Apeliotes ist Gott der griechischen Tradition.
Der milde Ostwind, der Früchte und Getreide bringt. Die Überlieferung feiert ihn als Fruchtbringer, der Ernte und Wohlstand mit sich führt.
Apeliotes, römisch Subsolanus, ist der griechische Gott des milden, feuchten Ostwinds. Sein Name bedeutet der von der Sonne Kommende, also der Wind aus Richtung Sonnenaufgang.
Am Turm der Winde in Athen erscheint er als freundlicher Bringer von Früchten und Getreide: ein bartloser junger Mann, dessen gefülltes Gewand die Fruchtbarkeit des regenbringenden Ostwinds anzeigt. Eine eigene Mythologie besitzt er nicht; sein Ort ist die systematische Windrose der antiken Meteorologie.
Typ: Gott des milden, feuchten Ostwinds
Herkunft: Griechischer Kulturraum, Windrose der antiken Meteorologie
Texte: Aristoteles (Meteorologica), Theophrast, Vitruv
Zeitraum: Aristoteles bis Kaiserzeit
Erscheinung: bartloser junger Mann mit Früchten und Getreide
Die Bezeugung reicht von Aristoteles bis in die Kaiserzeit. Fassbar wird Apeliotes vor allem in der Windkunde der Meteorologica und am Turm der Winde.
Der griechische Kulturraum, mit Athen als Zentrum der Überlieferung: Dort steht Apeliotes am Turm der Winde auf der Ostseite.
Die Quellenlage ist dünn: Aristoteles, Theophrast und Vitruv nennen ihn, eine eigene Mythologie fehlt.
Griechisch: Apeliotes verbindet apó, von, und hélios, Sonne: der Wind vom Sonnenaufgang, der von der Sonne Kommende. Römisch heißt er Subsolanus, so bei Aulus Gellius, wörtlich der Wind unter der Sonne.
Erscheinung
Am Turm der Winde ist Apeliotes ein bartloser junger Mann mit freundlichem Ausdruck. Er trägt ein Gewand, das mit Früchten und Getreide gefüllt ist; das Bild verweist auf die Fruchtbarkeit, die der milde, feuchte Ostwind den Feldern schenkt.
Wirkung
Apeliotes ist ein warm-feuchter, regenbringender Wind, der für die Landwirtschaft günstig ist. Ein Sturmwind ist er nicht; unter den Winden der Griechen gehört er zu den wohltätigen Gestalten.
Die wichtigsten Aspekte des Ostwinds auf einen Blick.
Windgott der antiken Windrose ohne eigene Mythologie; bei Aristoteles verdrängt er den älteren Euros aus dem Ost-Sektor.
Den milden, feuchten Ostwind: regenbringend und günstig für die Landwirtschaft, daher besonders für Bauern von Bedeutung.
Bartloser junger Mann mit freundlichem Ausdruck, der ein mit Früchten und Getreide gefülltes Gewand trägt; so am Turm der Winde in Athen.
Bringer von Regen und Fruchtbarkeit aus Richtung Sonnenaufgang; in der Windrose der feste Vertreter des Ostens.
Ein eigener Kult ist nicht belegt. Apeliotes gehört zu den Sammelkulten der Anemoi mit ihren Windopfern; ein eigener Ritus fehlt.
Häufig mit Euros synkretisiert, römisch Subsolanus; als günstiger Wind steht er anderen fruchtbarkeitsfördernden Winden nahe.
Der Name verbindet apó, von, und hélios, Sonne: Apeliotes ist der Wind vom Sonnenaufgang. Aristoteles verortet ihn in der Meteorologica im Ost-Sektor der Windrose und verdrängt damit den älteren Euros, der in diesem Schema nach Südost rückt.
Am Turm der Winde in Athen steht Apeliotes auf der Ostseite, zwischen den Feldern des Kaikias im Nordosten und des Euros im Südosten. Römisch trägt er den Namen Subsolanus, so überliefert bei Aulus Gellius. Eine eigene Erzähltradition hat sich um ihn nicht gebildet; er ist eine Gestalt der Windkunde, nicht der Mythendichtung.
Apeliotes ist ein fester Teil antiker und neuzeitlicher Windrosen. Über den Turm der Winde wirkte seine Ikonografie in die europäische Kompasstradition hinein.
Religionswissenschaftlich zeigt Apeliotes die systematische Windrose der antiken Meteorologie. Wichtige Klarstellung: Die Zuordnung Südost ist ein jüngeres, römisch geprägtes Schema; am Turm der Winde und bei Aristoteles ist Apeliotes der Ostwind, während Euros nach Südost rückt. Beide werden häufig verschmolzen.
Ein eigener Kult für Apeliotes ist nicht belegt; das ist ehrlich festzuhalten. Er gehört zu den Sammelkulten der Anemoi, der Windgötter, denen die Griechen gemeinsame Windopfer darbrachten. Eine eigene Mythologie oder ein eigener Ritus fehlen; wer den milden Ostwind erbitten wollte, wandte sich an die Winde als Ganzes.
Am engsten berührt sich Apeliotes mit Euros, mit dem er oft synkretisiert wird, seit die Windrose des Aristoteles die Sektoren neu verteilte. Römisch entspricht ihm Subsolanus. Als milder, fruchtbarkeitsfördernder Ostwind steht er anderen als günstig geltenden Winden nahe; sein Gegenbild im eigenen System ist der hagelbringende Nachbar Kaikias. Eine Übersicht aller griechischen Windgötter bietet die Seite zu den Anemoi.
Was bedeutet der Name Apeliotes?
Der von der Sonne Kommende, also der Wind aus Richtung Sonnenaufgang, im Osten.
Ist Apeliotes ein Sturmwind?
Nein. Er ist ein milder, feuchter, regenbringender Wind, günstig für die Landwirtschaft.
Ist er der Ost- oder Südostwind?
Bei Aristoteles und am Turm der Winde der Ostwind; die Zuordnung Südost ist jünger und römisch geprägt.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als griechischer Ostwind und Wind vom Sonnenaufgang gehört Apeliotes zu den freundlichen Gestalten der antiken Windrose: kein Gott der Stürme, sondern der stille Bringer von Regen, Früchten und Getreide.
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