Laamaomao ist Gottheit der hawaiischen Tradition.
In ihrer Kalebasse warten alle Winde Hawaiis. Der Steckbrief würdigt sie als Herrin der Windkalebasse, in der alle Winde ruhen.
Laamaomao ist eine hawaiisch-polynesische Windgottheit, deren Kalebasse alle Winde enthält, die durch Namens-Gesänge herbeigerufen werden. Wer die Namen der Winde kennt und singt, dem öffnet sich die Macht des Kürbisses.
Laamaomao ist die mythische Wurzel der Wind-Kontrolle, die ihr Nachkomme Pakaa praktisch ausübt: Von ihr führt die Vererbungslinie über eine Enkelin zu Pakaa und dessen Sohn Kuapakaa.
Typ: Wind-Ahngottheit und Herrin der Winde
Herkunft: Hawaiische Sage, polynesisch verwurzelt
Texte: Nakuina, Beckwith, Kalakaua
Zeitraum: hawaiische Überlieferung, verschriftlicht ab dem 19. Jahrhundert
Erscheinung: keine feste Bildgestalt, verkörpert im Windkürbis
Hawaiische Sage, verschriftlicht im 19. und frühen 20. Jahrhundert; die Hauptzeugen sind Nakuina, Beckwith und König Kalakaua.
Hawaii und Polynesien: Die Gestalt ist hawaiisch geprägt, hat aber Entsprechungen in ganz Polynesien.
Gut: Nakuinas The Wind Gourd of Laamaomao, Beckwiths Hawaiian Mythology und Kalakauas Legendensammlung tragen die Überlieferung.
Hawaiisch: maomao trägt die Konnotation fern oder entrückt, daher Übersetzungen wie ferner Wind, was plausibel, aber nicht streng gesichert ist. Im Pakaa-Zyklus ist Laamaomao weiblich, die Ahnin und Besitzerin der Kalebasse, in anderer Überlieferung bei König Kalakaua männlich.
Erscheinung
Laamaomao hat keine feste Bildgestalt; sie wird durch den Windkürbis, die ipu o Laamaomao, verkörpert. Der Kürbis ist ihr Zeichen und zugleich ihr Wirkungsort.
Wirkung
Die Kalebasse enthält alle Winde Hawaiis, die durch Namens-Gesänge herbeirufbar sind. Die Vererbungslinie führt von Laamaomao über eine Enkelin zu deren Sohn Pakaa und dessen Sohn Kuapakaa. Laamaomao ist damit die mythische Wurzel der Wind-Kontrolle, die Pakaa praktisch ausübt.
Die wichtigsten Aspekte der Wind-Ahngottheit auf einen Blick.
Hawaiisch-polynesische Wind-Ahngottheit, in Hawaiian Studies fest verankert; die weibliche Fassung gilt als hawaiische Sonderentwicklung.
Seefahrer und Wind-Ahnen: Laamaomao ist Wind-Spenderin, deren Kürbis über günstige Fahrt entscheidet.
Keine feste Bildgestalt: Verkörpert wird Laamaomao im Windkürbis, der ipu o Laamaomao.
Herrin der Winde und mythische Wurzel der Wind-Kontrolle; die Winde folgen den überlieferten Namens-Gesängen.
Ein eigenständiger Tempelkult ist nicht prominent belegt; die Wirkmacht liegt im Kürbis und den überlieferten Wind-Namen und Gesängen.
Pakaa als Erbe der Kalebasse; in Neuseeland entspricht ihr Raka-maomao, der Gegenpol zum Sturmgott Tawhirimatea.
Der Name ist hawaiisch; maomao trägt die Konnotation fern oder entrückt, daher Übersetzungen wie ferner Wind, was plausibel, aber nicht streng gesichert ist. Im Pakaa-Zyklus ist Laamaomao weiblich, die Ahnin und Besitzerin der Kalebasse, in anderer Überlieferung bei König Kalakaua männlich. Die weibliche Fassung gilt als hawaiische Sonderentwicklung, da die entsprechende Wind-Gottheit anderswo in Polynesien männlich ist.
Ihre Wirkmacht liegt im Windkürbis: Die Kalebasse enthält alle Winde Hawaiis, die durch Namens-Gesänge herbeigerufen werden. Die Vererbungslinie führt von Laamaomao über eine Enkelin zu deren Sohn Pakaa und dessen Sohn Kuapakaa; so wird aus der göttlichen Quelle der Winde eine Familientradition der Wind-Kontrolle.
Laamaomao ist titelgebend für Nakuinas Klassiker The Wind Gourd of Laamaomao und in Hawaiian Studies fest verankert.
Religionswissenschaftlich ist Laamaomao eine wohlwollende Wind-Ahngottheit und Wind-Spenderin. Wichtige Klarstellungen: Ihr Geschlecht ist quellenabhängig, weiblich im Pakaa-Zyklus, männlich bei Kalakaua, kein Widerspruch, sondern Überlieferungsvarianz; und sie ist nicht identisch mit Pakaa, sondern Quelle und Ahnin, während Pakaa der handelnde Erbe ist.
Ein eigenständiger Tempelkult ist für Laamaomao nicht prominent belegt; die Wirkmacht liegt im Kürbis und den überlieferten Wind-Namen und Gesängen. Wer die Namen der Winde kannte und im Gesang anrief, verfügte über die Kraft der Kalebasse. Weitere Kultformen sind nicht belegt; das Wissen selbst war der Kult.
Dieselbe polynesische Wind-Gottheit erscheint als Raka-maomao in Neuseeland, dem Gott der gewöhnlichen Winde im Gegensatz zum Sturmgott Tawhirimatea, als Raka auf den Cook-Inseln und als Raa auf den Society Islands, und wird mit dem samoanischen Faatiu verglichen. Lautgesetzlich entspricht das polynesische r und k dem hawaiischen l und Kehlkopfverschluss. Von Pakaa ist Laamaomao klar zu unterscheiden: Sie ist die Ahnin und Quelle der Windmacht, er der Erbe, der sie praktisch ausübt.
Wer ist Laamaomao?
Eine hawaiisch-polynesische Windgottheit, deren Kalebasse alle Winde enthält, die durch Namens-Gesänge herbeigerufen werden.
Ist Laamaomao männlich oder weiblich?
Quellenabhängig: weiblich im Pakaa-Zyklus, männlich bei Kalakaua; anderswo in Polynesien ist die entsprechende Gottheit männlich.
Wie verhält sie sich zu Pakaa?
Sie ist die Ahnin und Quelle der Wind-Kontrolle, Pakaa der handelnde Erbe, der die Kalebasse übernimmt.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als hawaiische Windgottheit lebt Laamaomao in einem Gegenstand fort: der Kalebasse der Winde, aus der die benannten Winde auf den Gesang ihrer Erben steigen, von Pakaa bis Kuapakaa.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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