Lagahoo ist Dämon der Überlieferung Trinidads.
Tagsüber Mensch, nachts eine kopflose Gestalt mit Sarg und Ketten. Der Steckbrief zeigt den Wandel vom Menschen zur kopflosen Schreckgestalt. Lagahoo ist der karibische Gestaltwandler, und die folgenden Abschnitte legen dar, welche Verwandlungen ihm zugeschrieben werden.
Lagahoo ist ein werwolfartiger Gestaltwandler der Folklore Trinidads. Tagsüber ein gewöhnlicher Mensch, oft als Zauberer gedeutet, streift er nachts als kopflose Gestalt umher, die einen Sarg mit drei brennenden Kerzen trägt und eine schwere Eisenkette hinter sich herschleift.
Der Name ist eine Kreolisierung des französischen loup-garou, Werwolf, zu Lagahoo oder Ligahoo. Das Wesen kam mit französischen Pflanzern und versklavten Afrikanern nach der Cedula of Population von 1783 nach Trinidad und verschmilzt den europäischen Werwolf mit westafrikanischen Vorstellungen von gestaltwandelnden Hexen und menschenfressenden Geistern.
Im Kampf durchläuft er alle Gestalten, Hund, Pferd, Katze, Schwein und Stier, wird zu tosenden Wasserwogen und zerfällt schließlich in schwarzen Nebel.
Typ: Werwolfartiger Gestaltwandler und Blutsauger
Herkunft: Kreolisierung des französischen loup-garou, nach Trinidad gebracht ab 1783
Texte: Populär-folkloristische und literarische Überlieferung
Zeitraum: Folklore von Trinidad und Tobago seit dem Zustrom französischer Katholiken ab 1783
Erscheinung: tagsüber ein Mensch, nachts kopflose Gestalt mit Sarg, Kerzen und Ketten sowie Gestaltwandler
Die Folklore von Trinidad und Tobago kennt den Lagahoo seit dem Zustrom französischer Katholiken nach der Cedula of Population von 1783.
Trinidad und Tobago. Er streift nachts auf den Straßen umher und bedroht dort auch Vieh.
Populär und literarisch: Für den Lagahoo überwiegt populäre und literarische Literatur, eigenständige wissenschaftliche Monografien fehlen.
Kreolisch: Der Name ist eine Kreolisierung des französischen loup-garou, Werwolf, zu Lagahoo oder Ligahoo. Beide Schreibweisen bezeichnen dasselbe Wesen der Folklore Trinidads.
Erscheinung
Kopflosigkeit, der Sarg mit drei Kerzen und die Ketten bilden ein Todes- und Verdammnismotiv. Der Gestaltwandel ist der Kern des Wesens, das keine feste Form hat; Ketten und Blutsaugen verknüpfen es mit Straf- und Vampirmotiven.
Wirkung
Der Lagahoo verbreitet nächtlichen Schrecken auf den Straßen und ist ein Blutsauger, auch am Vieh. Beim Kampf durchläuft er alle Gestalten, Hund, Pferd, Katze, Schwein und Stier, wird zu tosenden Wasserwogen und zerfällt schließlich in schwarzen Nebel.
Die wichtigsten Aspekte des Gestaltwandlers auf einen Blick.
Kreolischer Diaspora-Synkretismus, der den europäischen Werwolf mit westafrikanischen Vorstellungen gestaltwandelnder Hexen verbindet.
Nächtliche Reisende auf den Straßen Trinidads sowie Vieh, das er als Blutsauger angreift.
Kopflose Gestalt mit hölzernem Sarg, drei brennenden Kerzen und einer schweren, schleifenden Eisenkette.
Nächtlicher Schrecken und Blutsaugen; im Kampf wechselt er durch mehrere Tiergestalten bis hin zu Wasserwogen und schwarzem Nebel.
Ein neun Tage in Weihwasser und Weihöl geweihter Stock löst das Wesen im Kampf auf; die Abwehr bleibt christlich geprägt.
Verwandt ist die Soucouyant, die dieselbe loup-garou-Wurzel teilt, sowie der jamaikanische Rolling Calf; über die Karibik hinaus steht ihm der slawische Vukodlak nahe.
Der Name ist eine Kreolisierung des französischen loup-garou, Werwolf, zu Lagahoo oder Ligahoo. Das Wesen kam mit französischen Pflanzern und versklavten Afrikanern nach der Cedula of Population von 1783 nach Trinidad.
Dabei verschmilzt der Lagahoo den europäischen Werwolf mit westafrikanischen Vorstellungen von gestaltwandelnden Hexen und menschenfressenden Geistern zu einer eigenständigen kreolischen Figur, gebrochen durch die katholische Abwehrpraxis mit Weihwasser und Weihöl.
Der Lagahoo ist eine feste Figur der Erzählkultur von Trinidad und Tobago und erscheint in der Literatur, unter anderem bei James Christopher Aboud und Tracey Baptiste.
Religionswissenschaftlich ist der Lagahoo ein reiner Diaspora-Synkretismus, in dem der europäische Werwolf auf afrikanische Gestaltwandler-Hexerei trifft, gebrochen durch die katholische Abwehrpraxis mit Weihwasser und Weihöl. Er ist eine koloniale Nachtangst-Figur und Ausdruck des Verdachts der Hexerei gegen den tagsüber normalen Menschen.
Quellenfest ist ein Stock, der neun Tage lang in Weihwasser und Weihöl gelegt wurde: Schlägt man damit auf das Wesen ein, durchläuft es alle Gestalten und löst sich in schwarzem Nebel auf. Auch ein Amulett und kaltes Eisen gelten gegen den Gestaltwandler, ebenso das Kreuz und geweihte Zeichen der christlich geprägten Abwehr.
Der Lagahoo geht auf den europäischen Werwolf, den loup-garou, zurück und ist mit dem slawischen Vukodlak, dem Werwolf-Vampir, verwandt. Als kreolischer Gestaltwandler steht er zudem dem haitianischen Loogaroo nahe sowie der Soucouyant, die dieselbe loup-garou-Wurzel teilt.
Was bedeutet der Name?
Lagahoo ist die kreolische Form des französischen loup-garou, Werwolf.
Wie sieht er aus?
Nachts kopflos, mit Sarg und drei Kerzen sowie schleifenden Ketten, im Übrigen ein Gestaltwandler.
Wie besiegt man ihn?
Mit einem Stock, der neun Tage in Weihwasser und Weihöl geweiht wurde.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Der Lagahoo ist ein karibischer Werwolf und Gestaltwandler Trinidads: Tagsüber ein gewöhnlicher Mensch, nachts eine kopflose Gestalt mit Sarg und Ketten, die sich im Kampf durch immer neue Formen wandelt, bis sie als schwarzer Nebel zerfällt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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