Der Knocker ist Geist der keltischen Tradition Cornwalls.
Sein Klopfen warnt vor Einstürzen und weist zu reichem Erz. Die Überlieferung feiert ihn als Warner, der Bergleute vor Einstürzen schützt. Als Klopfgeist der kornischen Minen steht der Knocker für die Erfahrungen unter Tage, die dieser Eintrag zusammenfasst.
Der Knocker, auch Tommyknocker oder Bucca genannt, ist der Klopfgeist der Zinn- und Kupferminen Cornwalls und Devons. Sein Klopfen warnt vor Einstürzen oder zeigt erzreiche Adern; meist bleibt er unsichtbar und ist nur zu hören.
Kornische Bergleute, die man Cousin Jacks nannte, trugen den Glauben ab den 1820er Jahren nach Amerika, wo die Wesen Tommyknockers heißen. Abgewehrt wird der Knocker nicht, sondern besänftigt: mit der letzten Ecke der Pastete und mit gutem Benehmen unter Tage.
Typ: Klopfgeist der Zinn- und Kupferminen
Herkunft: Bergbaufolklore Cornwalls und Devons
Texte: Hunt, Popular Romances; Briggs, Dictionary of Fairies
Zeitraum: ab dem 19. Jahrhundert dokumentiert
Erscheinung: kleine Gestalt in Miniatur-Bergmannskluft, meist nur hörbar
Der Knocker gehört zur Bergbaufolklore und ist ab dem 19. Jahrhundert dokumentiert; die klassischen Sammlungen stammen von Robert Hunt und Katharine Briggs.
Cornwall und Devon sowie die kornische Diaspora in den USA: Ab den 1820er Jahren trugen Auswanderer den Glauben nach Pennsylvania, Colorado, Nevada und Kalifornien.
Die Quellenlage ist gut: Robert Hunt dokumentierte die kornische Überlieferung 1865, Katharine Briggs ordnet sie lexikalisch ein.
Englisch/Kornisch: knocker, mundartlich knacker, kommt vom Klopfen an den Minenwänden, teils lautmalerisch für das Phänomen, teils als handelndes Wesen verstanden. Der Nebenname Bucca ist kornisch und entspricht dem walisischen Bwca, einem Kobold- oder Geistwesen.
Erscheinung
Der Knocker ist eine kleine Gestalt von etwa sechzig Zentimetern, mit großem Kopf, langen Armen, faltiger Haut und weißen Barthaaren, gekleidet in Miniatur-Bergmannskluft. Meist ist er unsichtbar und nur akustisch präsent.
Wirkung
Sein Klopfen warnt vor Einstürzen, real das Knacken von Gestein und Grubenholz vor dem Nachgeben, und weist zu erzreichen Adern. Als kleinen Schabernack treibt er Werkzeug- und Essensdiebstahl.
Die wichtigsten Aspekte des kornischen Klopfgeistes auf einen Blick.
Klopfgeist der Zinn- und Kupferminen Cornwalls und Devons, von Auswanderern als Tommyknocker in die US-Bergbaufolklore getragen.
Bergleute unter Tage: Der Knocker warnt vor Einstürzen und weist zu erzreichen Adern, verlangt dafür aber Achtung.
Etwa sechzig Zentimeter groß, mit großem Kopf, langen Armen, faltiger Haut und weißen Barthaaren, in Miniatur-Bergmannskluft; meist nur hörbar.
Warnung vor Einstürzen und Hinweis auf Erz; daneben kleiner Schabernack wie Werkzeug- und Essensdiebstahl.
Besänftigung statt Abwehr: die letzte Ecke der Pastete für die Grube, dazu das Tabu, unter Tage zu fluchen oder zu pfeifen.
Der Name Knocker, mundartlich knacker, kommt vom Klopfen an den Minenwänden, teils lautmalerisch für das Phänomen, teils als handelndes Wesen verstanden. Der Nebenname Bucca ist kornisch und entspricht dem walisischen Bwca, einem Kobold- oder Geistwesen.
Ab den 1820er Jahren trugen kornische Bergleute den Glauben in die amerikanischen Bergbaureviere von Pennsylvania, Colorado, Nevada und Kalifornien, wo die Wesen Tommyknockers heißen; die Migranten selbst nannte man Cousin Jacks. So wurde aus einem Geist der kornischen Zinnminen eine Gestalt der amerikanischen Bergbaufolklore, die den Weg ihrer Träger getreu nachzeichnet.
Stephen Kings Roman The Tommyknockers von 1987 popularisierte den Namen, ohne folkloristische Treue. Daneben ist der Knocker in der US-Bergbaufolklore und im kornischen Kulturtourismus präsent.
Religionswissenschaftlich ist der Knocker meist gutartig und warnend; Gefahr besteht nur bei Missachtung und dem Verlust seiner Gunst. Eine Klarstellung ist wichtig: Die Deutung, Knocker seien Geister jüdischer Bergarbeiter des 11. oder 12. Jahrhunderts, ist eine Volkslegende, kein Beleg für tatsächliche jüdische Bergwerksarbeit in Cornwall, und nur als Motiv wiederzugeben.
Gegen den Knocker hilft keine Bannformel, denn er wird nicht abgewehrt, sondern besänftigt: Die letzte Ecke der Pastete, der Pasty, wurde in die Grube geworfen. Fluchen und Pfeifen unter Tage galt als Tabu, da es die Knocker verärgert; ob dieses Pfeif-Tabu speziell knocker-bezogen oder allgemeiner Grubenaberglaube ist, bleibt allerdings unsicher.
Was ist ein Knocker?
Der Klopfgeist der kornischen Zinnminen, dessen Klopfen vor Einstürzen warnt und zu Erz weist.
Was ist ein Tommyknocker?
Der Knocker in der kornischen Diaspora in den USA, dorthin von Cousin Jacks gebracht.
Wie besänftigt man ihn?
Indem man ihm die letzte Ecke der Pastete in die Grube gibt und unter Tage nicht flucht oder pfeift.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als kornischer Minengeist und Klopfgeist der Zinnminen verbindet der Knocker Warnung und Wohlwollen: Wer ihm die letzte Ecke der Pastete lässt, hat unter Tage einen Verbündeten.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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