Der Iroko-Mann ist Geist der Yoruba-Tradition.
Wer den heiligen Baum fällt, zieht den Fluch auf seine Familie. Der Schutz des heiligen Baums steht im Zentrum der Überlieferung um den Iroko-Mann.
Der Iroko-Mann ist der Geist des heiligen Iroko-Baums der Yoruba, dessen himmelhohe Krone als Thron Gottes gilt. Der Baum, botanisch Milicia excelsa, wird bis etwa fünfhundert Jahre alt und verkörpert Langlebigkeit, Kraft und Stabilität.
Der Geist kann als Mann erscheinen und ist unmittelbar gefährlich: Wer ihm von Angesicht begegnet, verfällt nach der Überlieferung dem Wahnsinn und stirbt; wer den Baum fällt, ist verflucht und bringt Unglück über seine Familie. In der afroamerikanischen Diaspora lebt der Iroko als eigenständige Gottheit fort.
Typ: Baumgeist des heiligen Iroko-Baums
Herkunft: Yoruba in Nigeria und Benin
Texte: Ethnobotanik und Diaspora-Studien
Zeitraum: lebendiger Baumkult mit Ausstrahlung in die Diaspora
Erscheinung: Geist des Baumes, der als Mann erscheinen kann
Der Iroko-Kult ist ein verbreiteter Yoruba-Baumkult, gut belegt in der Ethnobotanik und in Studien zu den Diaspora-Religionen.
Das Yoruba-Land in Nigeria und Benin, mit Ausstrahlung in die afroamerikanische Diaspora von Kuba über Brasilien bis Haiti.
Gut: Der Baumkult ist in der Ethnobotanik und in Diaspora-Studien dokumentiert, von Verger bis Thompson.
Yoruba: Iroko ist der Yoruba-Name des Baumes, botanisch Milicia excelsa. Im Hausa heißt er loko, eine Wurzel, die zur Diaspora-Gottheit Loko oder Papa Loko führt.
Erscheinung
Der Iroko ist die Achse zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt; die Höhe seiner Krone gilt als Thron Gottes. Der Baum symbolisiert Langlebigkeit, Kraft und Stabilität, und sein Geist kann als Mann erscheinen.
Wirkung
Wer dem Iroko-Mann von Angesicht begegnet, verfällt nach der Überlieferung dem Wahnsinn und stirbt. Wer den Baum fällt, ist verflucht und bringt Unglück über seine Familie.
Die wichtigsten Aspekte des Baumgeistes auf einen Blick.
Heiliger Baum der Yoruba mit gut belegtem Baumkult; verehrt auch in Igbo-Legenden und im Vodun Togos und Benins.
Alle, die dem Baum zu nahe kommen, besonders Holzfäller: Der Frevel am Baum trifft den Täter und seine Familie.
Der Baumgeist des bis etwa fünfhundert Jahre alten Iroko; sein Sitz in der himmelhohen Krone wird als Thron Gottes gedeutet.
Hüter des heiligen Baumes und Weltachse zwischen den Welten; bei Respekt spendet er Segen, Wohlstand und Schutz.
Rituale und Opfergaben am Fuß des Baumes; wer Holz nehmen muss, bittet zuvor um Erlaubnis oder bringt Opfer, um den Fluch abzuwenden.
Der Iroko, botanisch Milicia excelsa, wird bis etwa fünfhundert Jahre alt und gilt bei den Yoruba als heiliger Baum, bewohnt vom Iroko-Mann, dessen Sitz in der himmelhohen Krone als Thron Gottes gedeutet wird. Iroko ist der Yoruba-Name des Baumes; im Hausa heißt er loko, eine Wurzel, die zur Diaspora-Gottheit Loko oder Papa Loko führt.
Der Baumkult ist gut in der Ethnobotanik und in Diaspora-Studien belegt. Der Baum ist die Achse zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt; an seinem Fuß werden Rituale und Opfergaben dargebracht, um Segen, Wohlstand und Schutz zu erbitten.
In den afroamerikanischen Diaspora-Religionen lebt der Iroko als eigenständige Gottheit fort: als Iroko im kubanischen Santería, dessen materieller Sitz meist die Ceiba ist, als Iroko im brasilianischen Candomblé und als Loko oder Papa Loko im haitianischen Vodou, dem Hüter des Heiligtums. Auch in Igbo-Legenden und im Vodun Togos und Benins wird er verehrt.
Religionswissenschaftlich ist der Iroko-Mann ein klassischer Baumkult: der heilige Baum als bewohnter, gefährlicher Hüter und als Weltachse zwischen den Welten. Er verbindet Naturheiligkeit, Ahnen- und Geisterwelt und eine rituelle Ökonomie aus Opfer für Segen und Fluch bei Frevel. In der Diaspora wandelte er sich vom Ortsgeist zur transportablen Gottheit mit der Ceiba als Ersatzthron.
Quellenfest ist, den Baum zu respektieren, ihn nicht zu fällen und ihm nicht respektlos zu nahe zu kommen. An seinem Fuß werden Rituale und Opfergaben dargebracht, um Segen, Wohlstand und Schutz zu erbitten. Wer Holz nehmen muss, bittet in der Tradition zuvor um Erlaubnis oder bringt Opfer, um den Fluch abzuwenden.
Der Iroko-Mann entspricht der griechischen Dryade, dem in einem bestimmten Baum wohnenden Baumgeist, und dem japanischen Kodama, dem Geist heiliger, uralter Bäume, dessen Fällen Unglück bringt. Innerhalb der Yoruba-Tradition ist er von Aja und Aroni zu unterscheiden: Aja ist die Orisha des ganzen Waldes, Aroni ein frei umherziehender Waldgeist im Osanyin-Umfeld, der Iroko-Mann dagegen an seinen einen heiligen Baum gebunden.
Warum darf man den Iroko nicht fällen?
Der Baumgeist verflucht die Fäller und ihre Familie mit Unglück; die Abwehr des Fluchs verlangt Bitte um Erlaubnis oder Opfer.
Kann der Geist Gestalt annehmen?
Ja, er kann als Mann erscheinen; ihn direkt zu sehen, gilt als tödlich und führt der Überlieferung nach in den Wahnsinn.
Lebt der Iroko-Kult noch?
Ja, in Westafrika und, als Loko oder Iroko, in Santería, Candomblé und Vodou.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Der Iroko-Mann macht aus einem Baum ein Heiligtum: Als Iroko-Baumgeist bewohnt er, was seit Generationen als heiliger Baum der Yoruba verehrt wird, spendet Segen bei Respekt und vergilt den Frevel mit Fluch, Wahnsinn und Unglück.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Im Schutz-Kompass vergleichen →Empfohlene Schutzmittel
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