Bäckahäst ist Dämon der germanischen/nordischen Tradition.
Ein weißes Pferd, dessen Rücken zur tödlichen Falle wird. Die Legende um den endlosen Rücken zeigt, wie das weiße Pferd Bäckahäst seine Reiter in die tödliche Falle lockt.
Der Bäckahäst ist das Bachpferd der schwedischen Sagen, ein schönes weißes Pferd, das aus Bächen und Seen auftaucht. Es lockt Kinder auf seinen Rücken, der sich dehnt, um immer mehr aufzunehmen, und zieht sie dann in die Tiefe, um sie zu ertränken.
Die Überlieferung ist vorchristlich verwurzelt und besonders aus Skåne im Süden Schwedens belegt. In Südschweden übernimmt der Bäckahäst dabei die Rolle, die andernorts der Näcken in Pferdegestalt spielt, bleibt aber ein eigenständiges Wesen mit eigenem Namen und eigener Fangmethode.
Typ: Dämonisches Wasserpferd, Todesfalle vor allem für Kinder
Herkunft: Schwedische Volksüberlieferung, vorchristlich verwurzelt, Kernbeleg Skåne
Texte: Kernmotive gut belegt, einzelne kanonische schwedische Primärsammlung dünn
Zeitraum: vorchristlich verwurzelt, bis heute lebendige Sagenüberlieferung
Erscheinung: schönes weißes Pferd mit sich dehnendem Rücken, teils scharfen Zähnen
Vorchristlich verwurzelt und bis in die heutige Sagenüberlieferung lebendig, mit dem Kernbeleg aus Skåne im Süden Schwedens.
Schweden, vor allem der Süden des Landes; der Bäckahäst ist Teil des gesamtgermanischen Wasserpferd-Motivs.
Die Kernmotive, das lockende weiße Pferd und der dehnende Rücken, sind über die vergleichende Folklore gut abgesichert. Eine einzelne kanonische schwedische Primärsammlung allein zum Bäckahäst ließ sich dagegen nicht sauber verifizieren.
Schwedisch: bäck bedeutet Bach, häst Pferd: Bäckahäst heißt wörtlich Bachpferd. Der Name benennt damit unmittelbar Ort und Gestalt des Wesens, das Pferd, das aus dem Bach steigt.
Erscheinung
Der Bäckahäst zeigt sich als schönes, bleiches, weißes Pferd, das aus Bächen und Seen auftaucht. Steigt jemand auf seinen Rücken, dehnt sich dieser, sodass immer mehr Kinder Platz finden und niemand mehr absteigen kann; teils wird ihm zudem ein Maul voller scharfer Zähne nachgesagt, das das harmlose Pferdebild unterläuft.
Wirkung
Der Bäckahäst ist eine reine Todesfalle, vor allem für Kinder: Verlockung, Haften-Bleiben auf dem dehnenden Rücken, Sturz ins Wasser und Ertränken. Anders als der harfenspielende Näcken wirkt er allein über die verlockende Pferdegestalt; seine Sage schärft die Vorsicht an Bächen und Seen ein.
Die wichtigsten Aspekte des Bachpferds auf einen Blick.
Teil des gesamtgermanischen Wasserpferd-Motivs, mit dem Kernbeleg aus Skåne im Süden Schwedens.
Vor allem Kinder, die er auf seinen sich dehnenden Rücken lockt; Erwachsene erscheinen in der Überlieferung seltener als Ziel.
Ein schönes, bleiches, weißes Pferd, dessen Rücken sich dehnt; teils mit einem Maul voller scharfer Zähne.
Eine reine Todesfalle für Kinder an Bächen und Seen, zugleich eine Warnsage vor gefährlichen Gewässern.
Ein Stück Stahl zwischen Pferd und Wasser werfen; nur wer ungewaschen ist, gilt als gefährdet, frisch Gebadete als sicher; notfalls Zaum und Eisen zur Bändigung.
Direktes Gegenstück ist der schottische Kelpie, dazu Each-uisge und Ceffyl Dŵr; der Bäckahäst bleibt dabei ein reines Pferd ohne Zwischenform.
Der Name bedeutet Bachpferd, aus dem schwedischen bäck, Bach, und häst, Pferd. Die Überlieferung ist vorchristlich verwurzelt und besonders aus Skåne im Süden Schwedens belegt; der Bäckahäst ist Teil des gesamtgermanischen Wasserpferd-Motivs. Aus Skåne stammt die klassische Beschreibung als bleiches, weißes Pferd am Wasser: Kinder werden verlockt aufzusteigen, der Rücken dehnt sich, sie können nicht mehr abspringen, und das Pferd stürzt sich ins Wasser.
In Südschweden übernimmt der Bäckahäst die Rolle, die andernorts der Näcken in Pferdegestalt spielt. Teils wird ihm zudem ein Maul voller scharfer Zähne nachgesagt, das das harmlose Pferdebild unterläuft und die Todesfalle hinter der Schönheit sichtbar macht.
Der Bäckahäst ist ein fester Bestandteil der schwedischen Volkssagen und der vergleichenden Wasserpferd-Folklore. In der Forschung wird er regelmäßig neben Kelpie, Each-uisge und Ceffyl Dŵr als germanisch-keltisches Parallelphänomen behandelt und gehört zum lebendigen Erzählgut Südschwedens.
Religionswissenschaftlich gehört der Bäckahäst zum weit verbreiteten Typus des dämonischen Wasserpferds, das das Wasser als lebensbedrohliche Macht personifiziert und eine Warnfunktion vor gefährlichen Gewässern erfüllt, besonders für Kinder. Die Schutzmittel Stahl und Reinlichkeit spiegeln typische apotropäische Vorstellungen wider, den Metallbann und die rituelle Reinheit, und das Zaum-Motiv verweist auf die erzwungene Dienstbarkeit übernatürlicher Wesen.
Überliefert sind mehrere quellenfeste Gegenmittel. Wirft man ein Stück Stahl zwischen das Pferd und das Wasser, kann es diesen Weg nicht mehr nehmen, und seine Macht ist gebrochen; Schwimmer schützten sich, indem sie ein Stück Stahl ins Wasser warfen. Nach alter schwedischer Überlieferung kann der Bäckahäst zudem nur ungewaschenen Menschen schaden, sodass frisch Gebadete vor ihm sicher sind. Schließlich lässt sich das Wesen durch das Anlegen eines Zaums bändigen und mit Eisen und Stahl zur Unterwerfung zwingen.
Der Bäckahäst ersetzt in Südschweden die Pferdegestalt des Näcken und ist damit dem germanischen Nix verwandt. Sein direktes Gegenstück ist der schottische Kelpie, dazu das gefährlichere Each-uisge und das walisische Ceffyl Dŵr; weitere Inselvarianten sind der isländische Nykur und die Wasserpferde von Shetland, Orkney und der Isle of Man. Zur selben, unter germanisch geführten Tradition zählt auch der Nuckelavee, der als eigenständige, vom reinen Pferdebild gelöste Schreckgestalt gilt und damit deutlicher vom Bäckahäst abweicht als die reinen Pferdewesen Kelpie und Each-uisge.
Wie erkennt man den Bäckahäst?
Als schönes weißes Pferd am Bach oder See, dessen Rücken sich dehnt, sobald jemand aufsteigt, sodass immer mehr Kinder Platz finden und niemand mehr absteigen kann.
Wie schützt man sich vor ihm?
Man wirft ein Stück Stahl zwischen das Pferd und das Wasser, wodurch seine Macht gebrochen wird. Nach alter Überlieferung schadet er zudem nur ungewaschenen Menschen, sodass frisch Gebadete sicher sind.
Ist er dasselbe wie der Näcken?
In Südschweden übernimmt der Bäckahäst die Pferdegestalt-Rolle des Näcken. Beide sind eng verwandt, aber nicht identisch.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Bäckahäst Bachpferd der schwedischen Sagen bekannt, bleibt er vor allem eines: ein schwedisches Wasserpferd, dessen scheinbar harmloser Rücken sich für jedes weitere Kind dehnt, bis der Sprung zurück ans Ufer nicht mehr gelingt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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