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Hine-Tu-Whenua, Geberin des Fahrtwinds

Hine-Tu-Whenua ist Göttin der polynesischen Tradition.

Die Göttin, die Kanus den günstigen Fahrtwind schenkt. Der Steckbrief feiert sie als Geberin des Fahrtwinds für die Kanus.

GöttinPolynesien

Inhaltsverzeichnis

Hine-Tu-Whenua, die günstige Windgöttin der Maori
Hine-Tu-Whenua

Hine-Tu-Whenua ist eine wohlwollende Windgöttin der Maori und Polynesiens, die den günstigen, stetigen Fahrtwind bringt und Seefahrern hilft, sicher ans Ziel zu gelangen.

Sie ist das freundliche Gegenstück zum stürmischen Tawhirimatea, aber deutlich schwächer belegt: eine randständige Gestalt der ethnografischen Sammelwerke, deren Wirken sich ganz auf das Wohl der Kanufahrer richtet.

Im Überblick: Hine-Tu-Whenua

Typ: Personifizierter sanfter, günstiger Wind
Herkunft: Maori- und polynesische Überlieferung
Texte: ethnografische Sammelwerke, Best, Tregear
Zeitraum: ethnografisch dokumentierte Maori-Überlieferung
Erscheinung: keine ausgearbeitete Ikonografie

Herkunftsraum und Quellen

Zeitraum der Texte

Maori- und polynesische Überlieferung, ethnografisch dokumentiert; sie erscheint vor allem in Sammelwerken und Enzyklopädie-Einträgen.

Verbreitungsraum

Neuseeland und Polynesien: Ihr Wirkungsraum ist die See, auf der die Kanus der Seefahrer unterwegs sind.

Quellenlage

Dünn und randständig: Hine-Tu-Whenua ist deutlich weniger breit belegt als Tawhirimatea; belastbar sind vor allem ethnografische Sammelwerke.

Name und Varianten

Maori: hine bedeutet Mädchen oder Tochter, whenua Land oder Erde, auch Mutterkuchen; eine häufige Deutung ist Tochter des Landes. Es kursieren die Varianten Hine-tu-whenua und Hine-i-te-whenua; die exakte Namensform und Bedeutung sind nicht ganz einheitlich überliefert.

Erscheinung und Verhalten

Erscheinung

Eine ausgearbeitete Ikonografie ist nicht belegt; Hine-Tu-Whenua ist der personifizierte sanfte, günstige Wind, kein Bild und keine feste Gestalt.

Wirkung

Sie bringt den förderlichen Fahrtwind für Kanus, die waka, und wird mit dem Glätten der See und schonenden Brisen verbunden. Ihre Adressaten sind Seefahrer und Kanufahrer, denen sie zur sicheren Ankunft verhilft.

Steckbrief: Hine-Tu-Whenua

Die wichtigsten Aspekte der Windgöttin auf einen Blick.

Kulturkontext

Wohlwollende Windgöttin der Maori und Polynesiens; das freundliche Gegenstück zum stürmischen Tawhirimatea, aber deutlich schwächer belegt.

Zuständig für

Seefahrer und Kanufahrer: Hine-Tu-Whenua bringt den günstigen, stetigen Fahrtwind und hilft, sicher ans Ziel zu gelangen.

Darstellung

Keine ausgearbeitete Ikonografie: Sie ist der personifizierte sanfte, günstige Wind selbst.

Wirkungsbereich

Förderlicher Fahrtwind für die waka, das Glätten der See und schonende Brisen auf der Fahrt.

Kult

Manche Sekundärdarstellungen sprechen von Gebetsformeln, karakia, für gute Fahrt; detailreiche Ritualbeschreibungen sind jedoch nicht solide primärbelegt.

Vergleichbares

Die samoanische Brise Fisaga und der gewöhnliche Wind Raka-maomao; das Gegenbild ist der Sturmgott Tawhirimatea.

Eine randständige Gestalt der Maori-Überlieferung

Der Name verbindet hine, Mädchen oder Tochter, mit whenua, Land oder Erde, auch Mutterkuchen; eine häufige Deutung ist Tochter des Landes. Schon die Namensform schwankt: Neben Hine-tu-whenua kursiert die Variante Hine-i-te-whenua, und auch die Bedeutung ist nicht ganz einheitlich überliefert.

Hine-Tu-Whenua erscheint vor allem in ethnografischen Sammelwerken und Enzyklopädie-Einträgen und ist deutlich weniger breit belegt als Tawhirimatea. Sie ist damit eine randständige, schwach dokumentierte Gestalt, deren Profil sich ganz aus ihrer Funktion ergibt: dem günstigen, stetigen Wind, der die waka sicher über die See trägt.

Rezeption und Einordnung

Ihre Bekanntheit ist gering; sie taucht in Aufzählungen polynesischer Windgottheiten und in moderner spiritueller und künstlerischer Aneignung auf.

Religionswissenschaftlich ist Hine-Tu-Whenua ausgesprochen wohlwollend und hilfreich. Wichtige Klarstellungen: Sie ist nicht mit anderen Hine-Gestalten wie Hine-nui-te-po zu verwechseln; und die im Netz teils sehr ausführlichen Ritualschilderungen sind kritisch zu behandeln, da die belastbare Überlieferung knapp ist.

Karakia für gute Fahrt

Manche Sekundärdarstellungen sprechen von Gebetsformeln, karakia, für gute Fahrt, die sich an Hine-Tu-Whenua richten. Vorsicht ist geboten: Detailreiche Ritualbeschreibungen in populären und aggregierten Quellen sind nicht solide primärbelegt und ehrlicherweise als unsicher zu behandeln; die belastbare Überlieferung ist knapp. Gesichert ist vor allem die Rolle als Adressatin der Hoffnung auf günstigen Wind.

Das freundliche Gegenstück zum Sturm

Hine-Tu-Whenua ist funktional das freundliche Gegenstück zum stürmischen Tawhirimatea; typologisch steht sie den milden Windgestalten anderer Kulturen nahe, etwa der samoanischen Brise Fisaga und dem gewöhnlichen Wind Raka-maomao. Auch die hawaiische Windgottheit Laamaomao gehört in diese Familie der wind-spendenden, den Seefahrern zugewandten Gestalten des Pazifiks.

Häufige Fragen zu Hine-Tu-Whenua

Wer ist Hine-Tu-Whenua?

Eine wohlwollende polynesische Windgöttin der Maori, die günstigen, stetigen Fahrtwind bringt und Seefahrern zur sicheren Ankunft verhilft.

Ist sie gut belegt?

Nein. Sie ist randständig und schwach dokumentiert, deutlich weniger als Tawhirimatea; belastbar sind vor allem ethnografische Sammelwerke.

Wie ist ihr Verhältnis zu Tawhirimatea?

Sie ist das freundliche Gegenstück zum stürmischen Sturmgott: sanfter Fahrtwind statt Böen und Unwetter.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Best, Elsdon: The Maori. Wellington 1924.
  • Tregear, Edward: The Maori-Polynesian Comparative Dictionary. Wellington 1891.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als polynesische Windgöttin der milden Art verkörpert Hine-Tu-Whenua, was sich jede Kanubesatzung wünschte: ein günstiger Segelwind, der die See glättet und die waka sicher ans Ziel trägt.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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