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Anahita, die makellose Herrin der Quellen

Anahita ist Göttin der persischen Tradition.

Spenderin allen Wassers am Hof der Achämeniden. Als makellose Herrin der Quellen versorgte Anahita einst den Hof der Achämeniden mit ihrem Segen.

GöttinPersien

Inhaltsverzeichnis

Anahita, Göttin der persischen Tradition
Anahita

Anahita, mit vollem Namen Aredvi Sura Anahita, ist die zoroastrische Göttin der Wasser, Fruchtbarkeit, Heilung und Weisheit, mythische Quelle allen irdischen Wassers.

Hauptquelle ist der Aban Yasht. Artaxerxes II. nahm sie als erster Achämenidenherrscher namentlich neben Ahura Mazda in seine Inschriften auf.

Auf einen Blick: Anahita

Typ: Hochgöttin der Wasser
Herkunft: iranisches Hochland
Texte: Aban Yasht, Inschriften Artaxerxes II.
Zeitraum: Avesta-Zeit bis heute
Erscheinung: Frau mit Sternenkrone und Vier-Rosse-Wagen

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Belegt seit der Avesta-Zeit, politisch bedeutsam ab Artaxerxes II. im 4. Jahrhundert vor Christus.

Verbreitungsraum

Iranisches Hochland, Kleinasien und armenischer Raum, mit Tempelbildern in Residenzstädten.

Quellenlage

Gut: Aban Yasht, Königsinschriften und griechisch-römische Berichte.

Name und Varianten

Avestisch: Ardvi, feucht, Sura, stark, Anahita, makellos: die feuchte, starke, makellose.

Erscheinung und Symbolik

Erscheinung

Hochgewachsene Frau in Biberfell-Gewand, mit Sternenkrone und Wagen aus vier weißen Rossen.

Wirkung

Bewässert Land und Herden, reinigt Samen und Mutterleib, schenkt Sieg und Einsicht.

Steckbrief: Anahita

Die wichtigsten Aspekte der Wassergöttin auf einen Blick.

Tradition

Hochgottheit des Aban Yasht und der Achämeniden-Inschriften.

Zuständig für

Wasser, Fruchtbarkeit, Heilung, Sieg und Weisheit.

Darstellung

Frau in Biberpelz mit Sternenkrone und Vier-Rosse-Wagen.

Funktion

Spendet Wasser und Nachkommenschaft, schenkt Sieg und Einsicht.

Kult

Tempelbilder unter Artaxerxes II., geweihte Priesterinnen, Tempel von Kangavar.

Verwandtes

Die vedische Flussgöttin Ganga gehört demselben Typus an.

Aban Yasht und der Aufstieg unter Artaxerxes II.

Die Namensteile Ardvi, feucht, Sura, stark, und Anahita, makellos, ergeben die feuchte, starke, makellose: Quelle aller irdischen Wasser.

Artaxerxes II. nannte als erster Achämenidenherrscher Anahita namentlich neben Ahura Mazda in seinen Inschriften; zuvor verschmolz die Gestalt mit der Ishtar.

Nationalsymbol und Tempel von Kangavar

Anahita ist Sinnbild einer vorislamischen Gottheit Persiens; der Tempel von Kangavar gilt als identitätsstiftendes Denkmal.

Religionswissenschaftlich ist sie ein Yazata mit herausgehobenem Kult und ein Beispiel religiösen Synkretismus.

Tempelkult statt Abwehr

Verehrung im Tempel, nicht Abwehr: Bekanntester, archäologisch aber umstrittener Bezugspunkt ist der Tempel von Kangavar. Zum Kult gehören Weihwasser, Amulett und Räuchern.

Wassergöttinnen im Vergleich

Als Wassergöttin steht Anahita der indischen Sarasvati nahe; historisch verschmolz sie mit der Ishtar, später mit der Artemis. Vom Apam Napat, dem älteren Kind der Wasser, unterscheidet sie ihr Tempelkult.

Häufige Fragen zu Anahita

Wassergöttin oder Fruchtbarkeitsgöttin?

Beides: Sie reinigt Samen und Mutterleib, nährt Ernten und Herden, schenkt Heilung und Sieg.

Warum historisch bedeutsam?

Artaxerxes II. nahm sie als erster Achämenidenkönig neben Ahura Mazda auf.

Weiterführende Verlinkungen

Literatur (Auswahl)

Zentrale Quelle:

  • Encyclopaedia Iranica, Artikel Anahid.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als persische Wassergöttin verbindet Anahita Göttin der Quellen, Königsmacht und Heilung in einer Gestalt: Wo andere Wasserwesen nur ein Gewässer hüten, ist sie die Quelle allen Wassers selbst.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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