Apaosha ist Dämon der persischen Tradition.
Der Dürredämon, der den Regen am Meer Vourukascha zurückhält. Der Steckbrief beschreibt Apaosha als schwarze Pferdegestalt, die den Regen zurückhält.
Apaosha ist der zoroastrische Dämon der Dürre und Trockenheit, der Gegner des Regensterns Tishtrya. In der mythischen Regenschlacht am Meer Vourukascha kämpfen beide um den Regen, den Apaosha zurückzuhalten sucht.
Die zentrale Quelle ist der Tishtar-Yascht, Yascht 8, im Jungavesta, ergänzt in der Pahlavi-Literatur. Im Regenkampf erscheint Apaosha als hässliches schwarzes Pferd, sein Gegner Tishtrya, der Stern Sirius, als prächtiges weißes Pferd.
Typ: Dämon der Dürre und Unfruchtbarkeit
Herkunft: Zoroastrische Tradition des iranischen Raums
Texte: Tishtar-Yascht (Yascht 8) im Jungavesta, Pahlavi-Literatur
Zeitraum: Jungavesta bis Pahlavi-Zeit
Erscheinung: hässliches schwarzes Pferd mit schwarzen Ohren und schwarzem Schweif
Zoroastrisch, Jungavesta: Die zentrale Quelle ist der Tishtar-Yascht, Yascht 8, ergänzt in der Pahlavi-Literatur.
Der iranische Raum, dessen Felder und Wasser Apaosha mit Dürre und Unfruchtbarkeit bedroht.
Gut dokumentiert: der Tishtar-Yascht, das Bundahischn der Pahlavi-Überlieferung und die Encyclopaedia Iranica.
Avestisch: Apaosha, mittelpersisch Aposch. Die heute maßgebliche Deutung liest a-pausha, nicht gedeihend oder unfruchtbar; allein diese Etymologie gilt als tragfähig.
Erscheinung
Im Regenkampf am mythischen Meer Vourukascha erscheint Apaosha als hässliches schwarzes Pferd mit schwarzen Ohren und schwarzem Schweif. Sein Gegner Tishtrya, der Stern Sirius, tritt ihm als prächtiges weißes Pferd mit goldenen Ohren und goldenem Schweif entgegen.
Wirkung
Apaosha bringt Dürre und Unfruchtbarkeit. Im Ablauf des Mythos steigt Tishtrya als weißes Pferd zum Meer herab, doch Apaosha besiegt ihn zunächst und treibt ihn fort, weil Tishtrya zu wenig verehrt wurde. Tishtrya betet um mehr Verehrung, Ahura Mazda selbst bringt ihm ein Opfer dar und stärkt ihn, und gestärkt schlägt Tishtrya Apaosha zurück, sodass der Regen fließt.
Die wichtigsten Aspekte des Dürredämons auf einen Blick.
Dämon des Jungavesta und Gegenspieler des Regensterns Tishtrya; sein Mythos steht im Tishtar-Yascht, Yascht 8.
Felder und Wasser: Apaosha bringt Dürre und Unfruchtbarkeit, indem er den Regen zurückzuhalten sucht.
Hässliches schwarzes Pferd mit schwarzen Ohren und schwarzem Schweif, das Gegenbild zum weißen Pferd Tishtryas mit goldenen Ohren.
Der mythische Widerpart im Regenkampf am Meer Vourukascha: Solange Apaosha siegt, bleibt der Regen aus.
Rituelle Anrufung und Opfer für Tishtrya; ihm helfen Vata, der Wind, und das Chwarenah, der göttliche Glücksglanz.
Der indische Vritra, der die Wasser zurückhält und von Indra erschlagen wird; die Parallele ist motivisch, nicht etymologisch gesichert.
Avestisch heißt der Dämon Apaosha, mittelpersisch Aposch; die heute maßgebliche Deutung liest a-pausha, nicht gedeihend oder unfruchtbar. Die zentrale Quelle ist der Tishtar-Yascht, Yascht 8, im Jungavesta, ergänzt in der Pahlavi-Literatur.
Der Mythos erzählt die Regenschlacht in klarer Folge: Tishtrya steigt als weißes Pferd zum Meer Vourukascha herab, doch Apaosha besiegt ihn zunächst und treibt ihn fort, weil Tishtrya zu wenig verehrt wurde. Tishtrya betet um mehr Verehrung, Ahura Mazda selbst bringt ihm ein Opfer dar, und gestärkt schlägt Tishtrya den Dürredämon zurück, sodass der Regen fließt. Die Pointe des Mythos: Der Gott siegt nur, weil ihm geopfert wird.
Apaosha erscheint heute vor allem in Fantasy- und Spielkontexten sowie in Mythologie-Übersichten, meist als Anhängsel der Tishtrya-Geschichte.
Religionswissenschaftlich ist Apaosha der Dämon der Dürre. Drei Klarstellungen: Die Primärquellen sagen entstellt und schwarz, nicht kahl oder räudig. Die spätzoroastrische Gleichsetzung mit dem Planeten Merkur ist nicht avestisch. Und tragfähig ist allein die Etymologie nicht gedeihend.
Der Schutz vor Apaosha liegt in der rituellen Anrufung und im Opfer für Tishtrya. Helfer Tishtryas sind Vata, der Wind, und das Chwarenah, der göttliche Glücksglanz; die Pahlavi-Version nennt zusätzlich die Fravaschis der Gläubigen. Der Mythos selbst begründet diese Praxis: Tishtrya unterliegt zunächst, weil er zu wenig verehrt wurde, und siegt erst, nachdem Ahura Mazda ihm ein Opfer dargebracht hat.
Apaosha wird häufig mit dem indischen Vritra verglichen, dem Drachen, der die Wasser zurückhält und von Indra erschlagen wird; diese Parallele ist motivisch, nicht etymologisch gesichert. Innerhalb der persischen Tradition steht er neben der Dämonenklasse der Div, dem Zorndämon Aeshma und der Pairika, die in ihrer frühen Gestalt ebenfalls den Regen verhindert.
Wer ist Apaosha?
Der zoroastrische Dämon der Dürre, Gegner des Regensterns Tishtrya. Er sucht den Regen zurückzuhalten und bringt Feldern und Wassern Unfruchtbarkeit.
Wie sieht Apaosha aus?
Als hässliches schwarzes Pferd mit schwarzen Ohren und schwarzem Schweif, im Kampf gegen das weiße Pferd Tishtryas mit goldenen Ohren und goldenem Schweif.
Wie wird er besiegt?
Erst nachdem Ahura Mazda dem Tishtrya ein Opfer darbringt und ihn stärkt, schlägt dieser Apaosha zurück, sodass der Regen fließt.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als zoroastrischer Dürredämon, der als schwarzes Pferd gegen den Regenstern antritt, verkörpert Apaosha eine Grunderfahrung des iranischen Raums: Ohne Regen kein Gedeihen, und ohne Opfer kein Regen.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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