Ong Dia ist Gott der vietnamesischen Tradition.
Der lächelnde Erdgott, der Haus und Grundstück behütet. Als lächelnder Hüter von Haus und Boden begleitet Ong Dia die vietnamesische Hausgemeinschaft im Alltag.
Ong Dia ist der vietnamesische Erd- und Hausgott, der Schutzherr von Grundstück und Haus. Als dicker, breit lächelnder Mann mit Palmblattfächer bewahrt er Frieden und Schutz und bringt, gemeinsam mit dem Reichtumsgott Than Tai, Wohlstand und Geschäftsglück.
Sein Kult ist vom chinesischen Tudigong-Erdgottkult geprägt und mit Taoismus, Konfuzianismus und Ahnenkult verwoben. Verehrt wird er an einem bodennahen Altar nahe der Eingangstür, in Vietnam wie in der Diaspora.
Typ: Erd- und Hausgott, Schutzherr von Grundstück und Haus
Herkunft: Vietnamesische Volksreligion mit sino-vietnamesischen Wurzeln
Texte: Cadière, Toan Ánh, Forschung zum Küchengott-Komplex
Zeitraum: gelebte Volksreligion bis in die Gegenwart
Erscheinung: dicker, lächelnder Mann mit Palmblattfächer
Der Kult gehört zur vietnamesischen Volksreligion; er ist vom chinesischen Tudigong-Erdgottkult geprägt und mit Taoismus, Konfuzianismus und Ahnenkult verwoben.
Vietnam und die vietnamesische Diaspora: Bodenaltäre für Ong Dia finden sich in Läden, Restaurants und Haushalten.
Gut dokumentiert: die klassischen Studien von Léopold Cadière und Toan Ánh sowie neuere Forschung zum vietnamesischen Küchengott-Komplex.
Vietnamesisch: Der Name verbindet ong, Herr oder Großvater, mit Dia, sinovietnamesisch Erde. Verwandte Bezeichnungen sind Tho Dia, Erdgott, und Tho Cong, Erdherr, die weitgehend dieselbe Ortsgottheit meinen.
Erscheinung
Ong Dia wird typisch als dicker, nacktbäuchiger, breit lächelnder Mann dargestellt, oft mit Palmblattfächer. Deutlich zu unterscheiden ist er vom Reichtumsgott Than Tai, der bekleidet, weißbärtig und mit Goldbarren erscheint.
Wirkung
Ong Dia ist Erdgott und Schutzherr von Grundstück und Haus: Er bewahrt Frieden und Schutz und bringt gemeinsam mit Than Tai Wohlstand und Geschäftsglück.
Die wichtigsten Aspekte des Erdgotts auf einen Blick.
Sino-vietnamesischer Synkretismus: aus dem chinesischen Tudigong-Kult hervorgegangen und mit Taoismus, Konfuzianismus und Ahnenkult verwoben.
Grundstück und Haus: Ong Dia bewahrt Frieden und Schutz und bringt Wohlstand und Geschäftsglück, besonders in Läden und Restaurants.
Dicker, nacktbäuchiger, breit lächelnder Mann mit Palmblattfächer; nicht zu verwechseln mit dem bekleideten, weißbärtigen Than Tai mit Goldbarren.
Schutzherr des Grundstücks und Wohlstandsbringer, sehr häufig gemeinsam mit dem Reichtumsgott Than Tai an einem Doppelaltar verehrt.
Bodennaher Altar nahe der Eingangstür; tägliche Gaben sind Räucherwerk, Wasser, Obst, Tee und gelegentlich Zigaretten.
Der chinesische Tudigong als Ursprung, der thailändische Phra Phum mit seinem Geisterhäuschen, der römische genius loci und der Küchengott-Komplex Tao Quan.
Der Name Ong Dia verbindet ong, Herr oder Großvater, mit Dia, sinovietnamesisch Erde; verwandte Bezeichnungen sind Tho Dia, Erdgott, und Tho Cong, Erdherr, die weitgehend dieselbe Ortsgottheit meinen.
Der Kult ist vom chinesischen Tudigong-Erdgottkult geprägt und mit Taoismus, Konfuzianismus und Ahnenkult verwoben; die Wurzeln sind sino-vietnamesisch, nicht rein vietnamesisch. In dieser Verflechtung liegt auch die begriffliche Unschärfe: Tho Cong, Tho Dia und der Küchengott-Komplex überlappen und werden je nach Region verschieden abgegrenzt.
Bodenaltäre für Ong Dia finden sich in vietnamesischen Läden, Restaurants und Haushalten, in Vietnam wie in der Diaspora. Der maskierte dicke, lächelnde Mann mit Fächer, der beim Löwentanz den Löwen anführt, ist derselbe Ong Dia, sein volkstümlichster Auftritt.
Religionswissenschaftlich ist Ong Dia ein wohlwollender Erd- und Hausgott. Drei Klarstellungen: Der Kult ist ein Synkretismus aus indigenem Animismus und chinesischer Volksreligion, nicht rein vietnamesisch. Die Begriffe Tho Cong, Tho Dia und der Küchengott-Komplex überlappen und sind je nach Region verschieden abgegrenzt. Und die genaue Zuordnung von Tho Cong zum Küchengott-Trio ist in der Literatur nicht einheitlich aufgelöst.
Verehrt wird Ong Dia an einem bodennahen Altar nahe der Eingangstür, nicht hoch oben wie der Ahnenaltar, sehr häufig gemeinsam mit Than Tai, besonders in Läden und Restaurants. Tägliche Gaben sind Räucherwerk, Wasser, Obst, Tee und gelegentlich Zigaretten. Der 10. Tag des ersten Mondmonats, Via Than Tai, ist der große Tag des Doppelaltars, an dem viele Menschen Gold kaufen.
Verwandt sind der chinesische Tudigong, aus dem der Kult hervorging, der thailändische Phra Phum mit seinem Geisterhäuschen San Phra Phum und der römische genius loci. Innerhalb Vietnams steht Ong Dia neben dem Küchengott-Komplex Tao Quan, mit dem sein Name Tho Cong teils kollidiert; das Küchengott-Motiv behandelt die Seite zum chinesischen Zao Jun.
Was ist Ong Dia?
Der vietnamesische Erd- und Hausgott, der Schutzherr von Grundstück und Haus. Gemeinsam mit dem Reichtumsgott Than Tai bringt er Wohlstand und Geschäftsglück.
Wo steht sein Altar?
An einem bodennahen Altar nahe der Eingangstür, nicht hoch oben wie der Ahnenaltar, oft gemeinsam mit Than Tai.
Warum führt er den Löwentanz an?
Der maskierte lächelnde Mann mit Fächer im Löwentanz ist Ong Dia, sein volkstümlichster Auftritt in der gelebten Kultur.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als vietnamesischer Erdgott und Hausgott zugleich zeigt Ong Dia, wie nah Schutz und Wohlstand im vietnamesischen Alltag beieinanderliegen: unten am Boden, nahe der Tür, mit einem breiten Lächeln.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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