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Konohanasakuya-hime, Blütenprinzessin des Fuji

Konohanasakuya-hime ist Göttin der japanischen Tradition.

Blütengöttin des Fuji, die ihre Kinder im Feuer gebar. Als Blütenprinzessin des Fuji verkörpert Konohanasakuya-hime Schönheit und Vergänglichkeit zugleich. Der Name im Titel lautet Blüten- und Feuergöttin des Fuji für Konohanasakuya-hime.

GöttinJapan

Inhaltsverzeichnis

Konohanasakuya-hime, die Blüten- und Feuergöttin des Fuji
Konohanasakuya-hime

Konohanasakuya-hime ist die japanische Göttin der Kirschblüte und der Vulkane, insbesondere des Berges Fuji. Ihr Mythos verbindet sie mit dem Feuer: Um ihre Treue zu beweisen, gebar sie ihre Kinder in einem brennenden Haus, weshalb sie zur Schutzgöttin der Geburt und der Vulkane wurde.

Sie ist die Tochter des Berggottes Oyamatsumi und Gemahlin des Götterenkels Ninigi; die Hauptquellen sind die Chroniken Kojiki und Nihongi. Als Göttin des Fuji steht sie im Mittelpunkt der Sengen-Schreine, deren Hauptschrein am Fuß des Berges liegt.

Auf einen Blick: Konohanasakuya-hime

Typ: Blüten- und Vulkangöttin, Schutzherrin des Fuji
Herkunft: Japanische Frühzeit, Tochter des Berggottes Oyamatsumi
Texte: Kojiki und Nihongi
Zeitraum: Frühzeit bis heute, lebendiger Schreinkult
Erscheinung: schöne junge Göttin, verbunden mit Kirschblüte und Vulkan

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Japanische Frühzeit: Die Hauptquellen sind Kojiki und Nihongi; der Schreinkult ist bis heute lebendig.

Verbreitungsraum

Japan, besonders der Berg Fuji. Der Hauptschrein der Sengen-Schreine steht an seinem Fuß.

Quellenlage

Gut: die klassischen Mythen der Chroniken und der Kult der Sengen-Schreine.

Name und Varianten

Japanisch: Der Name bedeutet etwa Prinzessin, die die Blüten der Bäume erblühen lässt. Er stellt die Göttin zur vergänglichen Blüte, während ihr Kult sie mit dem Vulkanfeuer des Fuji verbindet.

Wesen und Wirkung

Erscheinung

Konohanasakuya-hime wird als schöne, junge Göttin dargestellt, verbunden mit der vergänglichen Kirschblüte und dem Vulkan Fuji. Ihre Symbolik vereint die zarte Blüte mit dem feurigen Berg; sie steht für Schönheit, Vergänglichkeit und die gebändigte Kraft des Vulkanfeuers.

Wirkung

Sie lässt die Bäume blühen, wacht über den Fuji und schützt Gebärende. Ihr Feuerbezug macht sie zur Herrin über das Vulkanfeuer und zur Helferin bei der Geburt, die sie selbst im Feuer bestand.

Steckbrief: Konohanasakuya-hime

Die wichtigsten Aspekte der Göttin auf einen Blick.

Tradition

Göttin der klassischen Chroniken Kojiki und Nihongi, Tochter des Berggottes Oyamatsumi und Gemahlin des Götterenkels Ninigi.

Zuständig für

Blüte, Vulkane und leichte Geburt; besonders der Berg Fuji steht unter ihrem Schutz.

Darstellung

Schöne junge Göttin mit der Kirschblüte als Zeichen; ihre Symbolik verbindet die zarte Blüte mit dem feurigen Berg.

Wirkungsbereich

Herrin über das Vulkanfeuer und Helferin der Gebärenden; angerufen auch zum Schutz vor Feuersbrunst.

Kult

Die Sengen-Schreine mit dem Hauptschrein am Fuß des Fuji; Anrufung um leichte Geburt und Feuerschutz.

Pendants

Pele und die aztekische Chantico als Vulkangöttinnen; innerhalb Japans der Feuergott Kagutsuchi.

Die Geburt im brennenden Haus

Nach dem Mythos gebar Konohanasakuya-hime ihre Kinder in einem verschlossenen, in Brand gesteckten Haus, um zu beweisen, dass die Kinder göttlicher Abkunft seien; das Feuer schadete ihnen nicht. Deshalb wird sie um leichte Geburt und um Schutz vor Feuersbrunst angerufen, und ihr Kult verbindet Vulkan, Feuer und Fruchtbarkeit.

Die Chroniken Kojiki und Nihongi überliefern ihre Herkunft: Sie ist die Tochter des Berggottes Oyamatsumi und wurde die Gemahlin des Götterenkels Ninigi. Als Göttin des Berges Fuji steht sie im Mittelpunkt der Sengen-Schreine, in denen ihre Feuerprobe bis heute nachwirkt.

Nachleben und Deutung

Konohanasakuya-hime ist im Shinto, im Fuji-Kult und in der Populärkultur präsent. Die Kirschblüte als Sinnbild der Vergänglichkeit ist eng mit ihr verbunden.

Religionswissenschaftlich verbindet Konohanasakuya-hime Vulkanfeuer, Blüte und Geburt zu einer Gottheit, in der Zerstörung und Fruchtbarkeit zusammenfallen. Die Geburt im Feuer ist ein Musterbeispiel für das Feuer als Prüfung und Beweis göttlicher Reinheit.

Sengen-Schreine und Anrufung

Quellenfest ist die Verehrung an den Sengen-Schreinen, deren Hauptschrein am Fuß des Fuji steht. Angerufen wird die Göttin um leichte Geburt, um den Schutz des Berges und um Bewahrung vor Feuersbrunst; ihr Kult verbindet Vulkan, Feuer und Fruchtbarkeit. Die Feuerprobe ihres Mythos ist dabei der Grund des Vertrauens: Wer im Feuer gebar, dem traut man den Schutz vor dem Feuer zu.

Vulkangöttinnen im Vergleich

Als Vulkangöttin entspricht Konohanasakuya-hime der hawaiischen Pele und der aztekischen Chantico; das Motiv der Geburt im Feuer verbindet sie mit Vorstellungen, in denen Feuer Reinheit und göttliche Abkunft erweist. Innerhalb Japans steht sie neben dem Feuergott Kagutsuchi und der Sonnengöttin Amaterasu.

Häufige Fragen zu Konohanasakuya-hime

Wer ist Konohanasakuya-hime?

Die japanische Göttin der Kirschblüte und der Vulkane, besonders des Berges Fuji. Ihr Name bedeutet etwa Prinzessin, die die Blüten der Bäume erblühen lässt.

Warum gebar sie im Feuer?

Um die göttliche Abkunft ihrer Kinder zu beweisen, gebar sie in einem brennenden Haus; das Feuer schadete ihnen nicht.

Wofür wird sie angerufen?

Um leichte Geburt, um den Schutz des Fuji und um Bewahrung vor Feuersbrunst, vor allem an den Sengen-Schreinen.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Kojiki. Aufzeichnungen alter Begebenheiten. 712.
  • Nihongi. Chroniken Japans. 720.
  • Naumann, Nelly: Die Mythen des alten Japan. München 1996.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als japanische Vulkangöttin und Göttin des Fuji verbindet Konohanasakuya-hime, was kaum zusammenzugehören scheint: die vergängliche Kirschblüte und das Feuer des Berges, dem sie als Schutzherrin vorsteht.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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