iWell Guard

Fenodyree, der flinke Mäher der Isle of Man

Der Fenodyree ist Geist der keltischen Tradition.

Der starke Helfer, den ein Kleidergeschenk für immer vertreibt.

Inhaltsverzeichnis

Fenodyree, der Hausgeist der Isle of Man
Fenodyree

Der Fenodyree ist der gutartige Hausgeist der Isle of Man, ein großer, ungeheuer starker und haariger Helfer der Bauern, der nachts Wiesen mäht, drischt und Schafe hütet. Ein Kleidergeschenk vertreibt ihn für immer.

Der früheste substanzielle Bericht ist Joseph Trains Account of the Isle of Man von 1845, gefolgt von Moore, Rhys und Sophia Morrison. Sein Beiname lautet Yn Foldyr Gastey, der flinke Mäher.

Im Überblick: Fenodyree

Typ: Haus- und Feldschutzgeist vom brownie-Typ
Herkunft: Manx-Folklore der Isle of Man
Texte: Train (1845), Morrison, Evans-Wentz
Zeitraum: Belege ab 1845
Erscheinung: groß, stark, haarig, meist nackt

Historische Einordnung

Zeitraum der Texte

Die Belege setzen mit Joseph Trains Bericht von 1845 ein; um 1900 machten Moore, Rhys und Morrison den Fenodyree zur Zentralfigur der Manx-Wiederbelebung.

Verbreitungsraum

Die Isle of Man; als Ort seines Abschieds nennt die Überlieferung das Glen Rushen.

Quellenlage

Gute Quellenlage: Train und Morrison als Hauptzeugen, ergänzt durch Evans-Wentz und die Sammler der Manx-Wiederbelebung.

Name und Varianten

Manx: Der Name wird meist von fynney, Haar, und oashyr, Strumpf, hergeleitet, als der Haarige oder der mit den haarigen Strümpfen; diese Deutung gilt jedoch als mutmaßlich. In der Manx-Bibel übersetzt das Wort Satyr.

Erscheinungsbild

Erscheinung

Der Fenodyree ist groß, stark und über und über behaart, hässlich und meist nackt, spürt aber nie die Kälte. Morrison beschreibt feurige Augen und eine Kraft, die eine eiserne Pflugschar wie Ton zerdrückt. Die Größenangaben schwanken zwischen Riese und nur zwei Fuß.

Wirkung

Der Fenodyree mäht über Nacht ganze Wiesen mit der Sense, drischt, mahlt Korn, bringt Heu ein, hütet und treibt Schafe zusammen, besonders vor Sturm, und transportiert riesige Steine, alles für eine geringe Belohnung. In einer Erzählung hält er einen Hasen für ein widerspenstiges Schaf und pfercht ihn mit unter die Herde.

Steckbrief: Fenodyree

Die wichtigsten Aspekte des Manx-Helfers auf einen Blick.

Tradition

Manx-Folklore der Isle of Man: ein einzelgängerischer Haus- und Feldschutzgeist vom brownie-Typ, ab 1845 schriftlich bezeugt.

Zuständig für

Haus und Feld: Er mäht, drischt, mahlt Korn, bringt Heu ein und treibt die Schafe vor dem Sturm zusammen.

Darstellung

Groß, stark und über und über behaart, meist nackt und unempfindlich gegen Kälte; Morrison nennt feurige Augen und gewaltige Kraft.

Wirkungsbereich

Nächtliche Feldarbeit für geringe Belohnung: ganze Wiesen in einer Nacht, dazu das Tragen riesiger Steine; sein Beiname ist der flinke Mäher.

Umgang

Keine Kleider schenken: Wie beim brownie kränkt und vertreibt ihn ein Kleidergeschenk für immer; im Übrigen genügt eine geringe Belohnung.

Pendants

Der Brownie als schottisches Gegenstück, der Gruagach der Highlands und die englische Typfigur Hob.

Von Train bis zur Manx-Wiederbelebung

Der Name Fenodyree wird meist von Manx fynney, Haar, und oashyr, Strumpf, hergeleitet, als der Haarige oder der mit den haarigen Strümpfen; diese Deutung gilt jedoch als mutmaßlich. In der Manx-Bibel übersetzt das Wort Satyr, was zeigt, wie fest die Gestalt im Sprachgebrauch der Insel verankert war.

Der früheste substanzielle Bericht ist Joseph Trains Account of the Isle of Man von 1845; ihm folgten Moore, Rhys und Sophia Morrison, die den Fenodyree um 1900 zu einer Zentralfigur der Manx-Wiederbelebung machten. Sein Beiname Yn Foldyr Gastey, der flinke Mäher, fasst zusammen, wofür ihn die Bauern schätzten: die in einer Nacht gemähte Wiese.

Rezeption und Einordnung

Der Fenodyree ist eine Zentralfigur der Manx-Wiederbelebung um 1900 bei Moore, Rhys und Morrison. Modern erscheint eine Figur namens Fenodyree in Alan Garners The Weirdstone of Brisingamen und in weiterer Fantasy; eine Manx-Folkband trägt den Namen.

Religionswissenschaftlich ist der Fenodyree ein gutartiger, einzelgängerischer Haus- und Feldschutzgeist vom brownie-Typ. Wichtige Klarstellungen: Die Ursprungslegende von der verstoßenen Fee ist ein Erzählmythos, keine sprachliche Etymologie. Als Beleg dient Train 1845, nicht Waldron 1731. Und seine Größe ist in den Quellen uneinheitlich.

Das Kleider-Tabu: Kappe für den Kopf, Mantel für den Rücken

Wie beim Brownie kränkt und vertreibt den Fenodyree ein Kleidergeschenk. Nachdem er Steine getragen hatte, legte man ihm Kleider hin; jedes Stück hebend klagte er auf Manx, Kappe für den Kopf, Mantel für den Rücken, und ging für immer ins Glen Rushen. Die Kleider gelten in seiner Klage als Krankheit oder Fluch; ob er beleidigt, gebannt oder trauernd ist, lassen die Quellen offen.

Brownies der Inseln im Vergleich

Der Fenodyree ist der manxische Brownie und teilt mit ihm das Kleider-Tabu als Abschiedsmotiv; verwandt sind der Highland-Gruagach, der irische Pooka und die Typfigur Hob und Hobgoblin. Train und Rhys verglichen ihn mit Lob Lie-by-the-Fire und Miltons lubber fiend.

Häufige Fragen zum Fenodyree

Was ist ein Fenodyree?

Der gutartige, sehr starke Hausgeist der Isle of Man vom brownie-Typ, der nachts mäht, drischt und Schafe hütet.

Was vertreibt ihn?

Ein Kleidergeschenk. Jedes Stück hebend klagt er auf Manx und geht für immer ins Glen Rushen.

Ist der Fenodyree ein Riese?

Das ist umstritten; die Quellen schwanken zwischen einem Riesen und einer Größe von nur zwei Fuß.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Train, Joseph: An Historical and Statistical Account of the Isle of Man, Band 2. Douglas 1845.
  • Morrison, Sophia: Manx Fairy Tales. London 1911.
  • Evans-Wentz, W. Y.: The Fairy-Faith in Celtic Countries. London 1911.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Der Fenodyree ist der Manx Hausgeist schlechthin: Auf der Isle of Man steht der flinke Mäher für die stille, kraftvolle Hilfe über Nacht, die endet, sobald man sie mit Kleidern bezahlen will.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

Empfohlene Schutzmittel

iWell Guard

Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.

Alle Schutzmittel im Überblick →