Bixia Yuanjun ist Göttin der chinesischen Tradition.
Göttin der Geburt und Schutzherrin von Frauen und Kindern. Der Steckbrief widmet sich der Pilgergöttin, die Frauen und Kinder beschützt.
Bixia Yuanjun, die Herrin des Tai Shan, ist die daoistisch-volksreligiöse Göttin des heiligen Ostbergs Tai Shan in Shandong. Sie ist zuständig für Geburt, Fruchtbarkeit und den Schutz von Frauen und Kindern und Ziel eines großen Pilgerkults.
Volkstümlich heißt sie auch Taishan Niangniang, Herrin des Tai Shan, oder Tianxian Shengmu, Himmlische heilige Mutter. Ihr Aufstieg zur überregionalen Kultfigur begann in der Song-Zeit; zur nordchinesischen Massengöttin wurde sie in Ming- und Qing-Zeit, und ihr Wallfahrtskult ist bis heute lebendig.
Typ: Daoistisch-volksreligiöse Schutz- und Fruchtbarkeitsgöttin
Herkunft: Tai Shan, Shandong, Nordchina
Texte: Song-zeitliche Gründungslegende, Pilger- und Tempelüberlieferung
Zeitraum: Song-Zeit bis heute, lebendiger Pilgerkult
Erscheinung: thronende Matrone mit Phönixkrone
Der Kult ist seit der Song-Zeit fassbar und bis heute lebendig; zur Massengöttin Nordchinas wurde Bixia Yuanjun in Ming- und Qing-Zeit.
Der Tai Shan in Shandong und ganz Nordchina: Ableger-Tempel bestehen unter anderem in Peking und auf dem Miaofengshan.
Gut erschlossen: Der Pilgerkult ist Gegenstand fundierter Religionswissenschaft, vor allem bei Susan Naquin und Kenneth Pomeranz.
Chinesisch: Bìxiá Yuánjūn, etwa Ursprüngliche Herrin der azurblauen Morgenwolken. Volkstümlich heißt sie auch Taishan Niangniang, Herrin des Tai Shan, oder Tianxian Shengmu, Himmlische heilige Mutter.
Erscheinung
Bixia Yuanjun erscheint als thronende Matronengestalt mit einer charakteristischen Phönix- oder Vogelkrone, oft flankiert von Assistenzgöttinnen, darunter die Augenlicht-Herrin und die Kinderbringende Herrin.
Wirkung
Sie ist zuständig für Geburt, Fruchtbarkeit, den Schutz von Frauen und Kindern und für Heilung, besonders von Augenleiden; Bittgesuche gelten vor allem der Nachkommenschaft. Zuschreibungen wie das Richten der Toten überschneiden sich mit dem Ressort des Dongyue Dadi und sind teils populäre Angleichung.
Die wichtigsten Aspekte der Göttin auf einen Blick.
Daoistisch-volksreligiöse Göttin des heiligen Ostbergs Tai Shan, seit der Song-Zeit bezeugt und in Ming- und Qing-Zeit zur Massengöttin Nordchinas aufgestiegen.
Geburt, Fruchtbarkeit und den Schutz von Frauen und Kindern; dazu Heilung, besonders von Augenleiden, und die Bitte um Nachkommenschaft.
Thronende Matrone mit Phönix- oder Vogelkrone, oft flankiert von Assistenzgöttinnen wie der Augenlicht-Herrin und der Kinderbringenden Herrin.
Der Tai Shan und ganz Nordchina: Pilger tragen ihre Bitten zum Gipfeltempel, Ableger-Tempel stehen in Peking und auf dem Miaofengshan.
Großer Pilgerkult zum Bixia-Tempel auf dem Gipfelplateau mit Weihgaben, Bittzetteln, Ex-Voto und Pilgergesellschaften, besonders im Frühjahr.
Funktional der Meeresgöttin Mazu und der Kinderbescherinnen-Rolle der Guanyin analog; als Herrin des Berges steht sie neben Dongyue Dadi.
Der Name Bìxiá Yuánjūn bedeutet etwa Ursprüngliche Herrin der azurblauen Morgenwolken. Der Aufstieg zur überregionalen Kultfigur ist an das Song-Reich gebunden; die Gründungslegende verknüpft die Göttin mit einer Steinfigur, die im Jahr 1008 auf dem Berg gefunden wurde.
Zur nordchinesischen Massengöttin wurde Bixia Yuanjun in Ming- und Qing-Zeit, als der Pilgerstrom zum Tai Shan seine volle Breite erreichte. Ihr Verhältnis zu Dongyue Dadi, dem Herrn des Berges, als dessen Tochter sie oft gilt, ist populär, aber nicht einheitlich belegt.
Der Wallfahrtskult zum Tai Shan ist bis heute lebendig und Gegenstand fundierter Religionswissenschaft, vor allem bei Susan Naquin und Kenneth Pomeranz.
Religionswissenschaftlich ist Bixia Yuanjun eine wohlwollende Schutz- und Fruchtbarkeitsgöttin. Zwei Klarstellungen sind wichtig: Die populär-esoterische Deutung als Göttin der Morgendämmerung, die jeden neuen Tag bringe, ist eine Überdehnung des Namensbestandteils Wolken; im Zentrum stehen Geburt und Fruchtbarkeit, nicht ein Sonnenaufgangs-Mythos. Und die Zuordnung als Tochter des Dongyue Dadi ist gängig, aber nicht kanonisch fest.
Quellenfest ist der große Pilgerkult zum Bixia-Tempel auf dem Gipfelplateau des Tai Shan mit Weihgaben, Bittzetteln, Ex-Voto und Pilgergesellschaften, besonders im Frühjahr. Ableger-Tempel bestehen in ganz Nordchina, unter anderem in Peking und auf dem Miaofengshan. Wer die Göttin um Nachkommenschaft oder den Schutz eines Kindes bitten wollte, machte sich auf den Weg zum Berg; die Wallfahrt selbst ist die zentrale Kultform.
Funktional ist Bixia Yuanjun der Meeresgöttin Mazu und der Kinderbescherinnen-Rolle der Guanyin analog. Strukturell steht sie als Herrin des Berges neben dem Herrn des Berges, dem Dongyue Dadi, der auf dem Tai Shan das Totengericht führt.
Wer ist Bixia Yuanjun?
Die daoistische Göttin des Tai Shan und Göttin der Geburt, Fruchtbarkeit und des Schutzes von Frauen. Ihr Gipfeltempel ist Ziel eines großen Pilgerkults.
Wofür wird sie angerufen?
Vor allem um Nachkommenschaft, um den Schutz von Frauen und Kindern und um Heilung von Augenleiden.
Ist sie die Tochter des Berggottes?
Diese Zuordnung zu Dongyue Dadi ist populär, aber nicht kanonisch fest; die Quellen sind hier uneinheitlich.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Herrin des Tai Shan und Göttin der Geburt verkörpert Bixia Yuanjun die freundliche Seite des heiligen Ostbergs: Wo Dongyue Dadi über die Toten richtet, steht sie den Lebenden bei.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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