Der Silkie ist Geist der englischen Volksüberlieferung.
Die weiße Dame, die Ordnung belohnt und Nachlässigkeit straft. Der Steckbrief beschreibt die seidene Erscheinung der Silkie als Kennzeichen ihrer Legende in Northumberland.
Der Silkie oder Silky ist ein nordenglischer, besonders in Northumberland beheimateter Hausgeist in Gestalt einer Frau in raschelnder weißer Seide. Ordentliche Haushalte belohnt er, indem er nachts reinigt und aufräumt; nachlässige straft er mit Streichen.
Streng zu trennen ist er von der schottischen Robbenfrau, dem Selkie, mit der ihn nur der ähnliche Name verbindet. Belegt ist der Silkie vor allem in nordenglischen Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts, unter anderem in den Denham Tracts; bekannt sind die Silky of Black Heddon und die Silky of Denton Hall.
Typ: Moralisierender Hausgeist vom brownie-Typ
Herkunft: Nordenglische Folklore, besonders Northumberland
Texte: Denham Tracts, Henderson, Briggs
Zeitraum: Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts
Erscheinung: Frau in raschelnder weißer Seide
Die Belege stammen aus der nordenglischen Folklore des 19. Jahrhunderts; die wichtigsten Aufzeichnungen sind die Denham Tracts und Hendersons Sammlung zur Folklore der Northern Counties.
Northumberland und Nordengland; die bekanntesten Spukorte des Silkie sind Black Heddon und Denton Hall.
Mittlere Quellenlage: Die Denham Tracts, Henderson und Briggs bilden den Kern der Überlieferung; die Tradition ist regional und literarisch geprägt.
Englisch: Silkie, auch Silky, benannt nach der raschelnden weißen Seide, die das Wesen trägt. Mit dem Selkie, der Robbenfrau der schottischen und orkadischen Meeresfolklore, verbindet ihn nur der ähnlich klingende Name; die beiden Wesen haben nichts miteinander zu tun.
Erscheinung
Der Silkie erscheint als Frau in glänzender, hörbar raschelnder weißer Seide, oft nachts in Haus und Gehöft. Das Rascheln der Seide ist sein akustisches Erkennungszeichen.
Wirkung
Der Silkie prüft die Ordnung des Hauses: Fleißigen und ordentlichen Bewohnern hilft er nachts, indem er reinigt und aufräumt, während er faule und unordentliche Haushalte durch Umwerfen von aufgeräumten Dingen bestraft. Er ist damit ein moralisierender Hausgeist vom brownie-Typ, dem Ordnung und Anstand wichtiger sind als Speiseopfer.
Die wichtigsten Aspekte des Hausgeistes auf einen Blick.
Nordenglische Regionalfolklore des 19. Jahrhunderts: ein Hausgeist vom brownie-Typ mit der Sonderprägung als spukende weiße Dame.
Den Haushalt: Der Silkie prüft die Ordnung des Hauses, steht den Fleißigen nachts bei und straft die Nachlässigen.
Frau in glänzender, hörbar raschelnder weißer Seide, meist nachts in Haus und Gehöft; das Rascheln ist ihr Erkennungszeichen.
Moralische Instanz des Hauses: Bei Ordnung reinigt und räumt er auf, bei Unordnung wirft er Aufgeräumtes wieder um.
Ein ordentlich geführter Haushalt ist der beste Umgang; einige Sagen erzählen von seiner Erlösung, wenn ein verborgener Schatz gefunden und geborgen wird.
Der Name des Silkie kommt von der raschelnden weißen Seide, die das Wesen trägt. Belegt ist er vor allem in nordenglischen Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts, unter anderem in den Denham Tracts; die bekanntesten Gestalten sind die Silky of Black Heddon und die Silky of Denton Hall, an deren Namen sich die regionale Spuktradition bis heute festmacht.
Inhaltlich gehört der Silkie zur Familie der helfenden Hausgeister: ein brownie-Typ, der jedoch nicht als struppiger Helfer, sondern als vornehme, spukende Dame auftritt. Sein Antrieb ist die Ordnung des Hauses, nicht die Gabe am Herd; genau darin liegt seine Eigenart innerhalb der englischen Hausgeister-Überlieferung.
Der Silkie lebt vor allem in nordenglischer Regionalfolklore und in Spukgeschichten um Denton Hall und Black Heddon weiter. Die Namensähnlichkeit führt gelegentlich zur Verwechslung mit dem Selkie, der Robbenfrau der schottischen und orkadischen Meeresfolklore.
Religionswissenschaftlich ist der Silkie ein gutartiger Hausgeist in weißer Seide, der nur Unordentliche straft. Wichtige Klarstellungen: Silkie und Selkie sind völlig verschiedene Wesen, ein Hausgeist gegenüber einer Robbenfrau. Sein Antrieb ist Ordnung, nicht Milch. Und er tritt weiblich und als spukende Erscheinung auf.
Der beste Umgang mit dem Silkie ist ein ordentlich geführter Haushalt; Nachlässigkeit ruft seine Streiche hervor. Einige Sagen erzählen zudem, dass der Geist erlöst wird, wenn ein verborgener Schatz gefunden und geborgen wird. Feste Rituale kennt die Tradition nicht: Die Überlieferung ist regional und literarisch, nicht rituell ausgeprägt, und macht das Wohlverhalten des Hauses selbst zum eigentlichen Schutzmittel.
Was ist ein Silkie?
Ein nordenglischer Hausgeist in Gestalt einer Frau in raschelnder weißer Seide, der ordentliche Haushalte belohnt und nachlässige straft.
Ist der Silkie dasselbe wie der Selkie?
Nein. Der Selkie ist die Robbenfrau der schottischen und orkadischen Meeresfolklore; nur der Name ähnelt sich, die Wesen sind völlig verschieden.
Was mag der Silkie?
Einen ordentlichen Haushalt. Unordnung bestraft er mit Streichen, etwa indem er Aufgeräumtes wieder umwirft.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als nordenglischer Hausgeist und weiße Hausfrau in raschelnder Seide verkörpert der Silkie eine eigene Spielart der Hausgeister-Überlieferung: keine Gabe am Herd entscheidet über seine Gunst, sondern allein die Ordnung des Hauses.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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