Die Coblynau sind Geister der keltischen Tradition von Wales.
Ihr Klopfen weist den Bergleuten den Weg zu reichen Erzadern. Der Artikel stellt die kleinen Grubengesellen vor, deren Klopfzeichen den Bergleuten Glück bringen.
Die Coblynau, Singular Coblyn, sind die walisischen Minen- und Bergklopfgeister. Sie hausen in den Minen und Steinbrüchen von Wales, tragen Bergmannskluft und ahmen mit ihrem Werkzeug die Arbeit der Bergleute eifrig, aber wirkungslos nach.
Ihr Klopfen an erzhaltigen Stellen weist auf reiche Adern hin, ganz wie bei ihren kornischen Verwandten, den Knockern. Die Coblynau sind den Menschen überwiegend wohlgesonnen; die klassische Quelle für sie ist Wirt Sikes mit seinem Werk British Goblins von 1880.
Typ: Walisische Minen- und Bergklopfgeister
Herkunft: Walisische Folklore, klassisch bei Sikes 1880
Texte: Sikes, British Goblins; Rhys, Celtic Folklore
Zeitraum: Walisische Folklore des 19. Jahrhunderts, mit älteren Wurzeln im Volksglauben
Erscheinung: etwa einen halben Meter groß, hässlich, in Bergmannskluft
Die Coblynau gehören zur walisischen Folklore; ihre klassische Dokumentation stammt von Wirt Sikes aus dem Jahr 1880, ergänzt durch John Rhys.
Belegt sind die Coblynau in den Minen und Steinbrüchen von Wales sowie in walisischen Bergbausiedlungen in Amerika, wohin Auswanderer den Glauben mitnahmen.
Die Quellenlage ist gut: Wirt Sikes und John Rhys dokumentieren die Überlieferung, Katharine Briggs ordnet sie lexikalisch ein.
Walisisch: coblyn, mit der Doppelbedeutung Klopfer und Kobold. Das Wort ist sprachverwandt mit englisch goblin und geht mutmaßlich über französisch gobelin auf eine germanische Wurzel wie Kobold zurück; diese Etymologie gilt als plausibel, ist aber nicht letztgültig gesichert.
Erscheinung
Die Coblynau sind etwa eine halbe Elle groß, rund einen halben Meter, und ausgesprochen hässlich. Sie tragen Bergmannskluft und führen Werkzeug mit sich, mit dem sie die Bergleute eifrig, aber wirkungslos nachahmen.
Wirkung
Ihr Klopfen an erzhaltigen Stellen weist wie bei den kornischen Knockern auf reiche Adern hin. Den Bergleuten gegenüber sind die Coblynau überwiegend wohlgesonnen; ihre Zeichen gelten als Hilfe, nicht als Drohung.
Die wichtigsten Aspekte der walisischen Minengeister auf einen Blick.
Minen- und Bergklopfgeister der walisischen Folklore, verwandt mit den kornischen Knockern; Sikes bleibt der klassische Gewährsmann.
Bergleute in den Minen und Steinbrüchen von Wales, später auch in walisischen Bergbausiedlungen in Amerika.
Etwa einen halben Meter groß, hässlich, in Bergmannskluft mit Werkzeug, mit dem sie die Arbeit der Bergleute eifrig, aber wirkungslos nachahmen.
Klopfen an erzhaltigen Stellen als Hinweis auf reiche Adern; die Coblynau gelten als überwiegend wohlgesonnen.
Respekt und Ruhe, analog zum Umgang mit den Knockern. Eigene ausgearbeitete Schutzriten sind für die Coblynau nicht überliefert.
Die kornischen Knocker als nächste Verwandte, dazu Kobold und Goblin; der walisische Bwca ist dagegen ein Haus- und Hofkobold.
Das walisische Wort coblyn trägt die Doppelbedeutung Klopfer und Kobold und benennt damit genau das, was die Wesen tun: Sie klopfen. Sprachlich ist es mit dem englischen goblin verwandt und geht mutmaßlich über das französische gobelin auf eine germanische Wurzel wie Kobold zurück, eine Etymologie, die als plausibel gilt, aber nicht letztgültig gesichert ist.
Belegt sind die Coblynau in den Minen und Steinbrüchen von Wales sowie in walisischen Bergbausiedlungen in Amerika, wohin Auswanderer den Glauben trugen. Die klassische Quelle ist Wirt Sikes, dessen British Goblins von 1880 die walisische Feenwelt ordnete; John Rhys ergänzte den Befund um die Jahrhundertwende.
In Fantasy und Rollenspiel, unter anderem in Dungeons and Dragons, wurden die Coblynau als Wesen übernommen. Für die Folklore selbst bleibt Sikes‘ Klassifikation der walisischen Feen der Referenzrahmen.
Religionswissenschaftlich sind die Coblynau hilfreich und harmlos. Zwei Klarstellungen sind wichtig: Coblynau und Knocker sind verwandt, aber nicht identisch, die einen walisisch, die anderen kornisch. Und die Coblynau sind nicht mit dem walisischen Bwca zu verwechseln, der ein Haus- und Hofkobold ist und nicht in die Grube gehört.
Eine eigenständige Abwehrtradition ist für die Coblynau kaum belegt; der Umgang erfolgt analog zu den Knockern, mit Respekt und Ruhe unter Tage. Für die Coblynau speziell sind keine ausgearbeiteten Schutzriten überliefert, und das ist ehrlich festzuhalten: Wo ein Geist als wohlgesonnen gilt, brauchte der Volksglaube offenbar keine Bannformeln, sondern nur gutes Benehmen.
Am nächsten stehen die Coblynau den kornischen Knockern, mit denen sie das Klopfen an den Erzadern teilen; verwandt sind sie außerdem mit Kobold und Goblin. Klar zu trennen ist von ihnen der walisische Bwca, ein Haus- und Hofkobold, der nicht in die Grube, sondern auf den Hof gehört. Im deutschen Sprachraum begegnet mit dem Bergmönch ein ganz anders gearteter Grubengeist.
Was sind die Coblynau?
Die walisischen Minen- und Bergklopfgeister, deren Klopfen auf reiche Erzadern weist. Sie tragen Bergmannskluft und ahmen die Arbeit der Bergleute nach.
Sind sie dasselbe wie die Knocker?
Sie sind verwandt, aber nicht identisch; die Coblynau sind walisisch, die Knocker kornisch.
Sind sie gefährlich?
Nein. Sie sind überwiegend wohlgesonnen, hilfreich und harmlos.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als walisischer Minengeist gehört der Coblyn zu den freundlichsten Gestalten unter Tage: ein Klopfgeist der Bergwerke, dessen Hämmern nicht schreckt, sondern den Weg zu den Erzadern weist.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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