Pugot ist Geist der philippinischen Tradition.
Ein schwarzer kopfloser Geist, der als Pugot Mamu Kinder frisst. Der Steckbrief verortet ihn als kopflosen Schrecken der Duhat-Bäume.
Pugot ist ein großes, schwarzes, kopfloses Schreckwesen der philippinischen Folklore, das in Bäumen und im Dunkeln haust. Während der Pugot der Ilocos-Region als Geist vor allem erschreckt, ist der Pugot Mamu Pampangas ein leibhaftiges, kinderfressendes Wesen.
Die Überlieferung gehört zur regionalen Folklore, wie sie Maximo Ramos in seiner niederen Mythologie der Philippinen erfasst hat; die Quellenlage bleibt dünn. Der Pugot bevorzugt Bäume wie Duhat, Santol und Tamarinde als Wohnsitz, wo er nachts nächtliche Passanten erschreckt und dabei die Gestalt wechseln kann, etwa als Schwein, Hund oder Mensch.
Typ: Kopfloses Schreckwesen, regional als leibhaftiger Kinderfresser gedeutet
Herkunft: Philippinische Regionalfolklore, erfasst in Ramos niederer Mythologie
Texte: Ramos, The Creatures of Philippine Lower Mythology (1971), dünne Quellenlage
Zeitraum: mündliche Überlieferung bis in die Gegenwart
Erscheinung: großes, schwarzes, kopfloses Wesen, gestaltwandelnd
Mündlich bis in die Gegenwart: Die Gestalt gehört zur regionalen Folklore und ist bei Ramos in dessen niederer Mythologie der Philippinen festgehalten.
Der Pugot ist vor allem in der Ilocos-Region verbreitet, der leibhaftige Pugot Mamu dagegen in Pampanga.
Dünn: Eigenständige akademische Monografien fehlen, die Überlieferung stützt sich primär auf Ramos und regionale Sammlungen.
Philippinisch: Der Name Pugot bedeutet der Enthauptete oder der Kopflose; Mamu ist ein regionaler Zusatz der Kapampangan-Schreckfigur Pugot Mamu.
Erscheinung
Der Pugot ist ein großes, schwarzes, kopfloses Wesen, das gestaltwandeln und Formen wie Schwein, Hund oder Mensch annehmen kann. Er bevorzugt Bäume wie Duhat, Santol und Tamarinde als Wohnsitz, wo er sich in der Dunkelheit verbirgt.
Wirkung
Der Pugot erschreckt nächtliche Passanten und haust in Bäumen; als Geist steht er vor allem für die Angst vor der Dunkelheit und vor unheimlichen Orten. Der Pugot Mamu dagegen ist ein leibhaftiges Wesen aus Fleisch und Blut mit unstillbarem Hunger auf Kinder, das sie durch eine zahnbesetzte Öffnung oben am Rumpf verschlingt.
Die wichtigsten Aspekte des kopflosen Schreckwesens auf einen Blick.
Regionale Schreckgestalt der philippinischen Folklore, in Ramos niederer Mythologie neben zahlreichen weiteren Geistwesen erfasst.
Nächtliche Passanten, die der Pugot erschreckt, und Kinder, die dem leibhaftigen Pugot Mamu zum Opfer fallen.
Großes, schwarzes, kopfloses Wesen, das als Schwein, Hund oder Mensch erscheinen kann.
Der Name Pugot bedeutet der Enthauptete oder Kopflose; Mamu ist ein regionaler Zusatz der Kapampangan-Schreckfigur. Eine Überlieferungslinie deutet den Pugot als Geist eines enthaupteten Priesters, was die katholische Prägung der Gestalt erkennen lässt.
Wichtig ist die Unterscheidung: Der Pugot gilt als Geist, der vor allem erschreckt, der Pugot Mamu dagegen als Wesen aus Fleisch und Blut mit unstillbarem Hunger auf Kinder, dessen Öffnung oben am Rumpf als zahnbesetztes Maul funktioniert. Beide Gestalten teilen die kopflose, schwarze Erscheinung, doch nur der Pugot Mamu tötet.
Der Pugot ist eine regionale Schreckgestalt und gilt nach dem Aswang als bekannteste Schreckfigur Pampangas. Er erscheint in lokalen Erzählungen, Comics und Halloween-Kontexten.
Religionswissenschaftlich verbindet der Pugot das weltweite Motiv des kopflosen Wesens mit lokalen Waldgeist-Vorstellungen und, in der Deutung als enthaupteter Priester, mit der katholischen Prägung der Philippinen. Er bleibt eine regionale Schreck- und Grenzfigur der Nacht.
Überliefert ist vor allem das Meiden der bewohnten Bäume und dunkler Orte bei Nacht. Allgemein gelten geweihte Gegenstände, Salz und Gebet, dazu ein getragenes Amulett und Weihwasser als christliches Zeichen im Umgang mit dem Schreckwesen. Die spezifische Schutzlore ist regional und dünner belegt als beim Aswang oder der Manananggal.
Der Pugot ist als kopfloses Schreckwesen motivisch mit den kopflosen Reitern und Geistern anderer Kulturen vergleichbar, etwa dem chinesischen Wutou-gui und dem irischen Dullahan. Sein schwarzer, riesenhafter, gestaltwandelnder Charakter verweist zudem auf lokale Riesen- und Waldgeist-Motive.
Ist Pugot dasselbe wie Pugot Mamu?
Verwandt, aber verschieden: Der Pugot ist ein kopfloser Geist, oft eines enthaupteten Priesters, und erschreckt eher; der Pugot Mamu ist ein leibhaftiges, kinderfressendes Wesen.
Wo lebt er?
In Bäumen wie Duhat, Santol und Tamarinde und an dunklen Orten.
Kann er die Gestalt wechseln?
Ja, unter anderem als Schwein, Hund oder Mensch.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als kopfloses Schreckwesen bleibt der Pugot eine Doppelgestalt der philippinischen Nacht: Der stille Geist der Ilocos-Bäume erschreckt, doch wo aus ihm der leibhaftige Pugot Mamu wird, endet die Warnung im Hunger nach Kindern.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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