Pakaa ist Gott der hawaiischen Sage.
Der Windmeister, der die Winde beim Namen ruft.
Pakaa, in hawaiischer Schreibung auch Paka’a, ist in der hawaiischen Sage der Gott und Kulturheros der Winde und der Erfinder des Segels. Er hütet die Winde in einer Kalebasse, kennt die Namen aller Winde und ruft sie durch Gesang herbei.
Als idealer Diener steht er im Dienst des Häuptlings Keawenuiaumi. Die Windmacht ist Familienerbe: Die Kalebasse, die ipu o Laamaomao, erbt Pakaa von seiner Mutter, und sein hochbegabter Sohn Kuapakaa führt sie weiter.
Typ: Wind-Kulturheros und Windmeister
Herkunft: Hawaiische Heldensage, Sohn des Kuanuuanu und der Laamaomao von Kauai
Texte: Moolelo no Pakaa, Kamakau ab 1869, Nakuina
Zeitraum: hawaiische Überlieferung, verschriftlicht ab dem 19. Jahrhundert
Erscheinung: menschlicher Held und Diener mit der Windkalebasse
Hawaiische Heldensage, verschriftlicht ab 1869 durch Samuel M. Kamakau; die Buchfassung stammt von Moses Kuaea Nakuina.
Hawaii: Die Saga spielt im höfischen Milieu der Inseln, zwischen Kauai und dem Hof des Häuptlings Keawenuiaumi.
Gut: Kernquelle ist die Saga Moolelo no Pakaa; dazu Nakuinas Buchfassung, englisch The Wind Gourd of Laamaomao, und Beckwith.
Hawaiisch: Pakaa, auch Paka’a geschrieben, ist ein hawaiischer Eigenname ohne allgemein belegte durchsichtige Wortbedeutung. Er ist Sohn des vornehmen Reisenden Kuanuuanu und der bürgerlichen Laamaomao von Kauai.
Erscheinung
Pakaa ist als menschlicher Held und Diener geschildert, ohne feste ikonische Tiergestalt. Sein Zeichen ist die Windkalebasse, die ipu makani.
Wirkung
Pakaa hütet die Winde in einer Kalebasse, der ipu o Laamaomao, die er von seiner Mutter erbt, und kennt die Namen aller Winde; durch namentliches Anrufen im Gesang ruft er sie herbei. Der Erzählkern ist, wie der zu Unrecht verstoßene, ideale Höfling mithilfe seines hochbegabten Sohnes Kuapakaa und des Windkürbisses seine Stellung zurückgewinnt.
Die wichtigsten Aspekte des Windmeisters auf einen Blick.
Wind-Kulturheros der hawaiischen Heldensage und Klassiker der hawaiischen Literatur, mit den Werten des idealen alii-Dieners.
Seefahrer und die höfische Tradition: Pakaa dient dem Häuptling Keawenuiaumi und sichert Fahrt und Wind.
Menschlicher Held und Diener ohne Tiergestalt; sein Zeichen ist die Windkalebasse, die ipu makani.
Hüter der Winde, Kenner ihrer Namen, Erfinder des Segels und weiterer Bootsausrüstung.
Ein eigentlicher Tempelkult ist nicht belegt; der praktische Schutz liegt im Wind-Wissen und der sicheren Seefahrt.
Pakaa gilt als Wind-Kulturheros und Erfinder des Segels und weiterer Bootsausrüstung; er ist Sohn des vornehmen Reisenden Kuanuuanu und der bürgerlichen Laamaomao von Kauai. Kernquelle ist die Saga Moolelo no Pakaa, unter anderem durch Samuel M. Kamakau ab 1869 und die Buchfassung von Moses Kuaea Nakuina, englisch The Wind Gourd of Laamaomao.
Der Erzählkern ist ein höfisches Drama: Der ideale Diener wird zu Unrecht verstoßen und gewinnt mithilfe seines hochbegabten Sohnes Kuapakaa und des Windkürbisses seine Stellung zurück. Das Wind-Wissen, die Namen aller Winde und ihre Gesänge, ist dabei die eigentliche Macht des Helden: Wer die Winde rufen kann, entscheidet über jede Fahrt.
Pakaa ist ein Klassiker der hawaiischen Literatur; Nakuinas Fassung wird bis heute neu aufgelegt und in Hawaiian Studies gelehrt, mit den Werten des idealen alii-Dieners.
Religionswissenschaftlich ist Pakaa ein wohlgesinnter Kulturheros, der die Winde zum Nutzen lenkt, kein bedrohliches Wesen. Wichtige Klarstellungen: Pakaa und Laamaomao werden gelegentlich verwechselt, doch ist Laamaomao die Ahnin und ursprüngliche Besitzerin der Kalebasse, Pakaa der Erbe; und er ist eher Kulturheros und Halbgott als oberster Windgott.
Ein eigentlicher Tempelkult ist für Pakaa nicht belegt; seine Rolle ist die des Wind- und Segelmeisters. Der praktische Schutz liegt im Wind-Wissen und der sicheren Seefahrt: Wer die Namen der Winde kennt und das Segel richtig führt, kommt heil ans Ziel. Weitergehende Kultformen sind nicht belegt.
Das Wind-Kalebasse-Motiv verbindet Pakaa mit Laamaomao, der Ahnin und ursprünglichen Besitzerin der ipu o Laamaomao; die beiden sind klar zu trennen, denn sie ist die Quelle der Windmacht, er ihr handelnder Erbe. Typologisch ist Pakaa dem griechischen Aiolos vergleichbar, der die Winde im Beutel verwahrt, ohne historische Verbindung. Unter den milden Windgestalten des Pazifiks steht ihm Hine-Tu-Whenua nahe, die Göttin des günstigen Fahrtwinds.
Wer ist Pakaa?
Der hawaiische Windmeister und Erfinder des Segels, der die Winde in einer Kalebasse hütet und sie durch Gesang beim Namen ruft.
Was ist die Windkalebasse?
Die ipu o Laamaomao, in der die Winde verwahrt sind und die Pakaa von seiner Mutter erbt.
Ist Pakaa dasselbe wie Laamaomao?
Nein. Laamaomao ist die Ahnin und Besitzerin der Kalebasse, Pakaa der handelnde Erbe.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als hawaiischer Windgott im Rang des Kulturheros und als Erfinder des Segels verbindet Pakaa göttliches Erbe mit praktischem Können: Die Kalebasse seiner Ahnin und das Wissen um die Namen der Winde machten aus einem Diener den Meister jeder Fahrt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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