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Ceffyl Dŵr und das Schweigegebot für seine Reiter

Ceffyl Dwr ist Dämon der keltischen (walisischen) Tradition.

In Nordwales tödlich, in Südwales oft hilfreich und warnend. Ein Schweigegebot für seine Reiter prägt die Erzählungen um Ceffyl Dŵr in der walisischen Tradition. Das Ceffyl Dŵr ist das Wasserpferd der walisischen Sagen, dessen Auftreten an Gewässern der weitere Text schildert.

DämonKeltisch

Inhaltsverzeichnis

Ceffyl Dŵr, Dämon der keltischen (walisischen) Tradition
Ceffyl Dŵr

Der Ceffyl Dŵr ist das Wasserpferd der walisischen Bergwelt: Er lockt müde Reisende, trägt sie in die Luft und lässt sie fallen oder zieht sie ins Wasser.

Regional gespalten: In Nordwales düster, in Südwales oft ein leuchtendes Pferd, das warnt und sicher führt.

Im Überblick: Ceffyl Dŵr

Typ: Wasserpferd
Herkunft: walisischer Sagenkreis
Texte: Owen 1887, Trevelyan 1909
Zeitraum: seit dem späten 19. Jh.
Erscheinung: graues oder schwarzes Pferd mit weißer Mähne

Überlieferungskontext

Zeitraum der Texte

Schriftlich seit dem späten 19. Jh. bei Owen und Trevelyan.

Verbreitungsraum

Wales: Bergseen, Wasserfälle und Küsten, regional unterschiedlich.

Quellenlage

Mittel: regionale Sammlungen, vor allem Owen 1887 und Trevelyan 1909.

Name und Varianten

Walisisch: Ceffyl Dŵr setzt sich aus ceffyl, Pferd, und dŵr, Wasser, zusammen. Anders als der schottische Kelpie ist er regional gespalten überliefert.

Gestalt und Verwandlung

Erscheinung

Meist ein graues oder schwarzes Pferd mit weißer Mähne, an der Küste mit verkehrten Hufen.

Wirkung

Er verlockt müde Wanderer, steigt in die Luft und löst sich in Nebel auf oder zerrt sie ins Wasser. In Südwales warnt er vor Überschwemmung.

Steckbrief: Ceffyl Dŵr

Merkmale des walisischen Wasserpferds auf einen Blick.

Tradition

Walisischer Sagenkreis, gesammelt von Owen 1887 und Trevelyan 1909.

Wirkungsgegenstand

Müde Reisende an Wasserfällen und Bergseen bei Gewitter.

Darstellung

Graues oder schwarzes Pferd mit weißer Mähne, verkehrte Hufen.

Wirkungsbereich

Absturz oder Sog im Norden, Warnung und Führung im Süden.

Abwehrformen

Nicht aufsteigen, einsame Pferde meiden, im Sattel schweigen.

Abgrenzung

Kelpie und Each-uisge, engste Verwandte.

Der Pfarrer, der Küster und das Schweigegebot

Bekannt ist die Sage vom Honddu: Es trägt einen müden Mann bis an die Towy bei Carmarthen und bringt ihn zerschunden zurück.

Geistliche reiten ihn gefahrlos: In der Sage von Pfarrer und Küster wirft das Pferd den lobenden Küster ab, trägt den schweigenden Pfarrer aber sicher heim.

Wasserlegende neben dem Afanc

Der Ceffyl Dŵr ist Teil der walisischen Folklore neben dem Afanc und lebt in Fantasy-Bestiarien neben dem Kelpie fort.

Religionswissenschaftlich Wassergefahr und Warngestalt zugleich: Die Immunität der Geistlichen macht ihn zur moralischen Prüfung.

Schweigen und Meiden statt Zaumzeug

Die Grundregel: nicht aufsteigen, einsame Pferde meiden, im Sattel schweigen. Ein Eisenmotiv gehört anders als beim Kelpie nicht zur walisischen Kernüberlieferung. Schutzmittel sind Talisman, Glocken und Eisen.

Wasserpferde der keltischen Welt

Der Ceffyl Dŵr gehört zum Typ des Wasserpferds: Sein Gegenstück ist der schottische Kelpie, dazu das gefährlichere Each-uisge. Vom Afanc unterscheidet ihn die Pferdegestalt.

Häufige Fragen zum Ceffyl Dŵr

Was ist der Ceffyl Dŵr?

Ein walisisches Wasserpferd, das müde Reisende verlockt und dann fallen lässt oder ins Wasser zieht.

Ist er immer böse?

Nein: In Nordwales bösartig, in Südwales oft harmlos bis hilfreich.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Owen, Elias: Welsh Folk-Lore. Oswestry 1887.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach dem Ceffyl Dwr Wasserpferd sucht, findet ein walisisches Wasserpferd: verlockend für Reisende, in Nordwales tödlich, in Südwales oft ein warnender Helfer.

Einordnung & Schutz

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Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe III zu – Belastende Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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