Nang Ta-khian ist Geistin der thailändischen Tradition.
Die Dame des Ta-khian-Baums, die Glück schenkt und Frevel straft. Nang Ta-khian gilt als Herrin des Ta-khian-Baums in der thailändischen Tradition.
Nang Ta-khian ist die Baumgeistin des Ta-khian-Baums in Thailand, einer sehr großen Hartholzart mit begehrtem Edelholz. Als schöne Frau in traditioneller, oft rötlich-brauner Tracht mit langem Haar erscheint sie am Baum.
Ihre Wirkung folgt dem Respekt: Wird der Baum respektvoll behandelt, schenkt sie Glück und Reichtum, volkstümlich bis hin zu Lottozahlen; wird er ohne Riten gefällt, bringt sie Unglück. Als Unterart der Nang Mai gehört sie zur Gattung der thailändischen Baumdamen.
Typ: Baumgeistin des Ta-khian-Baums, Unterart der Nang Mai
Herkunft: Buddhistisch-animistischer Synkretismus und Baumkult Thailands
Texte: Mündliche Überlieferung, dokumentiert bei Anuman Rajadhon
Zeitraum: animistisch-mündlich bis Gegenwart, lebendig in Volksbrauch und Populärkultur
Erscheinung: schöne junge Frau in traditioneller Thai-Tracht, meist rötlich, mit langem Haar
Die Überlieferung ist animistisch-mündlich, dokumentiert bei Anuman Rajadhon, und bis heute in Volksbrauch und Populärkultur lebendig.
Thailand, überall dort, wo der Ta-khian-Baum wächst; weil sein Edelholz begehrt ist, ist das Fäll-Tabu hier besonders stark.
Gut dokumentiert: die Arbeiten Anuman Rajadhons zum thailändischen Brauchtum und die Studie McDaniels zur thailändischen Geisterwelt.
Thai: nang, Dame, und Ta-khian, der Baum Hopea odorata, ein sehr großer Baum von bis zu etwa fünfundvierzig Metern Höhe: die Dame des Ta-khian. Nang Ta-khian ist eine Unterart der Nang Mai, der thailändischen Baumdamen.
Erscheinung
Nang Ta-khian erscheint als sehr schöne Frau in traditioneller, oft rötlich-brauner Tracht mit langem, seitlich getragenem Haar. Sie verkörpert die Seele des besonders großen und wertvollen Ta-khian-Baums.
Wirkung
Wird der Baum respektvoll behandelt, kann Nang Ta-khian Glück und Reichtum schenken, was volkstümlich bis zu Lottozahlen reicht; wird er ohne Riten gefällt oder genutzt, bringt sie Unglück. Verbreitet ist die Praxis, aus dem Holz gefällter Ta-khian-Bäume Boote oder Kultobjekte zu fertigen, die weiter verehrt werden.
Die wichtigsten Aspekte der Baumgeistin auf einen Blick.
Baumkult vom Hamadryaden-Typus im buddhistisch-animistischen Synkretismus Thailands; Unterart der Gattung Nang Mai.
Holzfäller und Baum-Nutzer, Anwohner des Ta-khian und, in der volkstümlichen Praxis, Lotteriespieler auf der Suche nach Glückszahlen.
Sehr schöne Frau in traditioneller, oft rötlich-brauner Thai-Tracht mit langem, seitlich getragenem Haar, die am Baum erscheint.
Glück und Reichtum bei respektvollem Umgang mit ihrem Baum, Unglück bei Fällung oder Nutzung ohne Riten.
Bunte Satin- und Seidentücher um den Stamm, Schreine am Baum mit Speisen, kleinen Schnitzfiguren und Kleidung, Bitte um Erlaubnis und Mönchssegen.
Der Name verbindet nang, Dame, und Ta-khian, den Baum Hopea odorata, einen sehr großen Baum von bis zu etwa fünfundvierzig Metern Höhe. Nang Ta-khian ist eine Unterart der Nang Mai; der Hintergrund ist der buddhistisch-animistische Synkretismus und der Baumkult Thailands.
Weil das edle Holz des Ta-khian begehrt ist, ist das Fäll-Tabu hier besonders stark: Kein Baum wird ohne Riten gefällt oder genutzt. Verbreitet ist zudem die Praxis, aus dem Holz gefällter Ta-khian-Bäume Boote oder Kultobjekte zu fertigen, die weiter verehrt werden; die Geistin bleibt dem Holz damit über die Fällung hinaus verbunden.
Nang Ta-khian ist eine feste Figur des Thai-Horrors und erscheint neben Nang Nak, Krasue und Nang Tani in Filmen. Sie gehört zur klassischen Thai-Geistergalerie, die stark durch das Kino popularisiert wurde.
Religionswissenschaftlich ist Nang Ta-khian ein Ausdruck des Baumkults vom Hamadryaden-Typus, in dem der Geist an einen bestimmten Baum gebunden ist, im animistisch-buddhistischen Synkretismus. Sie ist damit keine frei umherziehende Geistergestalt, sondern die Seele eines konkreten, besonders großen und wertvollen Baumes.
Quellenfest sind bunte Satin- und Seidentücher um den Stamm, Schreine am Baum mit Opfergaben aus Speisen, kleinen Schnitzfiguren und Kleidung sowie das Bitten um Erlaubnis, der Mönchssegen und der Grundsatz, keine Fällung ohne Riten vorzunehmen. Der Umgang mit dem Ta-khian ist damit weniger Abwehr als geregelter Respekt vor der Bewohnerin des Baumes.
Nang Ta-khian entspricht der griechischen Dryade und ist dabei besonders eng an einen einzelnen Baum gebunden wie die Hamadryade; verwandt sind auch der japanische Kodama und die indische Yakshi. Innerhalb Thailands gehört sie zur Gattung der Nang Mai, neben Nang Tani, der Geistin des wilden Bananenbaums.
In welchem Baum lebt Nang Ta-khian?
Im Ta-khian-Baum, botanisch Hopea odorata, einem sehr großen Hartholzbaum von bis zu etwa fünfundvierzig Metern Höhe.
Bringt sie Glück oder Unglück?
Beides: Glück und Reichtum bei respektvollem Umgang, volkstümlich bis zu Lottozahlen, und Unglück bei respektlosem Fällen.
Wie soll man mit dem Baum umgehen?
Nicht ohne Riten fällen: Tücher binden, um Erlaubnis bitten und den Mönchssegen einholen.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Geist des Ta-khian-Baums ist Nang Ta-khian die wohl bekannteste thailändische Baumgeistin: die Seele eines einzelnen, kostbaren Baumes, dessen Holz man nur mit Erlaubnis, Tuch und Mönchssegen berühren darf.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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