La Diablesse ist Geist der Überlieferung Trinidads.
Ein verborgener Kuhhuf verrät die tödliche Verführerin.
La Diablesse, die Teufelin, ist ein Frauengeist der karibischen Folklore Trinidads und Tobagos. Als schöne, elegant gekleidete Frau mit breitem Hut erscheint sie nachts an einsamen Wegen; ein Bein endet jedoch in einem Kuh- oder Bockshuf, den ihr langes Kleid verbirgt.
Der Überlieferung nach war sie einst eine versklavte afrikanische Frau, die dem Teufel ihre Seele für ewige Schönheit verkaufte und dadurch zur Halbmenschlichen wurde. La Diablesse verbindet damit afrikanische, französische und indigen-amerindische Elemente zu einer eigenen Gestalt, deren Ursprung wahrscheinlich in Martinique liegt.
Sie lockt junge Männer, oft auf dem Heimweg von Tanzveranstaltungen, von den Wegen ab, bis diese in einer Schlucht oder einem Fluss zu Tode kommen.
Typ: Weiblicher Verführungsgeist, lockt Männer in den Tod
Herkunft: Karibische Folklore, Ursprung wahrscheinlich in Martinique
Texte: Populär-folkloristische Überlieferung
Zeitraum: 19. und 20. Jahrhundert, fest in der Folklore von Trinidad und Tobago
Erscheinung: schöne, elegant gekleidete Frau mit Kuh- oder Bockshuf und breitem Hut
19. und 20. Jahrhundert: La Diablesse ist seit dieser Zeit fest in der Folklore von Trinidad und Tobago verankert.
Trinidad und Tobago sowie die frankophone Karibik; der Ursprung der Gestalt liegt wahrscheinlich in Martinique, worauf ihre Tracht verweist.
Populär-folkloristisch: Für La Diablesse überwiegt populär-folkloristische Literatur, eigenständige wissenschaftliche Monografien fehlen weitgehend.
Kreolisch: Der Name stammt aus dem französischen Kreol und bedeutet die Teufelin; in der Kreolschreibung erscheint er auch als Lajablès. Der Überlieferung nach war sie eine versklavte afrikanische Frau, die dem Teufel ihre Seele für ewige Schönheit verkaufte.
Erscheinung
Der Kuh- oder Bockshuf ist ihr verborgenes Teufelsmerkmal, angelehnt an das christliche Bild vom gehuften Teufel. Das lange Kleid verdeckt den Huf, der breite Hut ihr wahres, totenähnliches Gesicht. Sie riecht nach feinem Parfüm und zugleich nach Verwesung: Schönheit ist die Falle, der Duftkontrast das Enttarnungsmotiv.
Wirkung
Sie erscheint jungen Männern nachts, oft auf dem Heimweg von Tanzveranstaltungen, verzaubert sie und lockt sie von den Wegen in den Wald, wo sie verschwindet. Das Opfer irrt umher, stürzt in eine Schlucht oder einen Fluss und kommt zu Tode. La Diablesse ist damit eine klassische Warnfigur gegen Untreue und nächtliches Umherstreifen.
Die wichtigsten Aspekte der Teufelin auf einen Blick.
Teil der karibischen Kreol-Folklore Trinidads, ein Synkretismus aus afrikanischen, französischen und indigen-amerindischen Elementen.
Junge Männer, die nachts allein unterwegs sind, besonders auf dem Heimweg von Tanzveranstaltungen.
Schöne, elegant gekleidete Frau mit breitem Hut und langem Kleid, das den Kuh- oder Bockshuf verbirgt.
Warnfigur gegen Untreue und nächtliches Umherstreifen: Sie lockt vom Weg ab in Schluchten und Flüsse.
Kleidung auf links tragen, eine geweihte Kerze oder ein Streichholz anzünden und rückwärts nach Hause gehen.
Der Douen teilt mit ihr die Trinidad-Folklore; über die Karibik hinaus entsprechen ihr die mexikanische La Llorona und die venezolanische La Sayona.
Der Name stammt aus dem französischen Kreol: la diablesse ist die Teufelin. Der Überlieferung nach war sie eine versklavte afrikanische Frau, die dem Teufel ihre Seele für ewige Schönheit verkaufte und so zur Halbmenschlichen wurde, äußerlich vollkommen, doch mit dem verräterischen Huf eines Tieres.
La Diablesse ist ein Synkretismus aus afrikanischen, französischen und indigen-amerindischen Elementen; ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in Martinique, worauf die Kreoltracht verweist, mit der sie bis heute dargestellt wird.
La Diablesse ist eine feste Karnevals- und Erzählfigur der Folklore von Trinidad und Tobago und in Illustration, Bühne und Folklore-Reihen präsent.
Religionswissenschaftlich ist La Diablesse eine koloniale Angstfigur und moralische Kontrollinstanz, eine Warnung an die Männer. Sie verschmilzt das christliche Teufelsbild mit dem afrikanischen Motiv des Seelenverkaufs und mit der Femme fatale als Verführerin.
Quellenfest sind das Tragen der Kleidung verkehrt herum, auf links, um den Bann zu brechen, sowie das Anzünden einer geweihten Schutzkerze oder eines Streichholzes. Auch das Rückwärtsgehen nach Hause, weg von dem Ort, an dem sie zuletzt gesehen wurde, gilt als wirksam. Geweihte Zeichen wie das Kreuz und Weihwasser gelten als christliche Abwehr gegen die Teufelin, ebenso ein Amulett.
La Diablesse entspricht der mexikanischen La Llorona und deren Varianten, der venezolanischen La Sayona sowie der zentralamerikanischen Siguanaba, die ebenfalls Männer weglockt und ein Schreckgesicht enthüllt. Der Huf verweist auf den Teufel der europäisch-christlichen Ikonografie; motivisch nah steht ihr zudem die südasiatische Churel.
Woran erkennt man La Diablesse?
Am verborgenen Kuh- oder Bockshuf und am breiten Hut, der ihr wahres Gesicht verdeckt.
Wie entkommt man ihr?
Indem man die Kleidung auf links dreht, eine Kerze oder ein Streichholz anzündet und rückwärts heimgeht.
Woher stammt sie?
Wahrscheinlich aus Martinique, worauf ihre Tracht verweist; der Name selbst stammt aus dem französischen Kreol.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Teufelin mit Huf, in der Kreolsprache auch Lajablès genannt, bleibt La Diablesse die eindrücklichste Warnfigur der Trinidad-Folklore: eine Schönheit, deren Duft nach Verwesung sich erst zu spät verrät.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Im Schutz-Kompass vergleichen →Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
Verwandte Wesen

Schutzfarben mit abwehrender Bedeutung: warum Blau, Rot und Schwarz als Schutzfarben gelten, mit ...

Apeliotes, der milde, feuchte Ostwind der Griechen. Herkunft, der Turm der Winde und die religion...

Das Gottesauge (Ojo de Dios) der Huichol in Mexiko: Herkunft, Form und religiöse Bedeutung des ge...

Upiór, der blutrünstige Untote der Slawen und sprachliche Wurzel des Vampirs. Herkunft, das Motiv...

Palden Lhamo, einzige weibliche Schutzgottheit im tibetischen Pantheon. Schreckliche Reiterin als...

Asura, die Gegengötter der hinduistischen Tradition: Brüder der Devas im ewigen kosmischen Ringen...