Eopsin ist Gott der koreanischen Tradition.
Der Wohlstandsgott, der als Hausschlange den Vorrat hütet. Als Vorratsgott Koreas hütet Eopsin in Schlangengestalt den Wohlstand des Hauses.
Eopsin ist der koreanische Vorrats- und Wohlstandsgott, einer der Hausgötter, der Gasin. Anders als die übrigen Gasin verkörpert er sich in einem Tier, am häufigsten in einer Schlange, und hütet Vorrat und Vermögen des Haushalts.
Der Volksglaube band den Reichtum eines Hauses direkt an ihn: Nur wer Eopsin verehrte, konnte reich werden, und verließ das Tier das Haus, folgte Verarmung. Deshalb wurden diese Tiere niemals getötet oder vertrieben. Praktiziert wurde der Kult im ländlichen, vorindustriell-agrarischen Korea bis ins 20. Jahrhundert.
Typ: Vorrats- und Wohlstandsgott in Tiergestalt, einer der Gasin
Herkunft: Koreanischer Schamanismus und Volksglaube, der Muism
Texte: Koreanische Volkskunde, Encyclopedia of Korean Folk Beliefs
Zeitraum: vorindustriell, ländlich bis ins 20. Jahrhundert praktiziert
Erscheinung: meist Schlange, auch Wiesel oder Kröte
Vorindustrieller koreanischer Volksglaube; das agrarische Gasin-System wurde im ländlichen Korea bis ins 20. Jahrhundert praktiziert.
Korea, vor allem der ländliche Raum; auf Jeju entspricht Eopsin die Reichtumsgöttin Chilseong.
Gut dokumentiert durch die koreanische Volkskunde, allen voran die Encyclopedia of Korean Folk Beliefs.
Koreanisch: Der Name verbindet eop, Erwerb oder Vermögen, mit sin, Gott: der Gott des Vermögens. In der volksreligiösen Funktion ist Erwerb die tragende Bedeutung, auch wenn das Schriftzeichen zugleich Karma heißen kann.
Erscheinung
Eopsin nimmt anders als die übrigen Gasin eine Tiergestalt an: am häufigsten eine Schlange, das eop-gureongi, ideal eine schwarze Schlange mit Ohren, daneben ein Wiesel oder eine Kröte, selten Rind, Schwein, Hahn oder Hund, auch ein Mensch. Meist bleibt er unsichtbar.
Wirkung
Eopsin ist der Gott des Vorrats, Reichtums und Glücks; er hütet Getreide und Vermögen vor Nagern, Fäulnis und Diebstahl. Nur wer ihn verehrte, konnte reich werden. Verlässt das Tier das Haus, folgt Verarmung; deshalb wurden diese Tiere niemals getötet oder vertrieben.
Die wichtigsten Aspekte des Vorratsgottes auf einen Blick.
Teil der Gasin im Muism, dem koreanischen Schamanismus und Volksglauben, neben Seongju, Jowang und anderen Hausgöttern.
Vorrat und Vermögen: Eopsin hütet das Getreide vor Nagern, Fäulnis und Diebstahl und bindet den Reichtum an das Haus.
Meist eine Schlange, das eop-gureongi, ideal schwarz und mit Ohren; daneben Wiesel oder Kröte, selten andere Tiere. Meist bleibt er unsichtbar.
Gott des Vorrats, Reichtums und Glücks; sein Bleiben bedeutet Wohlstand, sein Weggang Verarmung des Haushalts.
Verehrung im Vorratsbereich, oft an der Jangdok-dae, der Krug-Terrasse im Hinterhof; Opfer zu Festen und nach der Ernte.
Der Name verbindet eop, Erwerb oder Vermögen, mit sin, Gott: der Gott des Vermögens. In der volksreligiösen Funktion ist Erwerb die tragende Bedeutung, auch wenn das Schriftzeichen zugleich Karma heißen kann. Eopsin gehört zum koreanischen Schamanismus und Volksglauben, dem Muism, und ist Teil der Gasin, neben Seongju, Jowang und anderen.
Das System ist vorindustriell-agrarisch und wurde im ländlichen Korea bis ins 20. Jahrhundert praktiziert. In dieser bäuerlichen Welt war der Vorrat das Vermögen, und seine Hüterin war die Hausschlange: das eop-gureongi, ideal eine schwarze Schlange mit Ohren, deren Bleiben Reichtum und deren Weggang Verarmung bedeutete.
Eine lebendige Praxis ist Eopsin kaum noch; er ist vor allem in der Volkskunde, der Museumspädagogik und der populären Mythologie-Rezeption präsent, dort meist verkürzt als Reichtumsgöttin in Schlangengestalt.
Religionswissenschaftlich ist Eopsin ein wohlwollender Vorrats- und Wohlstandsgott. Wichtige Klarstellungen: Das im Englischen feste weibliche Geschlecht ist Konvention, denn die Gasin sind oft geschlechtlich unbestimmt. Er ist primär Figur eines rituellen Haushaltsglaubens, nicht eines ausgebauten Mythos. Und der Kult war stark regional variabel.
Verehrt wurde Eopsin im Vorratsbereich, oft an der Jangdok-dae, der Krug-Terrasse im Hinterhof, mancherorts in einem eigenen Eop-Krug mit Reis unter einem Strohschirm. Opfer wurden zu Festen und nach der Ernte dargebracht. Das strengste Gebot des Kultes war ein Unterlassen: Die Tiere, in denen sich Eopsin verkörpert, wurden niemals getötet oder vertrieben, denn ihr Weggang galt als Verarmung des Hauses. Auf Jeju entspricht ihm die Reichtumsgöttin Chilseong.
Was ist Eopsin?
Der koreanische Vorrats- und Wohlstandsgott, einer der Hausgötter, der Gasin. Er verkörpert sich meist in einer Schlange und hütet Getreide und Vermögen des Haushalts.
Warum tötete man die Hausschlange nicht?
Weil ihr Weggang als Verarmung des Haushalts galt. Die Tiere, in denen sich Eopsin verkörpert, wurden deshalb niemals getötet oder vertrieben.
Wo wurde Eopsin verehrt?
Im Vorratsbereich, oft an der Jangdok-dae, der Krug-Terrasse im Hinterhof, mancherorts in einem eigenen Eop-Krug mit Reis unter einem Strohschirm.
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als koreanischer Hausgott und Wohlstandsgott zeigt Eopsin, wie eng Glaube und Vorratswirtschaft verflochten waren: Der Reichtum eines Hauses hatte eine Gestalt, und wer sie duldete und ehrte, hielt das Glück im Haus.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Im Schutz-Kompass vergleichen →Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
Verwandte Wesen

Gashadokuro, das japanische Riesenskelett aus den Knochen Verhungerter. Herkunft als moderne Lege...

Surtr, der nordische Feuerriese aus Muspellsheim. Herkunft, sein Flammenschwert beim Ragnarök und...

Charybdis, das Strudel-Ungeheuer der Odyssee: Herkunft, Skylla-Paarung, Straße von Messina, überl...

Vajrapani, Bodhisattva der Kraft und Donnerkeil-Wächter. Tantrische Visualisierung, Schutz vor Bö...

Zeus: Herkunft, Donnerkeil, Adler, Eiche, Olympia, Dodona sowie seine Parallelen in Indien, Rom u...

Poludnica, die Mittagsfrau der slawischen Überlieferung. Herkunft, die Erscheinung in der Mittags...