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Shellycoat, der Schabernack im klappernden Muschelgewand

Shellycoat ist Geist der schottischen Tradition.

Muschelbehängter Schabernack, der Wanderer im Kreis führt. Shellycoat zählt in den schottischen Sagen zu den Wassergeistern, und der Eintrag beschreibt, was diese Zuordnung umfasst.

Inhaltsverzeichnis

Shellycoat, Geist der schottischen Tradition
Shellycoat

Der Shellycoat ist ein Wassergeist der schottischen Grenzlande im muschelbehängten, klappernden Gewand.

Walter Scott hielt ihn 1802 als Bogle fest. Er neckt Reisende und führt sie im Kreis, gilt aber als weniger gefährlich als der Kelpie.

Auf einen Blick: Shellycoat

Typ: Wassergeist im muschelbehängten Gewand
Herkunft: schottisch-englischer Grenzland-Sagenkreis
Texte: Scott (1802); Briggs
Zeitraum: schriftlich seit 1802
Erscheinung: humanoide, muschelbehängte Gestalt

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Schriftlich seit 1802 bei Scott, über Briggs zur festen Größe der Feenlexika.

Verbreitungsraum

Südschottland, vor allem die Scottish Borders, und Nordengland.

Quellenlage

Solide: Scotts Ersterwähnung und Briggs Werk bilden die Basis.

Name und Varianten

Sprache: Shellycoat, aus shell, Muschel, und coat, Gewand, benennt das verräterische Gewand.

Gestalt und Wirken

Erscheinung

Das klappernde Muschelgewand macht ihn nie lautlos.

Wirkung

Er täuscht Ertrinkende vor, bricht in Gelächter aus und verschwindet platschend. Nachtwanderer führt er im Kreis, seine Wirkung bleibt Spott.

Steckbrief: Shellycoat

Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick.

Tradition

Grenzland-Sagenkreis, seit 1802 literarisch gefasst.

Bezogen auf

Reisende an Flüssen, Furten und Küste bei Nacht.

Darstellung

Humanoide Gestalt, mit klappernden Muscheln behängt.

Wirkungsbereich

Neckerei und Irreführung, kein tödlicher Übergriff.

Umgang

Ruhe bewahren, Hilferufen nicht folgen; Bannmittel kaum belegt.

Verwandtes

Jenny Greenteeth, Grindylow, Nixartige; Kelpie als Gegenpol.

Vom Bogle der Grenzlande zum Namensgeber der Küste

Shellycoat setzt sich aus shell, Muschel, und coat, Gewand, zusammen. Scott hielt die Gestalt 1802 als Bogle fest, dessen Klappern die Ankunft ankündigt.

Scott vermerkt, dass der Shellycoat Felsen der Küste seinen Namen gab, und schildert, wie er Reisende im Kreis führt und lachend verschwindet.

Vom Grenzland-Bogle zum literarischen Kobold

Durch Scott literarisch geadelt, ging der Shellycoat in die Grenzland-Folklore ein und gehört über Briggs zum Kanon britischer Feenlexika.

Religionswissenschaftlich ist er ein Warngeist zwischen Land und Wasser, ohne den Dämonentypus des Kelpie zu erreichen.

Warum feste Bannmittel fehlen

Feste Abwehrriten sind kaum belegt, denn die Überlieferung betont die Harmlosigkeit des Shellycoat. Wer Hilferufen nicht folgt, entgeht der Täuschung, da Klappern und Gelächter den Spuk verraten. Üblich sind Salz, Glocken und ein Amulett.

Nixartige Wassergeister der Grenzlande

Der Shellycoat zählt zu den englisch-schottischen Wassergeistern mit Nix-Charakter, neben Jenny Greenteeth und Grindylow. Der Kelpie tötet, wo der Shellycoat nur foppt.

Häufige Fragen zum Shellycoat

Ist der Shellycoat gefährlich?

Kaum: Er neckt und verwirrt, anders als der tödliche Kelpie.

Woher stammt der Name?

Vom muschelbehängten Gewand, aus shell und coat.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quellen:

  • Scott, Walter: Minstrelsy of the Scottish Border. Kelso 1802.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach dem Shellycoat Wassergeist sucht, findet einen harmlosen Muschelmantel Kobold: Sein Klappern kündigt ihn an, sein Gelächter entlarvt ihn.

Einordnung & Schutz

IISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe II zu – Spürbare Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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