Seongju ist Gott der koreanischen Tradition.
Der oberste Hausgott, Aufseher aller Gasin im Firstbalken. Der Überlieferung nach wacht Seongju als oberster Hausgott Koreas über den Firstbalken jedes Hauses.
Seongju ist der oberste der koreanischen Hausgötter, der Gasin: der Schützer des Gebäudes selbst und Aufseher aller übrigen Hausgötter. Sein Sitz ist der zentrale Trag- und Firstbalken des Hauses.
Er wacht über Familienglück und Vermögen und ist dem ältesten männlichen Familienmitglied zugeordnet, in der Position des Großvaters. Beim Hausbau oder Einzug wird er durch das schamanische Ritual Seongju-gut eingeholt und installiert; im Seouler Schamanismus gilt er als Kaiser des Hauses.
Typ: Oberster Hausgott, Schützer des Gebäudes und Aufseher der Gasin
Herkunft: Koreanischer Volksglaube, primär mündlich in Schamanenliedern überliefert
Texte: Erzähllied Seongju-puri, Studien Walravens, koreanische Volkskunde
Zeitraum: alter Volksglaube, Restformen bis heute
Erscheinung: gefaltetes weißes Papier oder Reistopf am Firstbalken
Alter koreanischer Volksglaube; der Name und die Herkunftserzählung sind primär mündlich in Schamanenliedern überliefert.
Ganz Korea, mit deutlichen Regionalunterschieden zwischen Jeolla, Andong, Jeju und Gyeonggi.
Gut erschlossen: Walravens Studie zu den Ritualgesängen der Mudang sowie die koreanische Volkskunde.
Koreanisch: Seongju bedeutet Hausherr. Die Schriftzeichen sind unsicher: verbreitet ist die Deutung als Herr des Anwesens, alternativ die als Errichten. Der Name ist primär mündlich in Schamanenliedern überliefert.
Erscheinung
Seongju ist keine Statue. Sein Sitz ist der Firstbalken, oft verkörpert durch ein gefaltetes weißes Papier mit eingelegter Münze, am verbreitetsten durch den Seongju-danji, einen mit Tuch bedeckten Reistopf auf einem Regal, der im Frühjahr mit Gerste, im Herbst mit Reis gefüllt und jährlich zur Ernte erneuert wird. In Jeollabuk-do gibt es auch eine rein mentale Verehrung ohne Objekt.
Wirkung
Seongju ist der oberste Schutzgott von Haus und Hausvorstand: Er schützt das Gebäude, beaufsichtigt alle übrigen Hausgötter und wacht über Familienglück und Vermögen. Zugeordnet ist er dem ältesten männlichen Familienmitglied, in der Position des Großvaters.
Die wichtigsten Aspekte des obersten Hausgottes auf einen Blick.
Oberster der Gasin im koreanischen Volksglauben; im Seouler Schamanismus gilt Seongju als Kaiser des Hauses.
Das Gebäude und den Hausvorstand: Seongju schützt das Haus, beaufsichtigt die übrigen Hausgötter und wacht über Glück und Vermögen der Familie.
Gefaltetes weißes Papier mit eingelegter Münze am Firstbalken oder der Seongju-danji, ein mit Tuch bedeckter Reistopf, jährlich zur Ernte erneuert.
Oberster Schutzgott des Hauses, dem ältesten männlichen Familienmitglied zugeordnet; Anker seines Kultes ist das Aufrichten des Firstbalkens.
Das Seongju-gut, das schamanische Ritual beim Hausbau oder Einzug; geopfert werden Reis und Makgeolli.
Der Name Seongju bedeutet Hausherr; die Schriftzeichen sind unsicher, verbreitet ist die Deutung als Herr des Anwesens, alternativ die als Errichten. Überliefert ist die Gestalt primär mündlich in Schamanenliedern. Das Erzähllied Seongju-puri berichtet, wie Seongju das erste Haus der Menschheit baut und zum Gott-Zimmermann wird; die Erzählung variiert regional stark.
Auch der Kult zeigt deutliche Regionalunterschiede zwischen Jeolla, Andong, Jeju und Gyeonggi. Im Seouler Schamanismus gilt Seongju als Kaiser des Hauses, und der Anker seiner Verehrung ist das Aufrichten des Firstbalkens: Mit dem tragenden Balken zieht der Gott in das Gebäude ein.
Seongju erscheint in der Populärkultur, etwa als Figur in der Reihe Along with the Gods; Restformen der Verehrung bestehen fort.
Religionswissenschaftlich ist Seongju der oberste, wohlwollende Hausgott. Wichtige Klarstellungen: Es gibt keinen einheitlichen Standardmythos, die Herkunftserzählung ist stark regional. Seongju ist männlich gedacht, als Hausherr, nicht neutral oder weiblich. Und er ist nicht mit dem Dorfschutzgott Seonangsin zu verwechseln, dem er nur im Namen ähnelt.
Das Seongju-gut ist das schamanische Ritual, mit dem Seongju beim Hausbau oder Einzug eingeholt und installiert wird. Sein Anker ist das Aufrichten des Firstbalkens, des künftigen Sitzes des Gottes. Als Opfer dienen Reis und Makgeolli. Danach bleibt Seongju im Haus präsent: als gefaltetes weißes Papier mit Münze am Balken oder als Seongju-danji, der Reistopf, der im Frühjahr mit Gerste und im Herbst mit Reis gefüllt und jährlich zur Ernte erneuert wird.
Das japanische Jotoshiki, die Firstbalken-Zeremonie mit Munafuda-Tafel und Gohei-Papierstreifen, ist ein sehr enges Gegenstück aus First, Papiertalisman und Bausegen; funktional stehen die römischen Laren daneben. Innerhalb der Gasin ist Seongju der oberste über Jowang und Eopsin; als glückbringender Hausbewohner vergleichbar ist auch der japanische Zashiki-warashi.
Was ist Seongju?
Der oberste der koreanischen Hausgötter, Schützer des Gebäudes und Aufseher der übrigen Gasin, mit Sitz im Firstbalken.
Wie wird er ins Haus geholt?
Durch das schamanische Seongju-gut beim Hausbau oder Einzug; der Anker des Rituals ist das Aufrichten des Firstbalkens.
Ist Seongju männlich oder weiblich?
Er ist männlich gedacht, als Hausherr in der Position des Hausvorstands und Großvaters.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als koreanischer Hausgott und Gott des Firstbalkens verkörpert Seongju eine einfache Grundidee des Hausglaubens: Das Gebäude selbst hat einen Herrn, und wer ihm den tragenden Balken weiht, stellt das Haus unter Schutz.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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