Maria Makiling ist Geist der philippinischen Tradition.
Die Diwata, die den Mount Makiling und seine Wesen schützt. Die Überlieferung feiert sie als Hüterin des Berges von Laguna.
Maria Makiling, auch Mariang Makiling, vorkolonial Dian Masalanta, ist eine Diwata, ein Berggeist des Mount Makiling in Laguna auf der Insel Luzon. Als schöne Beschützerin des Berges hilft sie Armen und Rechtschaffenen und straft Jäger und Zerstörer, die dem Berg schaden.
Sie ist die bekannteste Diwata der philippinischen Mythologie; die klassische schriftliche Fassung stammt von José Rizal aus dem Jahr 1890. Ein zentraler Erzählstrang berichtet, dass sie sich von den Menschen zurückzieht, weil diese sie durch Gier oder Untreue enttäuschen.
Typ: Diwata, Berggeist und Beschützerin des Mount Makiling
Herkunft: Tagalog-Folklore, vorkolonial als Dian Masalanta
Texte: mündliche Überlieferung, klassisch bei Rizal 1890
Zeitraum: vorkoloniale Zeit bis in die Gegenwart
Erscheinung: schöne junge Frau mit langem Haar, oft in Weiß
Tagalog-Folklore mit vorkolonialen Wurzeln; die klassische schriftliche Fassung ist José Rizals Mariang Makiling von 1890.
Der Mount Makiling in der Provinz Laguna auf Luzon; die Erzähltradition ist unter Anwohnern und Bergsteigern bis heute lebendig.
Gut belegt: Rizals literarische Fassung sowie die folkloristischen Sammlungen von Eugenio und Ramos.
Tagalog: Mariang Makiling, die spanisch-tagalische Verkürzung von Maria ng Makiling, Maria vom Makiling; der Berg Makiling, geneigt, ähnelt im Profil einer liegenden Frau. Vorkoloniale Namen sind Dayang Masalanta und Dian Masalanta, mit dayang, Prinzessin oder edle Herrin; das christliche Maria ist späterer, kolonialer Synkretismus.
Erscheinung
Maria Makiling ist eine sehr schöne junge Frau oder Fee mit langem Haar, oft in Weiß, halb Nymphe, halb Sylphe. Sie erscheint Menschen im Wald und verschwindet plötzlich.
Wirkung
Sie ist Beschützerin des Berges, seiner Tiere und Pflanzen; sie hilft armen und rechtschaffenen Menschen und schenkt Ingwer oder Gold, das sich verwandelt, und straft Jäger und Zerstörer, die dem Berg schaden. Als vorkoloniale Dian Masalanta wurde sie angerufen, um Fluten, Stürme und Erdbeben abzuwenden.
Die wichtigsten Aspekte der Diwata auf einen Blick.
Bekannteste Diwata der philippinischen Mythologie, vorkolonial als Gottheit Dian Masalanta verehrt, später christlich überformt.
Den Mount Makiling mit seinen Tieren und Pflanzen sowie arme und rechtschaffene Menschen, denen sie hilft.
Schöne junge Frau oder Fee mit langem Haar, oft in Weiß; sie erscheint im Wald und verschwindet plötzlich.
Beschützerin des Berges: Sie schenkt Ingwer oder Gold, das sich verwandelt, und straft Jäger und Zerstörer, die dem Berg schaden.
Vorkolonial als Gottheit angerufen; heute kein organisierter Kult, aber eine lebendige Respekttradition unter Bergsteigern und Anwohnern.
Maria Sinukuan am Mount Arayat und Maria Cacao auf Cebu; weiter gefasst andere Herrin-des-Waldes-Gestalten.
Mariang Makiling ist die spanisch-tagalische Verkürzung von Maria ng Makiling, Maria vom Makiling; der Berg Makiling, geneigt, ähnelt im Profil einer liegenden Frau. Vorkolonial hieß die Gestalt Dayang Masalanta oder Dian Masalanta, mit dayang, Prinzessin oder edle Herrin; das christliche Maria ist späterer, kolonialer Synkretismus.
Als Diwata ist sie die bekannteste der philippinischen Mythologie. Die klassische schriftliche Fassung ist José Rizals Mariang Makiling von 1890, die die Gestalt zum nationalen Literaturmotiv machte.
Rizals Fassung machte Maria Makiling zum nationalen Literaturmotiv; ein zentraler Erzählstrang ist, dass sie sich von den Menschen zurückzieht, weil diese sie durch Gier oder Untreue enttäuschen. Sie ist Namensgeberin von Institutionen, unter anderem liegt die Universität UP Los Baños am Makiling, und stark in moderner Popkultur, Comics und Film präsent.
Religionswissenschaftlich ist sie gut belegt, doch machen ihre christliche Umformung und die Vielzahl regionaler Varianten die eine Urfassung unsicher. Wichtige Klarstellungen: Maria ist kein ursprünglicher Name, sondern koloniale Christianisierung der Dayang Masalanta; sie ist eine Diwata, ein Geist, keine Heilige; und Rizals literarische Fassung ist Rezeption, nicht die authentische mündliche Urform.
Vorkolonial wurde Maria Makiling als Gottheit verehrt und als Dian Masalanta angerufen, um Fluten, Stürme und Erdbeben abzuwenden. Heute besteht kein organisierter Kult, wohl aber eine lebendige Erzähl- und Respekttradition unter Bergsteigern und Anwohnern des Makiling. Historische Opfer- und Ritualformen für die Diwata sind nur allgemein, nicht detailliert gesichert.
Maria Makiling verkörpert den Typus der Berg-Nymphe, des Schutzgeistes eines einzelnen Berges. Innerhalb der Philippinen stehen ihr Maria Sinukuan am Mount Arayat und Maria Cacao auf Cebu zur Seite. Weiter gefasst ist sie anderen Herrin-des-Waldes-Gestalten vergleichbar; als verwandte Berggestalt einer anderen Überlieferung lässt sich die albanische Zana danebenstellen.
Wer ist Maria Makiling?
Die Diwata und Beschützerin des Mount Makiling auf Luzon, die bekannteste Diwata der philippinischen Mythologie.
War Maria ihr ursprünglicher Name?
Nein. Vorkolonial hieß sie Dayang oder Dian Masalanta; Maria ist koloniale Christianisierung.
Warum zieht sie sich zurück?
Weil die Menschen sie durch Gier oder Untreue enttäuschen, ein zentraler Erzählstrang bei Rizal.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Diwata des Mount Makiling ist Maria Makiling der wohl bekannteste Berggeist der Philippinen: eine Beschützerin, deren Rückzug vor der Gier der Menschen mehr über diese erzählt als über sie selbst.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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