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Nixe, die Wasserfrau mit dem nassen Saum

Nixe ist Geist der germanischen/nordischen Tradition.

Sie tanzt mit Menschen und zieht Badende in die Tiefe. Die Nixe gilt als bekannter Wassergeist deutscher Flüsse und Seen.

Inhaltsverzeichnis

Nixe, Geist der germanischen/nordischen Tradition
Nixe

Der Wassergeist Nixe bewohnt Flüsse, Seen und Mühlteiche, die weibliche Gegengestalt des Nix: Sie tanzt, warnt vor Unwetter, zieht Badende aber auch in die Tiefe.

Erkennbar am nassen Rocksaum; zur festen Stunde muss sie zurück ins Wasser.

Im Überblick: Nixe

Typ: weiblicher Wassergeist der Gewässer
Herkunft: gemeingermanische nykr-Wortfamilie
Texte: althochdeutsche Glossen, Grimms Sagen
Zeitraum: 10. bis 19. Jh.
Erscheinung: schöne Frau, nasser Kleidersaum

Textgeschichte

Zeitraum der Texte

Erste Belege reichen ins späte 10. Jahrhundert; ihre Gestalt gewinnt die Nixe in den Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts.

Verbreitungsraum

Verbreitet im deutschsprachigen Raum, mit verwandten Gestalten in Skandinavien und England.

Quellenlage

Gut: das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens und die Sammlungen der Brüder Grimm.

Name und Varianten

Sprache: Althochdeutsch nihhus meinte ein Wasserungeheuer, verwandt mit altenglisch nicor und altnordisch nykr; daraus die weibliche Form Nixe.

Erscheinung

Erscheinung

Jung, schön, grünlich schimmerndes Haar, Rocksaum stets nass. Den Fischschwanz kannte die Sagen-Nixe noch nicht.

Wirkung

Sie warnt vor Unwetter, zieht aber auch Badende hinab; das Gewässer fordert bisweilen ein Opfer.

Steckbrief: Nixe

Die wichtigsten Aspekte der Wasserfrau auf einen Blick.

Kulturkontext

Deutsche Sagentradition, verwandt mit Näcken und weiteren nordischen Wasserwesen.

Bezogen auf

Badende, Fischer, Müller und Tanzgesellschaften an Flüssen und Seen.

Darstellung

Schöne Frau, nasser Saum, kühle Hand, ursprünglich ohne Fischschwanz.

Funktion

Warnerin und Tänzerin, aber auch Todesgefahr am Wasser.

Umgang

Meidungsregeln, Kreuzzeichen, Glockengeläut und Respekt vor Warnungen.

Verwandtes

Näcken und Havmand aus derselben nordisch-germanischen Wortfamilie.

Glosse und Grimm-Sage

Althochdeutsch nihhus meinte ein Wasserungeheuer, verwandt mit altenglisch nicor und altnordisch nykr.

Ihre Gestalt gewinnt die Nixe in Grimms Sagensammlungen, etwa in der Nixe im Teich: nasser Saum, Rückkehrpflicht. Der Nix dagegen musiziert und holt Ertrinkende.

Vom Glauben zum Kunstbild

Fouqués Undine und Heines Loreley-Gedicht prägten das romantische Bild der Wasserfrau.

Die Nixe gehört zu den Ortsgeistern der Gewässer; dahinter dürfte vorchristliche Quellverehrung stehen, die später zur Dämonin herabgestuft wurde.

Meidungsregeln

Überliefert sind Meidungsregeln: nicht mittags oder nachts baden, das Wasser meiden, wenn es laut Sage sein Opfer fordert. Dazu Kreuzzeichen und Weihwasser vor dem Baden, ein Amulett und Salz an der Schwelle.

Verwandte Wasserfrauen

Der Loreley und der Undine ist die Nixe eng verwandt. Der männliche Nix bleibt die nächste, gegensätzliche Parallele.

Häufige Fragen zur Nixe

Worin unterscheiden sich Nixe und Nix?

Die Nixe ist weiblich, der Nix männlich: Sie tanzt und warnt, er musiziert und holt Ertrinkende.

Woran erkennt man eine Nixe?

Am nassen Rocksaum und der Eile, sobald ihre Rückkehrstunde naht.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Zentrale Quelle:

  • Grimm, Jacob und Wilhelm: Kinder- und Hausmärchen. 1812–1857.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als Wassergeist Nixe bekannt, lebt die Nixe Sage vom nassen Rocksaum bis heute fort, eine Geschichte von Anziehung und Gefahr zugleich.

Einordnung & Schutz

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