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Ben Varrey und der Apfelbaum am Rand der Flut

Ben Varrey ist Geist der keltischen (manx) Tradition.

Wer sie gut behandelt, dem schenkt sie Glück und Warnung. Am Rand der Flut wächst der Apfelbaum, der in der Erzählung von Ben Varrey Glück verheißt.

Inhaltsverzeichnis

Ben Varrey, Geist der keltischen (manx) Tradition
Ben Varrey

Die Ben Varrey ist die Meerjungfrau der Isle of Man, halb Frau, halb Fisch. Ihr Name bedeutet im Manx Frau des Meeres.

Moore beschrieb sie 1891 als liebevoll und sanft, doch schrecklich im Zorn: Freundlichkeit belohnt sie mit Sturmwarnung oder Fangglück.

Auf einen Blick: Ben Varrey

Typ: Meerjungfrau, halb Frau, halb Fisch
Herkunft: Manx-Überlieferung
Texte: Moore 1891, Gill 1929
Zeitraum: dokumentiert seit 1891
Erscheinung: kämmt im Mondlicht ihr Haar

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Dokumentiert seit 1891 bei Moore, ergänzt 1929 durch Gill.

Verbreitungsraum

Isle of Man: Schauplatz von Sturmwarnung und Apfelbaum-Erzählung.

Quellenlage

Solide: die Sammlungen Moores und Gills, ergänzt durch Morrison.

Name und Varianten

Manx: Ben Varrey heißt Frau des Meeres, aus ben, Frau, und varrey, Genitiv von mooir, Meer.

Erscheinung und Wesensart

Erscheinung

Halb Frau, halb Fisch, kämmt sie im Mondlicht ihr Haar und flüchtet ins Wasser, sobald sich Menschen nähern.

Wirkung

Mit Gesang lockt sie Fischer in Gefahr, dankt Freundlichkeit aber mit Warnung oder Glück.

Steckbrief: Ben Varrey

Merkmale der Manx-Meerjungfrau auf einen Blick.

Tradition

Manx-Überlieferung, dokumentiert bei Moore 1891 und Gill 1929.

Bezogen auf

Männer und Fischer, die ihr am Ufer begegnen.

Darstellung

Halb Frau, halb Fisch, kämmt im Mondlicht ihr Haar.

Wirkungsbereich

Lockender Gesang, aber auch Sturmwarnung und Fangglück als Dank.

Umgang

Freundliche Behandlung statt Abwehrritual.

Verwandtes

Merrow und Selkie, verwandte Meerwesen.

Sturmwarnung und Apfelbaum

In der Sturmwarnung lässt ein Fischer eine gefangene Ben Varrey frei; zum Dank warnt sie ihn vor einem Sturm. In der Apfelbaum-Erzählung pflanzt ein Fischer ihr einen Baum am Ufer und erhält Fanggeheimnisse.

Belegt bei Moore (1891) und Gill (1929).

Insulare Identität und Gegenseitigkeit

Die Ben Varrey ist Teil der Manx-Identität, nacherzählt bei Morrison und Killip.

Religionswissenschaftlich ein ambivalentes Meerwesen: Ihre Güte spiegelt die Gegenseitigkeitsethik der Küstengemeinschaften.

Reziprozität statt Bannspruch

Wer sie höflich behandelt oder freilässt, wird belohnt, wer sie kränkt, riskiert ihren Zorn. Rituale sind dünn belegt; sie setzt auf Gegenseitigkeit statt Bannspruch. Schutz galten Amulett, Salz und Glocken.

Meerjungfrauen der Inseln im Vergleich

Die Ben Varrey gehört zum Typus der Meerjungfrau, wie die bretonische Marie Morgane. Näher verwandt ist ihr die irische Merrow und die Selkie.

Häufige Fragen zur Ben Varrey

Ist die Ben Varrey gut oder böse?

Beides: Sie lockt mit Gesang in Gefahr, belohnt Freundlichkeit aber mit Warnung und Glück.

Was bedeutet der Name?

Frau des Meeres auf Manx; ihr Gegenstück ist der Dooinney-varrey.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Moore, Arthur William: The Folk-Lore of the Isle of Man. London 1891.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer die Ben Varrey Meerjungfrau sucht, findet eine Manx Meerjungfrau von zwiespältigem Wesen: Sie lockt Fischer, dankt Freundlichkeit aber mit Sturmwarnung und Fangglück.

Einordnung & Schutz

IIISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe III zu – Belastende Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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