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Llamhigyn y Dwr und der Schrei aus dem Bergsee

Llamhigyn y Dŵr ist Dämon der walisischen Tradition.

Ein froschartiges Ungeheuer mit Flügeln reißt Angelschnüre und Vieh.

DämonKeltisch

Inhaltsverzeichnis

Llamhigyn y Dŵr, Dämon der walisischen Tradition
Llamhigyn y Dŵr

Der Llamhigyn y Dwr ist ein froschartiges Ungeheuer der walisischen Sagen: Mit Flügeln und Stachelschwanz zerreißt er Angelschnüre und zieht Schafe und angeblich Fischer in die Tiefe. Seine Überlieferung ruht fast ganz auf einer Quelle, John Rhys 1901.

Auf einen Blick: Llamhigyn y Dwr

Typ: Froschungeheuer mit Flügeln und Stachelschwanz
Herkunft: Wales, Snowdonia
Texte: Rhys, Celtic Folklore, 1901
Zeitraum: seit 1901, schmal belegt
Erscheinung: Kröte mit Fledermausflügeln statt Beinen

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Sehr schmal: Sie ruht auf einer Quelle, John Rhys 1901, nach der Erzählung des Fischers Ifan Owen.

Verbreitungsraum

Nordwales, besonders Snowdonia: Sümpfe, Teiche, Bergseen wie der Llyn Glâs.

Quellenlage

Dünn: eine einzige Gewährsquelle; Rhys war eher von der Erzählkunst des Gewährsmanns eingenommen als vom Glauben überzeugt.

Name und Varianten

Walisisch: llam heißt Sprung, dŵr Wasser: wörtlich der Springer des Wassers.

Erscheinung und Symbolik

Erscheinung

Eine Chimäre aus Kröte, Fledermausflügeln und Stachelschwanz, die übers Wasser hüpft; ihr Schrei ist markerschütternd. Wirkung: Sie reißt Angelschnüre ab und zieht Schafe und angeblich Menschen in die Tiefe.

Steckbrief: Llamhigyn y Dwr

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick.

Tradition

Walisischer Sagenkreis Snowdonias, überliefert praktisch nur bei John Rhys 1901.

Bezogen auf

Angler und Weidevieh, besonders Schafe an Sümpfen und Bergseen.

Darstellung

Krötenleib mit ledrigen Fledermausflügeln statt Beinen und langem Stachelschwanz.

Funktion

Reißt Angelschnüre, zieht Vieh und angeblich Fischer in die Tiefe.

Umgang

Gefährliche Gewässer wie den Llyn Glâs meiden, Vorsicht beim Angeln, Vieh fernhalten.

Abgrenzung

Nächste heimische Parallele: der walisische Afanc; als Wassermonster ähnelt sie dem schottischen Kelpie.

Der Fischer Ifan Owen und der Llyn Glâs

Die Überlieferung stammt fast vollständig von John Rhys 1901: Der Fischer Ifan Owen erzählt, sein Vater habe im Llyn Glâs ein krötenähnliches Ungeheuer mit Schwanz und Flügeln geangelt, das entsetzlich schrie.

Auch Schafe im Wasser soll es in die Tiefe ziehen.

Vom Anglerbericht zum Bestiarien-Motiv

Trotz schmaler Quellenbasis ist der Llamhigyn y Dwr in Bestiarien und Fantasykultur präsent, als walisischer Water Leaper; fast jede Darstellung geht auf Rhys 1901 zurück.

Er ist ein niederes Wasserungeheuer, das Sumpf und Bergsee als Gefahrenorte verkörpert.

Meiden statt Bannen

Spezifische Schutzmittel sind nicht überliefert, die Quellenlage ist zu dünn. Ableitbar: das Meiden gefährlicher Gewässer wie des Llyn Glâs. Gegen Wasserdämonen gelten allgemein Eisen, Schutzkreis und Salz.

Süßwassermonster im Vergleich

Als Wassermonster ist der Llamhigyn y Dwr dem schottischen Kelpie funktional verwandt, unterscheidet sich aber durch seine Froschgestalt vom Pferdebild. Näher steht der walisische Afanc, das bekanntere Seeungeheuer.

Häufige Fragen zum Llamhigyn y Dwr

Wie sieht der Wasserspringer aus?

Wie eine große Kröte mit Fledermausflügeln statt Beinen und Stachelschwanz.

Woher stammen fast alle Berichte?

Aus einem Buch, Celtic Folklore von John Rhys 1901. Die Quellenlage ist dünn.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Rhys, John: Celtic Folklore. Welsh and Manx. Oxford 1901.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach dem Llamhigyn y Dwr Wasserspringer sucht, findet ein walisisches Wasserungeheuer, dessen Schrei am Llyn Glâs bis heute nachhallt: froschartig, geflügelt, aus einer einzigen Quelle überliefert.

Einordnung & Schutz

IVSTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe IV zu – Schwere Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

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