe, mitunter mit Fischleib als Wellenfrau.

Wirkung

Als Mutter schützt sie Schwangere, Kinder, Fischer und Seeleute; in Trance ergreift sie Eingeweihte, ihr Zorn zeigt sich in Sturm und Flut.

Steckbrief: Yemoja

Die wichtigsten Merkmale der Orisha auf einen Blick.

Kulturkontext

Orisha der Yoruba-Religion Westafrikas, in der Diaspora zur Meeresmutter gewandelt.

Zuständig für

Mütter, Schwangere und Kinder sowie Fischer und Seeleute.

Darstellung

Frau in Blau-Weiß mit silbernem Fächer, in der Diaspora mit Meerjungfrauen-Zügen.

Wirkungsbereich

Fruchtbarkeit, Geburt und Schutz der Gewässer, Sturm und Flut bei Missachtung.

Kult

Geweihte Perlenketten, Gaben am Wasser, Feste am 2. Februar und im September.

Verwandtes

Oshun und Oya als Yoruba-Schwestern, dazu Olokun in der Meerestiefe.

Vom Ogun-Fluss zur Meeresmutter der Diaspora

In Westafrika ist Yemoja Herrin des Flusses Ogun, ihr Hauptkult liegt in Abeokuta mit jährlichem Fest. Der atlantische Sklavenhandel trug ihren Kult in die Amerikas: Auf Kuba wurde Yemayá zur Mutter des Meeres, gleichgesetzt mit der Hafenmadonna Virgen de Regla, in Brasilien Iemanjá im Candomblé zur Königin des Ozeans mit marianischen Zügen.

Strandfeste und wissenschaftliche Einordnung

Die Iemanjá-Feste Brasiliens sind Großereignisse: Am 2. Februar zieht das Fest von Rio Vermelho Hunderttausende an, zum Jahreswechsel werfen Menschen in Weiß Blumen ins Meer.

Religionswissenschaftlich zeigt Yemoja Religion in der Verschleppung: eine Flussgöttin wird zur Meeresmutter, weil sich die Lebenswelt ihrer Gemeinden verschiebt.

Perlenketten, Gaben und die Ordnung des Wassers

Wer sich Yemoja anvertraut, trägt geweihte Perlenketten in Blau-Weiß als Amulett der Orisha. Gaben am Wasser und weiße Kleidung halten die Ordnung; Salz-Bäder und Weihwasser reinigen. Regel: Was dem Meer übergeben wurde, gehört dem Meer.

Mütter des Wassers in verwandten Kulturen

Innerhalb der Yoruba-Familie steht Yemoja neben Oshun, der Liebesgöttin, und Oya, deren Sturmgewalt ihrer Ruhe entgegensteht; von Olokuns verborgener Meerestiefe trennt sie die Nähe zu Müttern und Fischern.

Häufige Fragen zu Yemoja

Sind Yemoja, Yemayá und Iemanjá dieselbe Gestalt?

Im Kern ja, als Yoruba-, kubanische und brasilianische Ausprägung derselben Orisha.

Ist Yemoja eine Meeres- oder eine Flussgöttin?

Beides: In Nigeria gehört sie dem Fluss Ogun, verehrt in Abeokuta; erst in Karibik und Brasilien wurde sie Herrin des Ozeans.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • E. Bolaji Idowu: Olodumare. God in Yoruba Belief. 1962.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Ob als Yemaya Göttin des Meeres in der kubanischen Santería verehrt oder beim Iemanja Fest an Brasiliens Stränden gefeiert: Gemeint ist stets dieselbe Mutter der Gewässer, die in Westafrika als Yemoja am Fluss Ogun ihren Ursprung hat.

Einordnung & Schutz

IISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe II zu – Spürbare Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

Empfohlene Schutzmittel

iWell Guard

Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.

Alle Schutzmittel im Überblick →