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Yum, das fünfte Kind des Windvaters

Yum ist Geist der Lakota-Überlieferung.

Der Wirbelwind ohne eigene Himmelsrichtung.

GeistLakota

Inhaltsverzeichnis

Yum, der Wirbelwind der Lakota
Yum

Yum, auch Yumni, ist bei den Lakota der Wirbelwind, das jüngste, fünfte Kind des Windvaters Tate. Anders als die vier Windsöhne erhält er keine eigene Himmelsrichtung; er verkörpert das Unberechenbare und Verspielte des Wirbelwinds und steht außerhalb der geordneten Struktur.

Fassbar ist Yum fast ausschließlich über James R. Walker, popularisiert in der Sammlung The Sons of the Wind. Selbst innerhalb von Walkers Material ist er auffällig dünn überliefert und tritt vor allem als das ungewöhnliche jüngste Kind auf.

Auf einen Blick: Yum

Typ: Wirbelwind, jüngstes der fünf Windkinder
Herkunft: Lakota, nördliche Plains
Texte: fast nur bei Walker, popularisiert in The Sons of the Wind
Zeitraum: Lakota-Überlieferung, dokumentiert um 1900
Erscheinung: der Wirbelwind selbst, jüngster Bruder der Winde

Überlieferungskontext

Zeitraum der Texte

Lakota-Überlieferung, fast ausschließlich in Walkers Aufzeichnungen um 1900 fassbar und über The Sons of the Wind popularisiert.

Verbreitungsraum

Die Lakota der nördlichen Plains; Yum gehört in die Kosmologie der Windfamilie um den Windvater Tate.

Quellenlage

Sehr dünn und Walker-abhängig: Selbst innerhalb von Walkers Material ist Yum auffällig knapp überliefert.

Name und Varianten

Lakota: Yumni bedeutet Wirbelwind, eine Verkürzung von Wamniomni; Yum ist die Kurzform. Der Name benennt die Erscheinung selbst, den kreiselnden Wind.

Beschreibung

Erscheinung

Yum ist der Wirbelwind selbst, ein kleiner, sprunghafter, unfertiger jüngster Bruder. Er verkörpert das Unberechenbare des Windes.

Wirkung

Yum ist im Erzählkontext mit Spiel, Werben und Unberechenbarkeit verbunden. Er steht außerhalb der geordneten Vier-Richtungen-Struktur, da er keine eigene Himmelsrichtung erhält; nicht bösartig-zerstörerisch, aber unstet.

Steckbrief: Yum

Die wichtigsten Aspekte des Wirbelwinds auf einen Blick.

Tradition

Jüngstes Kind der Windfamilie um Tate in Walkers Zyklus; eine dünn belegte Nebenfigur der Lakota-Kosmologie.

Bezogen auf

Die Windfamilie und ihre Ordnung: Als fünftes Kind fällt Yum aus der Struktur der vier Richtungssöhne heraus.

Darstellung

Der Wirbelwind selbst: klein, sprunghaft und unfertig, der jüngste Bruder unter den Winden.

Funktion

Verkörperung des Unberechenbaren und Verspielten am Wind; im Erzählkontext mit Spiel und Werben verbunden.

Umgang

Eine belastbare eigenständige Kult- oder Schutzform ist nicht überliefert; hier ist Zurückhaltung und Nicht-Erfindung geboten.

Abgrenzung

Kein Richtungswind wie seine Brüder und nicht zu verwechseln mit dem historischen Oglala-Häuptling Whirlwind, Wamniomni, einer realen Person.

Das ungewöhnliche jüngste Kind bei Walker

Yumni bedeutet Wirbelwind, eine Verkürzung von Wamniomni; Yum ist die Kurzform. Fassbar ist die Gestalt fast ausschließlich über James R. Walker, popularisiert in der Sammlung The Sons of the Wind. In dessen Zyklus ist Yum das jüngste, fünfte Kind des Windvaters Tate.

Während die vier älteren Brüder ausgesandt werden, um die Himmelsrichtungen festzulegen, erhält Yum keine eigene Richtung: Er bleibt der Wirbelwind, der sich der Ordnung entzieht. Selbst innerhalb von Walkers Material ist er auffällig dünn überliefert und tritt vor allem als das ungewöhnliche jüngste Kind auf.

Randfigur und Verwechslung

Yum ist eine Randfigur und wird gelegentlich mit dem historischen Oglala-Häuptling Whirlwind, Wamniomni, verwechselt, einer realen Person, keinem Geistwesen.

Religionswissenschaftlich zeigt Yum das Motiv des Wirbelwinds als jüngstes, ungeordnetes Windkind. Wichtige Klarstellung: Er ist keine breit und unabhängig bezeugte Gottheit, sondern eine dünn belegte, Walker-abhängige Nebenfigur, und nicht mit dem historischen Häuptling Whirlwind zu verwechseln.

Zurückhaltung statt erfundener Rituale

Eine belastbare eigenständige Kult- oder Schutzform zu Yum ist nicht überliefert. Hier ist Zurückhaltung und Nicht-Erfindung geboten; das ist ehrlich festzuhalten. Wer dem Wirbelwind der Plains begegnet, findet in der Überlieferung keine Abwehrformel, sondern eine Erzählfigur, die das Sprunghafte des Windes in die Windfamilie einordnet.

Yum in der Windfamilie und darüber hinaus

Yum verkörpert das Motiv des jüngsten, wilden Windkindes außerhalb der Ordnung. Innerhalb der Lakota-Windfamilie steht er neben den vier Richtungssöhnen des Tate; über allem steht die Himmels- und Bewegungskraft Taku Skanskan. Als verkörperter Wirbelsturm ganz anderer Art begegnet in der philippinischen Überlieferung der Buhawi.

Häufige Fragen zu Yum

Wer ist Yum?

Der Wirbelwind und das jüngste, fünfte Windkind des Windvaters Tate bei den Lakota.

Warum hat er keine Himmelsrichtung?

Anders als die vier Windsöhne steht er als Wirbelwind außerhalb der geordneten Vier-Richtungen-Struktur.

Ist Yum gut belegt?

Nein. Er ist eine dünn überlieferte, Walker-abhängige Nebenfigur und nicht mit dem historischen Häuptling Whirlwind zu verwechseln.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

  • Tate – der Windvater und Vater der fünf Windkinder
  • Taku Skanskan – die Himmels- und Bewegungskraft der Lakota
  • Buhawi – der philippinische Wirbelsturm zum Vergleich
  • Amulett, Salbei, Schutzkerze – überlieferte Schutzmittel des Hauses

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Walker, James R.: Lakota Myth. Lincoln 1983.
  • Walker, James R.: Lakota Belief and Ritual. Lincoln 1980.
  • Dooling, D. M. (Hg.): The Sons of the Wind. New York 1984.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

So bleibt Yum der Lakota Wirbelwind im wörtlichen Sinn: eine kleine, sprunghafte Gestalt, die als jüngstes Windkind keine Richtung erhielt und gerade darin das Unberechenbare des Windes verkörpert.

Einordnung & Schutz

IISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe II zu – Spürbare Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

Im Schutz-Kompass vergleichen →

Empfohlene Schutzmittel

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