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Ipupiara, der haarige Schrecken der Kolonialchroniken

Ipupiara ist Dämon der brasilianischen Überlieferung.

Ein bestialisches Wasserwesen, das Boote kippt und tötet. Die Überlieferung beschreibt das haarige Wasserwesen, das in den Kolonialchroniken Brasiliens Boote kippt und tötet. Der Titel verortet Ipupiara als Wasserdämon der Tupí-Überlieferung.

DämonBrasilien

Inhaltsverzeichnis

Ipupiara, Dämon der brasilianischen Überlieferung
Ipupiara

Der Ipupiara ist ein männliches, monströses Wasserwesen der Kolonialchroniken, Vorläufer der Iara: behaart, hundeköpfig, tötet Menschen am Wasser mit roher Gewalt.

Hauptbeleg: Gândavo 1576, Bericht über eine Tötung 1564 in São Vicente.

Auf einen Blick: Ipupiara

Typ: monströses Wasserwesen, Vorläufer der Iara
Herkunft: Tupí-Küste Brasiliens
Texte: Anchieta 1560, Gândavo 1576
Zeitraum: 16. Jh.
Erscheinung: behaart, hundeköpfig

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

16. Jahrhundert: früheste Erwähnung um 1560, Hauptbeleg Gândavo 1576.

Verbreitungsraum

Küste der Capitania São Vicente, später Brasiliens gesamte Küste.

Quellenlage

Schmal: Gândavos Chronik von 1576 und Câmara Cascudos spätere Systematisierung.

Name und Varianten

Alt-Tupí: y Wasser, pupe innen: Ipupiara heißt das im Wasser Wohnende, laut Gândavo Wasserdämon.

Erscheinungsbild

Erscheinung

Behaart, mit hundeartigem Kopf, Brüsten und Fischschwanz, eher seelöwen- als fischartig.

Wirkung

Ein Gewalträuber: Er kippt Boote und verzehrt Weichteile der Opfer, anders als die spätere Iara.

Steckbrief: Ipupiara

Die wichtigsten Aspekte des Wasserdämons auf einen Blick.

Kulturkontext

Einer der ältesten Mythen der Tupí-Kolonialzeit Brasiliens.

Bezogen auf

Fischer und Menschen am Wasser der Küste.

Darstellung

Behaart, hundeköpfig, mit Fischschwanz, seelöwenartig.

Wirkungsbereich

Reine Todesgefahr: Boote kentern, Opfer werden getötet.

Umgang

Keine Ritualabwehr, nur Gegenwehr mit Gewalt.

Verwandtes

Vorläufer der Iara, verwandt mit Boto Encantado und Yacuruna.

Der Wasserdämon vor der Iara

Der Name stammt aus dem Alt-Tupí und bedeutet das im Wasser Wohnende; Gândavo übersetzte ihn 1576 als Wasserdämon.

Zur weiblichen Iara wandelte sich die Figur erst über die Kolonialjahrhunderte.

Lokale Ehrung und Stellung im Mythenkanon

In São Vicente gilt der Ipupiara als einer der ältesten Mythen Brasiliens, Wurzel der Iara.

Gândavos Wasserdämon bleibt ein tödliches Grenzwesen ohne wohlwollende Züge.

Gegenwehr statt Ritual

Die Kolonialchroniken berichten von Abwehr durch Gewalt; eine Schutzpraxis ist für den Ipupiara nicht überliefert.

Schutzmittel: Salz, Schutzkreis, Amulett.

Vorläufer, nicht Verwandter

Der Ipupiara ist Vorläufer der Iara; die afrikanischen Mami Wata und Yemoja flossen später ein.

Er zählt zur Familie des Boto Encantado und der Yacuruna Perus.

Häufige Fragen zum Ipupiara

Ist der Ipupiara dasselbe wie die Iara?

Nein, sein Vorläufer: Das Monster ging der Iara voraus.

Gibt es einen historischen Bericht?

Ja, Gândavo schildert 1564 eine Tötung in São Vicente.

Weiterführende Verlinkungen

Interne Links:

Literatur (Auswahl)

Zentrale Quelle:

  • Magalhães Gândavo, Pero de: Historia da Província de Santa Cruz. Lissabon 1576.

Mehr im Literaturverzeichnis.

Ipupiara Tupi: So nennt die Kolonialüberlieferung den ursprünglichen Wasserdämon Brasiliens, ein tödliches Ungeheuer, dessen Schrecken erst die spätere Iara möglich machte.

Einordnung & Schutz

VSTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe V zu – Tiefgreifende Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

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