Joan the Wad ist Geist der englischen Volksüberlieferung.
Die Pixie-Königin, deren Fackel eher Glück als Unheil bringt. Als Glückslicht steht Joan the Wad für die freundliche Seite der Pixie-Welt Cornwalls.
Joan the Wad ist das Irrlicht Cornwalls und gilt als Königin der Pixies, mit Jack o‘ the Lantern als König an ihrer Seite. Ihr Name bedeutet Joan mit der Fackel; besonders verbunden ist sie mit dem Dorf Polperro.
Anders als bei den meisten Irrlichtern wird bei ihr der Glücks- und Schutzaspekt betont, während der irreführende Zug zurücktritt. Gesammelt wurde die Überlieferung im 19. und 20. Jahrhundert in Cornwall und teils in Devon.
Typ: Wohlwollendes Irrlicht und Glücksbringerin, Königin der Pixies
Herkunft: Kornischer Volksglaube
Texte: Folkloreliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts
Zeitraum: im 19. und 20. Jahrhundert gesammelt
Erscheinung: kleines Feenwesen, wahrgenommen als Fackellicht
Die Überlieferung wurde im 19. und 20. Jahrhundert gesammelt; sie gehört zum kornischen Volksglauben und seiner Folkloreliteratur.
Cornwall, besonders das Dorf Polperro, dazu teils Devon: der äußerste Südwesten Englands.
Mäßig: Die Belege stammen aus der Folkloreliteratur; hinzu kommt der überlieferte Reim, der Joan und Jack anruft.
Kornisch-englisch: wad ist ein ostkornisches Dialektwort für eine Fackel oder ein als Leuchte gebundenes Strohbündel. Joan the Wad heißt also Joan mit der Fackel.
Erscheinung
Joan the Wad ist ein kleines Feenwesen, ein Pixie, das über sein Licht, die Wad, wahrgenommen wird. Als Königin der Pixies verkörpert sie das führende Licht der kornischen Feenwelt.
Wirkung
Sie hat eine Doppelnatur: einerseits ein Irrlicht, das Wanderer im Moor in die Irre führen kann, andererseits, und stärker betont, eine Glücks- und Schutzbringerin. Nach dem Spruch nickt das Glück dem zu, der Joan the Wad bei sich trägt.
Die wichtigsten Aspekte der Pixie-Königin auf einen Blick.
Kornischer Volksglaube: die Pixie-Welt Cornwalls mit Joan als Königin und Jack o‘ the Lantern als König.
Wanderer und Glücksuchende: Die einen kann ihr Licht irreführen, den anderen gilt sie als Bringerin von Glück und Schutz.
Kleines Pixie-Wesen, sichtbar vor allem als Fackellicht, die Wad, nach der sie benannt ist.
Irrlicht mit betontem Glücks- und Schutzaspekt; der Reim bittet sie und Jack, bei schlechtem Wetter nach Hause zu leuchten.
Keine Abwehr nötig: Sie gilt als Glücksbringerin. Gegen Pixie-Irreführung hilft der alte Rat, dem Licht nicht zu folgen.
Der Name erklärt die Gestalt: wad ist ein ostkornisches Dialektwort für Fackel oder ein als Leuchte gebundenes Strohbündel, Joan the Wad also Joan mit der Fackel. Sie ist der weibliche Gegenpart zu Jack o‘ the Lantern und besonders mit dem Dorf Polperro verbunden.
Überliefert ist der Reim, der sie und Jack anruft, nach Hause zu leuchten, wenn das Wetter schlecht ist. In ihm zeigt sich die kornische Sonderfärbung des Motivs: Das Licht in der Nacht ist hier nicht in erster Linie Bedrohung, sondern erhoffte Führung.
Joan the Wad ist stark kommerzialisiert: Die Glücksanhänger wurden von F. T. Nettleinghame ersonnen und 1932 registriert; bis heute werden sie in Polperro als Zinn-Anhänger verkauft. Der Glücksbringer-Kult ist damit modern, nicht uralt.
Religionswissenschaftlich zeigt Joan the Wad, wie ein Irrlicht-Motiv ins Wohlwollende gewendet und später kommerziell zum Glücksbringer ausgebaut wurde. Zu trennen ist der alte Volksglaube vom Reklame-Charm des 20. Jahrhunderts, der oft als antikes Ritual ausgegeben wird.
Im eigentlichen Volksglauben ist keine besondere Abwehr überliefert, da Joan the Wad eher als Glücksbringerin gilt. Das Tragen eines Joan-the-Wad-Amuletts als Glücksschutz ist ein Motiv des 20. Jahrhunderts und keine alte Bannmagie. Wer sich vor der Irreführung durch Pixies schützen wollte, kannte den allgemeinen Rat, dem Licht nicht zu folgen und auf dem Weg zu bleiben.
Joan the Wad ist die direkte Entsprechung zu Jack o‘ the Lantern und mit dem Pixie-Verführungsmotiv verwandt, dem Pixie-led-Werden. In der Reihe der britischen Irrlichter steht sie neben dem walisischen Ellylldan und dem schottischen Spunkie; auch die englische Hobby Lantern gehört zu dieser Lichterfamilie, vertritt aber deren irreführende Normalform.
Was bedeutet der Name Joan the Wad?
Joan mit der Fackel; wad ist ein ostkornisches Dialektwort für eine Fackel oder ein als Leuchte gebundenes Strohbündel.
Ist Joan the Wad gefährlich?
Kaum. Sie kann in die Irre führen, gilt aber überwiegend als Glücks- und Schutzbringerin der kornischen Pixie-Welt.
Ist der Glücksbringer alt?
Nein. Die Anhänger wurden von F. T. Nettleinghame ersonnen und 1932 registriert; der Glücksbringer-Kult ist modern und kommerziell.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als kornisches Irrlicht nimmt Joan the Wad eine Sonderrolle ein: Die Königin der Pixies führt ihr Fackellicht nicht nur in die Irre, sondern gilt vor allem als Bringerin von Glück und Schutz, deren Anhänger bis heute in Polperro verkauft werden.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Im Schutz-Kompass vergleichen →Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
Verwandte Wesen

Pukwudgie, das kleine graue Waldwesen der Algonkin. Herkunft, die regionale Spaltung von harmlos ...

Olgoi-Khorkhoi, der mongolische Todeswurm der Gobi. Herkunft, die unbelegte Existenz und die reli...

Bixia Yuanjun, die daoistische Göttin des heiligen Berges Tai Shan. Herkunft, der Pilgerkult und ...

Die Qalupalik, grünhäutiges Meerwesen der Inuit, das Kinder unter dem Eis raubt. Herkunft, Erzieh...

Göttin der Verblendung und des Unheils, Tochter der Eris. Verwirrung, fatale Entscheidungen und k...

Bannik, slawischer Badegeist der Banja. Rituale rund um das Badehaus, Schutzregeln, Geisterstunde...