iWell Guard

Qalupalik, die Mahnerin unter dem Packeis

Qalupalik ist Dämonin der Inuit-Tradition.

Grünhäutiges Meerwesen zieht unbeaufsichtigte Kinder unters Eis. Unter dem Packeis lauert Qalupalik den Erzählungen der Inuit zufolge auf unachtsame Kinder.

DämonInuit

Inhaltsverzeichnis

Qalupalik, Dämonin der Inuit-Tradition
Qalupalik

Die Qalupalik lauert der Überlieferung nach unter dem Meereis Kanadas und Grönlands: grünhäutig, schleimig, mit langen Nägeln. Sie soll Kinder packen und im amauti in die Tiefe tragen.

Franz Boas hielt die Erzählung 1888 fest. Sie hält Kinder vom brüchigen Eisrand fern.

Auf einen Blick: Qalupalik

Typ: Meerwesen und Kinderschreck-Warngestalt
Herkunft: mündliche Inuit-Tradition
Texte: Franz Boas, 1888
Zeitraum: seit 1888 schriftlich
Erscheinung: grünhäutig, lange Nägel

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Mündlich getragen, 1888 durch Franz Boas schriftlich festgehalten.

Verbreitungsraum

Arktische Küsten und Packeisgebiete in Kanada und Grönland.

Quellenlage

Ethnografisch seit Boas dokumentiert; der genaue Titelbezug seiner Aufzeichnung gilt als noch zu prüfen.

Name und Varianten

Inuktitut: Qalupalik die Einzahl, Qallupilluit die Mehrzahl derselben Gestalt.

Erscheinung und Wirkung

Erscheinung

Menschenähnlich, grüne schleimige Haut, lange Haare und schwimmhäutige Finger.

Wirkung

Sie lauert unter dem Eis und packt unbeaufsichtigte Kinder, um angeblich jung zu bleiben.

Steckbrief: Qalupalik

Die wichtigsten Aspekte auf einen Blick.

Kulturkontext

Warngestalt der arktischen Inuit-Überlieferung, seit 1888 verschriftlicht.

Bezogen auf

Unbeaufsichtigte Kinder am Rand des Meereises.

Darstellung

Grüne, schleimige Haut, langes Haar, lange Nägel.

Funktion

Erzieherische Warnung vor dem lebensgefährlichen Eisrand.

Umgang

Aufsicht und Wachsamkeit statt Bann oder Abwehrritual.

Verwandtes

Die Meeresherrin Sedna, ihr Vater Anguta und die slawische Rusalka aus verwandten Wasserüberlieferungen.

Franz Boas und das Motiv des brüchigen Eisrands

Der Name erscheint im Singular als Qalupalik, im Plural als Qallupilluit. Franz Boas dokumentierte die Erzähltradition 1888. Unter dem Eis lauert sie auf Kinder und trägt sie im amauti fort.

Volkstümlich benötigt sie die Kinder, um jung zu bleiben. Entscheidend ist die erzieherische Funktion: Sie warnt vor der lebensgefährlichen Stelle.

Vom Warnruf zum Kinderbuch

Bekannt wurde die Qalupalik durch Kinderbücher, allen voran The Qalupalik von Elisha Kilabuk und Joy Ang, 2011 bei Inhabit Media.

Religionswissenschaftlich ist sie eine pädagogische Warngestalt, kein Kultwesen, sondern ein Kinderschreck.

Aufsicht statt Bann

Im Zentrum steht keine Bannformel, sondern eine Regel: Kinder sollen nicht unbeaufsichtigt an den Eisrand gehen. Bei Kilabuk ist sie überlistbar für ein waches Kind.

Als Schutzzeichen gelten Amulett, Glocken und Salz.

Arktische Meereswesen und Kinderschreck-Figuren

Die Qalupalik gehört zum arktischen Umfeld um die Meeresherrin Sedna und ihren Vater Anguta. Ihr nahe steht die slawische Rusalka. Unter den Wassergeister-Wesen bleibt sie ohne direktes Gegenstück.

Häufige Fragen zur Qalupalik

Wozu dient die Qalupalik-Geschichte?

Sie hält Kinder vom gefährlichen Eisrand fern.

Kann man ihr entkommen?

In manchen Fassungen ja, für ein waches Kind.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Boas, Franz: The Central Eskimo. Washington 1888.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach der Qalupalik Inuit-Sagen sucht oder nach einem Meerwesen Arktis fragt, meint dieselbe Gestalt: eine grünhäutige Mahnerin am brüchigen Eisrand.

Einordnung & Schutz

IVSTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe IV zu – Schwere Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

Empfohlene Schutzmittel

iWell Guard

Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.

Alle Schutzmittel im Überblick →