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Ashtamangala – die acht glückverheißenden Symbole des Buddhismus

Ashtamangala ist die Bezeichnung für eine Gruppe von acht glückverheißenden Symbolen des Buddhismus. Zu ihr gehören der Schirm, die goldenen Fische, die Schatzvase, der Lotos, das Schneckenhaus, der endlose Knoten, das Siegesbanner und das Rad der Lehre. Gemeinsam stehen die acht Zeichen für Segen, Wohlergehen und den Weg zur Erkenntnis.

SchutzsymbolBuddhismusGlückssymbol
Ashtamangala - Schutzsymbol, museale Illustration

Einordnung

Ashtamangala ist die Bezeichnung für eine feste Gruppe von acht Symbolen aus der Welt des Buddhismus. Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie die acht glückverheißenden Zeichen.

Die acht Zeichen sind der Schirm, das Paar goldener Fische, die Schatzvase, der Lotos, das gewundene Schneckenhaus, der endlose Knoten, das Siegesbanner und das Rad der Lehre. Diese acht Symbole bilden zusammen eine geschlossene Gruppe.

Jedes der acht Zeichen trägt eine eigene Bedeutung, doch erst gemeinsam ergeben sie die Ashtamangala. Sie werden häufig als Reihe oder als Gruppe dargestellt, etwa auf Wandbildern, auf Geräten und auf Geschenken.

Die acht Symbole gelten als Träger von Segen und von gutem Gelingen. Sie werden bei festlichen Anlässen verwendet, schmücken Tempel und Wohnräume und begleiten wichtige Lebensereignisse.

In der Religionswissenschaft ist die Ashtamangala ein gutes Beispiel für eine geordnete Gruppe von Glückssymbolen. Nicht ein einzelnes Zeichen, sondern eine bestimmte Anzahl bildet hier das Schutz- und Segensmotiv.

Diese Seite stellt die acht Symbole als Gruppe vor. Die einzelnen Zeichen, etwa das Rad der Lehre oder der endlose Knoten, werden auf eigenen Seiten ausführlicher behandelt.

Herkunft und Geschichte der acht Zeichen

Die acht Symbole der Ashtamangala sind nicht alle im Buddhismus entstanden. Mehrere von ihnen sind älter und stammen aus der indischen Tradition vor dem Buddhismus.

In der frühen indischen Welt galten manche dieser Zeichen als Gaben oder als Insignien, die einem König oder einem hochgestellten Menschen bei der Krönung überreicht wurden. Sie waren Zeichen der Würde und des günstigen Schicksals.

Der Buddhismus übernahm diese Zeichen und gab ihnen eine neue Deutung. Aus den weltlichen Glückszeichen wurden Symbole, die auf den buddhistischen Weg und auf die Lehre des Buddha bezogen wurden.

Die Zusammenstellung gerade dieser acht Zeichen zu einer festen Gruppe entwickelte sich über längere Zeit. In verschiedenen Regionen und Schulen gab es zunächst leicht abweichende Aufzählungen.

Mit der Zeit setzte sich die heute bekannte Achterreihe durch. Besonders im tibetischen Buddhismus erhielt die Ashtamangala ihre feste Gestalt und ihre große Bedeutung.

Die Geschichte der acht Zeichen zeigt damit einen verbreiteten Vorgang. Ältere Glückszeichen wurden vom Buddhismus aufgenommen, neu gedeutet und zu einer geordneten Gruppe verbunden.

Der Schirm und die goldenen Fische

Der Schirm ist das erste der acht Zeichen. In der indischen Welt war der Schirm ein Zeichen der Würde, denn er wurde über hochgestellten Menschen getragen, um sie vor der Sonne zu schützen.

Im buddhistischen Sinn steht der Schirm für den Schutz vor Leid und vor schädlichen Einflüssen. Er ist ein Bild dafür, dass die Lehre den Menschen behütet wie ein Schirm vor der heißen Sonne.

Das zweite Zeichen ist ein Paar goldener Fische. Die beiden Fische werden meist nebeneinander dargestellt, oft mit kunstvoll geschwungenen Leibern.

Die goldenen Fische stehen für Glück und für ein Leben ohne Furcht. Wie ein Fisch sich frei im Wasser bewegt, so soll der Mensch sich ohne Furcht und ungehindert durch das Dasein bewegen.

Beide Zeichen verbinden eine ältere Bedeutung mit einer buddhistischen Deutung. Der Schirm war ein weltliches Würdezeichen, die Fische ein Zeichen der Fruchtbarkeit und des Glücks.

Im Rahmen der Ashtamangala wurden sie zu Bildern des geistigen Weges. Der Schirm schützt vor dem Leid, die Fische stehen für die Freiheit, die der Weg verspricht.

Die Schatzvase und der Lotos

Die Schatzvase ist das dritte der acht Zeichen. Sie wird als ein bauchiges Gefäß dargestellt, häufig geschmückt und mit einem Tuch oder einer Pflanze versehen.

Die Vase gilt als ein Behälter, der niemals leer wird. Sie steht für Fülle, für langes Leben und für die unerschöpflichen Gaben der Lehre. Wie viel man auch aus ihr nimmt, sie bleibt voll.

Der Lotos ist das vierte Zeichen. Die Lotosblume wächst aus dem Schlamm des Teichbodens empor und entfaltet ihre reine Blüte über dem Wasser.

Aus diesem Wachstum ergibt sich die Bedeutung des Lotos. Er steht für die Reinheit, die aus einem unreinen Grund hervorgeht, und damit für den Weg von der Verstrickung zur Erkenntnis.

Der Lotos gehört zu den wichtigsten Bildern des gesamten Buddhismus. Er begegnet weit über die Ashtamangala hinaus, als Sitz von Buddha-Gestalten und als Bild der geistigen Entfaltung.

Schatzvase und Lotos ergänzen einander. Die Vase steht für die Fülle der Gaben, der Lotos für die innere Reinheit, die der Mensch auf dem Weg gewinnen kann.

Schneckenhaus, Knoten, Banner und Rad

Das gewundene Schneckenhaus ist das fünfte Zeichen. Ein nach rechts gewundenes Schneckenhaus galt als besonders selten und kostbar und wurde als Blasinstrument verwendet.

Das Schneckenhaus steht für den Klang der Lehre, der sich weit ausbreitet. Wie der Ton der Muschel durch das Land schallt, so verbreitet sich die Botschaft des Buddha unter den Menschen.

Der endlose Knoten ist das sechste Zeichen. Er ist ein durchgehend verschlungenes Band ohne Anfang und ohne Ende. Er steht für die Verknüpfung aller Dinge und für die endlose Weisheit. Auf der Seite zum endlosen Knoten ist dieses Zeichen ausführlich dargestellt.

Das Siegesbanner ist das siebte Zeichen. Es war ein Feldzeichen, das einen Sieg anzeigte. Im buddhistischen Sinn steht es für den Sieg der Lehre über das Leid und über die Verstrickung.

Das achte Zeichen ist das Rad der Lehre, das achtspeichige Rad. Es ist das wichtigste der acht Symbole, denn es steht unmittelbar für die Lehre des Buddha. Auf der Seite zum Dharmachakra ist es ausführlich behandelt.

Mit diesen vier Zeichen ist die Achterreihe vollständig. Schneckenhaus, Knoten, Banner und Rad stehen für die Ausbreitung, die Verknüpfung, den Sieg und den Kern der Lehre.

Die acht Zeichen als Gruppe

Die Ashtamangala ist mehr als eine Aufzählung von acht einzelnen Symbolen. Sie ist eine geschlossene Gruppe, und gerade als Gruppe entfaltet sie ihre Bedeutung.

Die acht Zeichen werden häufig gemeinsam dargestellt, in einer Reihe, in einem Kreis oder als geordnete Anordnung. In dieser gemeinsamen Darstellung sind sie sofort als Ashtamangala zu erkennen.

Die Zahl acht ist dabei nicht zufällig. Sie verweist auf den achtfachen Pfad, den der Buddhismus als Weg zur Erkenntnis lehrt. Die acht Speichen des Rades stehen für dieselben acht Glieder des Weges.

Als Gruppe decken die acht Zeichen verschiedene Seiten des Segens und des Weges ab. Sie sprechen von Schutz, von Freiheit, von Fülle, von Reinheit, von der Ausbreitung der Lehre und vom Sieg der Erkenntnis.

Gemeinsam ergeben die acht Zeichen damit ein umfassendes Bild des günstigen Lebens und des geistigen Weges. Kein einzelnes Zeichen könnte für sich diese Fülle ausdrücken.

Die Ashtamangala zeigt damit ein eigenes Gestaltungsprinzip. Eine bestimmte Anzahl von Zeichen wird zu einer festen Gruppe gefügt, und in dieser geordneten Vielheit liegt die volle Bedeutung.

Verwendung im religiösen und im festlichen Leben

Die Ashtamangala ist tief in das religiöse und in das festliche Leben der buddhistischen Welt eingebunden. Die acht Zeichen begegnen an vielen Orten und zu vielen Anlässen.

In den Tempeln schmücken die acht Zeichen die Wände, die Decken, die Geräte und die Altäre. Sie sind Teil der Ausstattung heiliger Räume und stellen diese unter den Segen, für den sie stehen.

Bei festlichen Anlässen werden die acht Zeichen besonders gern verwendet. Zu Hochzeiten, zu Neujahrsfesten und zu wichtigen Lebensereignissen schmücken sie Häuser, Geschenke und Speisen.

Auch im Haushalt sind die Zeichen verbreitet. Sie erscheinen auf Tüchern, auf Geschirr, auf Möbeln und auf Schmuck. Überall sollen sie Segen und gutes Gelingen in das tägliche Leben tragen.

Beim Empfang eines geehrten Gastes oder eines Lehrers werden die acht Zeichen mitunter als Begrüßung dargestellt, etwa mit Mehl oder mit farbigem Pulver auf den Boden gestreut.

Diese breite Verwendung zeigt, dass die Ashtamangala kein abgeschlossenes Gelehrtenwissen ist. Sie gehört zum sichtbaren, gelebten Alltag der buddhistischen Welt und begleitet ihre Feste.

Glück, Segen und Schutz

Die Ashtamangala wird als Träger von Glück und von Segen verstanden. Damit gehört sie zu den Glückssymbolen, und ihr Verhältnis zum Schutz ist von dieser Bedeutung her zu verstehen.

Die acht Zeichen wehren nicht im engeren Sinn ein Übel ab. Sie sind keine Schreckbilder und keine abwehrenden Amulette. Ihre Wirkung ist die eines günstigen, segensreichen Zeichens.

Der Schutz, der von der Ashtamangala ausgeht, ist damit ein Schutz durch das Gute. Indem die acht Zeichen Glück und Segen herbeirufen, sollen sie das Leben in eine günstige Richtung lenken.

Mehrere der acht Zeichen tragen zudem unmittelbar einen schützenden Sinn. Der Schirm steht für den Schutz vor Leid, das Siegesbanner für den Sieg über schädliche Mächte.

Vor allem aber liegt der Schutz in der Hinwendung zur Lehre. Die acht Zeichen verweisen auf den buddhistischen Weg, und dieser Weg ist es, der nach buddhistischem Verständnis vor dem Leid bewahrt.

Die Ashtamangala ist damit ein Glücks- und Segenszeichen mit schützendem Zug. Sie schützt nicht durch Abwehr, sondern indem sie das Gute herbeiruft und an den Weg zur Erkenntnis erinnert.

Heutige Rezeption

Die Ashtamangala ist in der buddhistischen Welt bis heute außerordentlich gegenwärtig. In den Ländern des tibetischen Buddhismus und darüber hinaus sind die acht Zeichen ein vertrauter Anblick.

In Tempeln, in Klöstern und in Wohnräumen schmücken die acht Symbole bis heute Wände, Geräte und Geschenke. Bei Festen und bei wichtigen Anlässen werden sie unverändert verwendet.

Als Schmuck und als Anhänger werden einzelne der acht Zeichen von vielen Menschen getragen. Besonders der endlose Knoten und der Lotos sind als Schmuckmotive weit verbreitet.

Über die buddhistische Welt hinaus sind die acht Zeichen auch im Westen bekannt geworden. Mit dem Interesse am tibetischen Buddhismus haben sie als dekoratives Motiv eine weite Verbreitung gefunden.

In dieser weiteren Verwendung kann die genaue religiöse Bedeutung in den Hintergrund treten. Die Zeichen werden dann oft allgemein als Glücks- oder Schmuckmotive verstanden.

In ihrem Kern bleibt die Ashtamangala jedoch das, was sie immer war, eine geordnete Gruppe von acht Zeichen, die für Segen, für gutes Gelingen und für den Weg des Buddhismus zur Erkenntnis steht.

Literatur (Auswahl)

  • Robert Beer: Die Symbole des tibetischen Buddhismus (2003)
  • Robert Beer: The Handbook of Tibetan Buddhist Symbols (2003)
  • Dagyab Rinpoche: Buddhistische Glückssymbole und Opfergaben (1992)
  • Loden Sherap Dagyab: Buddhist Symbols in Tibetan Culture (1995)
  • Marylin M. Rhie und Robert A. F. Thurman: Weisheit und Liebe. 1000 Jahre Kunst des tibetischen Buddhismus (1996)

Verwandte Schlüsselbegriffe: Ashtamangala acht Glückssymbole Buddhismus Schirm goldene Fische Schatzvase Lotos Siegesbanner Dharmachakra.

iWell Guard und Schutztraditionen

iWell Guard steht in der kulturhistorischen Linie tragbarer Schutzobjekte, zu der auch die Ashtamangala gehört. Ein moderner Begleiter für Menschen, die mit Schutzsymbolen leben: gefertigt in Deutschland, 41 Ebenen aus Echtgold, Platin und Silber, mit 30-Tage-Rückgaberecht.

Persönliche Erfahrungen können unterschiedlich sein. Kein Medizinprodukt. Kein Heilversprechen.