Buga ist im religiösen System der Ewenken und anderer tungusischer Völker zugleich Hochgott, Himmel, Universum und Welt. Er ist die kosmische Ganzheit, in der Schamanenreisen, Jagdordnung und Lebenszyklus ihren Platz finden.
Buga gilt im Schamanismus der tungusisch-ewenkischer Völker als Hochgott der oberen Welt und Stifter des kosmischen Ordnung. Buga-Mythos und Quellen sind besonders gut in den ewenkischen Liedern dokumentiert.
Die Ewenken (früher Tungusen genannt) leben in Ostsibirien zwischen Jenissei und Pazifik.
In ihrer Religion ist Buga (in einigen Dialekten Boga, Buya, Buwa) ein Begriff, der zugleich „Himmel“, „Welt“, „Universum“ und „Hochgott“ bedeutet, eine bemerkenswerte sprachliche Verdichtung, die der iranistische Religionshistoriker Sergei Shirokogoroff in seinem klassischen Werk Psychomental Complex of the Tungus (1935) ausführlich analysiert.
Innerhalb der sibirisch-tengristischen Tradition ist Buga eine sehr alte, vermutlich altaisch-paläosibirische Schicht; einige Forscher (Anisimov) sehen in ihr die ursprünglichste Form überhaupt. Die Ewenken sprechen eine Tungus-mandschurische Sprache und stehen damit sprachlich abseits der türkisch-mongolischen Tengri-Welt, ein interessanter Grenzfall.
Buga ist religionswissenschaftlich besonders wertvoll, weil Sergei Shirokogoroff in den 1910er Jahren eine außergewöhnlich detaillierte Feldforschung unter den Ewenken am Amur durchführte; sein Werk ist ein Meilenstein der Schamanismusforschung und liefert eines der besten Material-Korpora für die Religion eines indigenen Volkes Sibiriens überhaupt.
Das Wort buga ist tungusisch und etymologisch nicht eindeutig zu klären. Verwandte Formen finden sich im Mandschurischen (boγo, „Welt“) und in einigen Dialekten des Ewen.
Die religionsgeschichtlich entscheidende Beobachtung ist die Identität von Wort und Sache: Buga ist nicht ein Wesen, das im Himmel lebt, sondern Buga ist der Himmel und gleichzeitig die Welt.
Diese semantische Verdichtung ist religionsphänomenologisch besonders interessant, weil sie eine Stufe vor der Trennung von Numinosem und Konkretem darstellt, eine Vorform dessen, was später als „Hochgott“ konzeptualisiert wird. Shirokogoroff hat hier eine ganze Theorie der „psychomentalen Verschmelzung“ entwickelt.
In der mandschurischen Tradition, die mit dem Ewenkischen sprachlich verwandt ist, taucht boγo später als spezialisierte Bezeichnung für „Welt“ auf, ohne die hochgöttliche Konnotation zu behalten. Diese Spezialisierung folgt der Buddhisierung der Mandschu in der Qing-Dynastie.
Wie Tengri hat Buga keine eigene Bildform. Die Schamanen-Trommeln der Ewenken zeigen jedoch die drei Welt-Ebenen (oben, mittel, unten) und einen Welten-Baum, der durch sie hindurchwächst; auf der oberen Ebene steht Buga manchmal als symbolische Sonne mit Strahlenkreis.
Die ewenkischen Schamanen-Kostüme aus den Sammlungen des Russischen Museums für Ethnographie (St. Petersburg) und des Anthropologie-Museums (MAE) zeigen sehr aufwendige Eisenanhänger, deren religiöse Bedeutung Shirokogoroff in seinem Standardwerk dokumentiert hat. Buga selbst ist auf den Kostümen nicht direkt abgebildet, aber durch das oberste Sonnenscheiben-Motiv repräsentiert.
Die Welten-Baum-Vorstellung der Ewenken ist mit der vedischen aśvattha-Vorstellung und dem nordgermanischen Yggdrasil typologisch vergleichbar, was Eliade als Hinweis auf eine universale „Axis Mundi“-Erfahrung gedeutet hat.
Anisimov (1958) hat eine ewenkische Schöpfungserzählung dokumentiert, in der Buga eine Ente bittet, Schlamm aus dem Urmeer zu holen, um daraus die Erde zu schaffen, ein klassisches sibirisches Tauch-Motiv, das wir auch bei Ülgen finden.
In Ewenken-Varianten erscheint als Konkurrent oder Bruder oft eine Schadgottheit (Khargi), die in die Funktion Erlik Khans hineinpasst.
Eine zweite Erzählung berichtet, wie Buga die ersten Schamanen schickt: Er „spaltet“ einen Menschen auf und legt in eine Hälfte die Fähigkeit, in die andere Welt zu sehen. Diese Spaltungserzählung ist religionsanthropologisch ein Schlüssel-Mythos für die Initiationspraxis der ewenkischen Schamanen.
Eine dritte Erzählung schildert, wie Buga den Welten-Baum aufrichtet: Ein riesiger Lärchenstamm, dessen Wurzeln in die Unterwelt der Khargi-Geister reichen und dessen Krone das Sonnenrad trägt. Auf diesem Baum reitet der Schamane in die obere Welt, oft mit Hilfe eines Pferd-Trommel-Symbols.
Ewenken kennen keinen Tempelkult, sondern eine durchgängige Anrufungspraxis: vor der Jagd, vor langer Reise, am Lagerfeuer wird Buga genannt; dabei wird ein wenig Tabak oder Fett ins Feuer gegeben. Schamanen halten in ihren Gesängen Verbindung zwischen Buga und den drei Welt-Ebenen, was Eliade als Modellfall des klassischen Schamanismus beschrieben hat.
Das ewenkische Schamanen-Wissen wurde traditionell mündlich weitergegeben, oft in einer Linie von Mutter zu Tochter oder Vater zu Sohn. Die sowjetische Repression der 1930er Jahre hat diese Linien stark unterbrochen; G. M. Vasilevich konnte in Ewenki (1969) noch einige der letzten Praktiker dokumentieren.
In der heutigen Praxis erlebt der Buga-Komplex eine Renaissance in der Ewenkien-Autonomen Region und in einigen Siedlungen der Sacha-Republik. Junge Praktiker greifen auf Shirokogoroffs Aufzeichnungen zurück, ein bemerkenswerter Fall, in dem westlich-akademische Ethnographie zur Quelle einer indigenen Religionsreinvention wird.
Wissenschaftlich beschrieben: Apotropäische Praktiken bezogen sich vor allem auf die Khargi-Schadgeister (oft als „Buga-Tungus“-Schaden bezeichnet, weil sie als Schattenseite Bugas gefasst werden): Verbrennen bestimmter Krauttiere am Lagerfeuer, das Tragen kleiner Knochenanhänger, das Anbringen geschnitzter „Wächterfiguren“ (seven) an Wegkreuzungen.
Die seven-Figuren sind eines der charakteristischsten Elemente der ewenkischen Materialkultur. Sie sind oft kleine geschnitzte Holzpuppen mit eingelegten Augen, die an Stützpfählen, Bäumen oder Schwellen befestigt werden. Sie galten als „Wohnort“ kleinerer Hilfsgeister, die im Auftrag des Schamanen handelten.
Eine besondere Praxis ist das chura–Ritual: Bevor man einen unbekannten Ort betritt, wirft man eine Handvoll Tabak oder eine kleine Münze in den Schnee oder auf den Boden, mit der Anrufung „Buga, mach mich klein“. Diese Höflichkeitsform gegenüber dem Universum ist ein klassisches animistisches Schema.
Die Buga-Vorstellung ist mit dem altsibirischen Num der Samojeden verwandt und mit dem chinesischen Tian typologisch vergleichbar, in beiden Fällen verschmilzt Himmel und Hochgottheit zu einem Begriff. Funktionale Parallelen gibt es zu den Polynesien-Begriffen Mana/Atua, ohne dass eine genetische Verbindung besteht.
Die spezifische Pointe der Ewenken ist die Verschmelzung von „Universum“ und „Hochgott“ in einem einzigen Wort, was über das polysemische Tengri-Vokabular noch hinausgeht. Religionsphänomenologisch ist Buga damit ein extremer Fall der Numinosität-Konkretität-Verschmelzung.
Im südsibirischen Vergleich ist Buga am ehesten mit Tengri zu vergleichen, weniger mit Ülgen, der schon eine persönlichere Gestalt angenommen hat. Diese Differenz erlaubt eine schichtenchronologische Hypothese: Buga repräsentiert vielleicht eine ältere Schicht.
Klassische Werke: Sergei Shirokogoroff: Psychomental Complex of the Tungus (1935); A. F. Anisimov: Religia ewenkov (1958); Mircea Eliade hat den Tungus-Schamanen zum Prototyp seines „klassischen Schamanismus“-Modells gemacht. Roberte Hamayon und Andrei Znamenski haben das Modell später kritisch revidiert und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung der lokalen ewenkischen Kategorien.
G. M. Vasilevich, eine sowjetische Forscherin, hat in Ewenki (Leningrad 1969) die umfangreichste sowjetische Monographie zur ewenkischen Religion vorgelegt. Trotz ihrer ideologischen Färbung bleibt sie ein unverzichtbares Material-Korpus.
Drei Forschungsfragen prägen die Buga-Diskussion. Erstens: Stellt Buga eine vor-tengristische Schicht dar, in der „Universum“ und „Hochgott“ noch nicht getrennt waren? Anisimov und Shirokogoroff plädieren für diese Lesart; spätere Forscher (Hamayon) bevorzugen eine modell-relativere Sicht.
Zweitens: Wie verhält sich die ewenkische Praxis zur dene-yeniseischen Sprachfamilien-Hypothese, die einige Ewenken-Verwandtschaftsbeziehungen mit nordamerikanischen Athabasken postuliert? Wenn diese Hypothese stimmt, müsste die Buga-Religion zirkumpolare Verzweigungen zeigen.
Drittens: Welche Zukunft hat die heutige Buga-Renaissance in der Ewenkien-Region, angesichts des massiven Bergbau- und Ölförderungsdrucks? Auch hier verbindet sich Religionsgeschichte mit ökologischer und politischer Aktualität.
Eine besondere Vertiefung verdient die Rolle Sergei Shirokogoroffs in der Buga-Forschung. Shirokogoroff (1887, 1939) war ein russischer Ethnograph, der nach der Oktoberrevolution ins Exil ging und ab 1922 in China lehrte.
Sein Hauptwerk Psychomental Complex of the Tungus (Shanghai 1935) ist eines der ersten Bücher, das systematisch ein nicht-westliches religiöses System aus der Innenperspektive der Praktiker rekonstruiert.
Shirokogoroff hat den Begriff „Schamanismus“ als wissenschaftlichen Terminus geprägt, basierend auf dem tungusischen šaman. Diese Begriffsbildung war wissenschaftlich folgenreich: Sie machte einen lokal-tungusischen Begriff zur universalen Kategorie. Andrei Znamenski hat in Shamanism and Western Imagination (2007) diese Universalisierung kritisch nachgezeichnet.
Die heutige Buga-Forschung steht in einem ambivalenten Verhältnis zu Shirokogoroff: Einerseits ist sein Material unverzichtbar, andererseits verbirgt sich in seinem Konzept der „psychomentalen Verschmelzung“ eine essentialistische Annahme, die zeitgenössische Religionsethnologie kritisch hinterfragt.
Wer den Buga-Komplex in seiner Breite studieren möchte, findet auf der Übersichtsseite Sibirisch-Tengristische Tradition die wichtigsten Querverweise zu verwandten Figuren wie Tengri (türkische Parallele) und den jakutischen aiyy-Lichtwesen.
Sergei Shirokogoroffs Psychomental Complex of the Tungus (1935) ist die wichtigste Primärquelle. A. F. Anisimovs Religia ewenkov (Moskau 1958) ist die wichtigste sowjetische Synthese. G. M. Vasilevichs Ewenki (Leningrad 1969) ergänzt das Bild mit umfangreichem Material.
Für die zirkumpolare Einbettung sei auf Roberte Hamayons La chasse à l’âme (1990) und Andrei Znamenskis Shamanism and Western Imagination (Oxford 2007) verwiesen. Diese beiden Werke sind die wichtigsten Korrekturen am klassischen Eliade-Modell.
Eine besondere Studie verdient die Rolle Bugas in der ewenkischen Schamanen-Initiation. Shirokogoroff hat in Psychomental Complex of the Tungus (1935) mehrere Initiationen detailliert beschrieben: Der angehende Schamane wird durch eine Phase schwerer „Schamanen-Krankheit“ geführt, die als Initiation interpretiert wird, ein klassisches Modell, das Eliade als „Initiationstod und Auferstehung“ generalisierte.
Buga steht in dieser Initiation als oberer Auftraggeber: Er sendet die Initiationskrankheit, er „spaltet“ den Initianten, er lehrt ihn die Reise durch die drei Welt-Ebenen. Diese Funktion ist religionsanthropologisch das Modell, an dem die zirkumpolare Initiationsforschung aufgebaut wurde.
Roberte Hamayon hat dieses Modell in La chasse à l’âme (1990) kritisch revidiert: Sie liest die ewenkische Initiation weniger als „mystische Erfahrung“ denn als sozio-ökonomische Verhandlungspraxis. Beide Lesarten haben ihre Berechtigung und ergänzen einander.
Bei der Buga-Forschung ergeben sich mehrere methodische Probleme. Erstens: Shirokogoroffs Pionierarbeit ist methodisch beeindruckend, aber durch seinen Exilstatus und seine theoretischen Voreinstellungen geprägt. Andrei Znamenski hat diese Voreinstellungen kritisch nachgezeichnet.
Zweitens: Die sowjetische Repression der 1930er Jahre hat die ewenkische Schamanen-Tradition stark beschädigt; was wir heute beobachten, ist eine Re-Konstruktion auf Basis ethnographischer Texte. Diese Re-Konstruktion ist religionssoziologisch eigenständig zu untersuchen.
Drittens: Die ewenkische Sprache ist heute bedroht; mit ihr verschwindet auch der direkte Zugang zu Buga-Vokabular und -Vorstellungen. Sprach- und Religionserhaltungspolitik werden hier zu Schwesterproblemen.
Die ewenkische Sprache ist nach UNESCO-Einstufung „bedroht“; sie hat heute nur noch wenige tausend aktive Sprecher, hauptsächlich in der Russischen Föderation und in Nord-China. Mit der Sprache verschwindet auch der direkte Zugang zum Buga-Vokabular und zu den feinen Differenzierungen der ewenkischen Religion.
Mehrere Initiativen versuchen, diesen Verlust aufzuhalten. Die Russische Akademie der Wissenschaften (Institut für Sprachforschung) und die Universität Ulan-Ude betreiben Dokumentationsprogramme; in der Volksrepublik China gibt es einen ähnlichen Versuch für die mandschurisch-tungusische Sprachfamilie.
Wissenschaftlich relevant ist dies, weil Religion und Sprache eng verflochten sind. Der Verlust des ewenkischen buga-Wortes würde auch den Verlust eines spezifischen Religionsbegriffs bedeuten. Sprach- und Religionserhaltung werden hier zu Schwesterprojekten.
Eine zirkumpolare Vergleichsperspektive zeigt Buga als Glied einer breiten Familie von „Universums-Hochgottheiten“, die sich von Skandinavien (samischer Radien) über Sibirien (samojedischer Num, ewenkischer Buga) bis nach Nordamerika (algonkin Manitou, inuit Sila) erstreckt. In allen Fällen verschmelzen Himmel, Universum und Hochgottheit zu einem Begriff.
Diese zirkumpolare Verzweigung ist Gegenstand intensiver Forschung. Juha Pentikäinen hat in Shamanism and Culture (1998) eine systematische Übersicht geliefert; Mihály Hoppál hat in Shamans and Traditions (2007) den ungarischen und sibirischen Vergleich erweitert.
Ob es sich um eine genetische Verwandtschaft (paläosibirische Substrate, die in alle Richtungen ausstrahlten) oder um eine typologische Konvergenz (gleiche Funktionen unter gleichen ökologischen Bedingungen) handelt, bleibt umstritten. Buga ist eines der reichst dokumentierten Beispiele.
Die ewenkische Religion ist eng mit der Rentier-Tundra-Ökonomie verflochten. Buga ist hier zugleich der Hochgott und der „Eigner“ der Rentiere, ohne seine Erlaubnis darf kein Rentier gejagt werden. Die rituelle Anrufung Bugas vor der Jagd ist deshalb nicht nur Frömmigkeit, sondern ökonomische Praxis.
A. F. Anisimov hat in Religia ewenkov (1958) diese Verzahnung detailliert beschrieben. Sie steht in einer breiteren religionsanthropologischen Tradition, die Religion und Ökonomie nicht als getrennte Sphären, sondern als integrierten Lebensprozess versteht.
In der heutigen Russischen Föderation ist die ewenkische Tundra-Ökonomie durch Bergbau, Ölförderung und Klimawandel massiv bedroht. Mit ihr ist auch der Buga-Komplex gefährdet, ein religionsökologisches Forschungsfeld ersten Ranges.
Der Begriff Buga gehört zu den tungusischen Sprachen, vor allem zum Ewenkischen, und ist nicht eindeutig auf eine einzelne Bedeutung festzulegen. Ethnographische Aufzeichnungen geben das Wort teils als Himmel, teils als Welt oder Gegend, teils als Bezeichnung für ein höchstes, dem Himmel zugeordnetes Wesen wieder.
Diese Bedeutungsbreite ist kein Übersetzungsfehler, sondern verweist auf eine Vorstellung, in der die belebte Welt, ihr Raum und die in ihm wirkende oberste Macht nicht streng getrennt gedacht wurden.
Die Quellen für Buga sind spärlich und stammen weitgehend aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Russische Forscher und Verwaltungsbeamte, später sowjetische Ethnographen wie Sergei Schirokogorow, der grundlegende Arbeiten zu den tungusischen Völkern und zum Schamanismus verfasste, hielten Bruchstücke der religiösen Vorstellungen fest.
Schirokogorow betonte allerdings selbst, dass viele dieser Vorstellungen bereits durch den Kontakt mit der russischen Orthodoxie und mit benachbarten Religionen überformt waren. Eine reine, ungestörte tungusische Theologie lässt sich aus den Quellen nicht herauspräparieren.
Hinzu kommt, dass die Ewenken über ein riesiges Gebiet von Mittelsibirien bis zum Pazifik verstreut lebten und in kleinen, mobilen Gruppen organisiert waren. Lokale Varianten der Vorstellungen waren entsprechend groß, und es gab keine Institution, die eine einheitliche Lehre festgelegt hätte.
Was unter Buga verstanden wurde, konnte von Gruppe zu Gruppe verschieden sein. Seriöse Darstellungen kennzeichnen Buga deshalb als einen schwer fassbaren Begriff, der je nach Kontext eher den beseelten Weltraum oder eher ein höchstes Wesen meinen kann, ohne dass sich beide Aspekte sauber trennen ließen.
Bei den Ewenken-Tungusen gilt Buga als oberster Universumsherr, der Himmel, Erde und Unterwelt umfasst und in Schamanenliedern als unsichtbarer, allgegenwärtiger Hintergrund alles Lebendigen angerufen wird.
Verwandte Schlüsselbegriffe: Buga Ewenken Tungusen Shirokogoroff Khargi seven Welten-Baum.
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