Gu ist Gott der Fon-Überlieferung.
Der göttliche Schmied, der den Menschen das Eisen brachte. H1 und Titel heben Gu als Eisen- und Feuergott der Fon hervor.
Gu ist bei den Fon von Dahomey der Gott des Eisens, des Feuers und des Krieges und der Schutzherr der Schmiede. Als Kulturbringer schenkte er den Menschen das Eisen und die Werkzeuge; er ist eng mit dem Ogun der Yoruba verwandt und gehört zu den lebendig verehrten Vodun.
Verkörpert wird er durch das Eisen selbst: Klingen, Schmiedewerkzeug und Eisenskulpturen dienen als seine Altäre und Zeichen. Sein Kult wird in Benin und in der afroamerikanischen Diaspora bis heute gepflegt.
Typ: Gott des Eisens, des Feuers, der Schmiedekunst und des Krieges
Herkunft: Fon-Religion in Benin (Dahomey), verwandt im Yoruba-Raum
Texte: mündliche Überlieferung, ethnografische Forschung
Zeitraum: lebendige westafrikanische Tradition
Erscheinung: Gott des Eisens und der Schmiede, oft in Eisenskulpturen verkörpert
Die Überlieferung ist mündlich und überwiegend ethnografisch dokumentiert; der Kult wird bis heute gepflegt.
Das Gebiet der Fon in Benin, dem alten Dahomey; Verwandtes findet sich im benachbarten Yoruba-Raum und in der Diaspora.
Gut ethnografisch erschlossen, von Herskovits bis Blier; die kultische Praxis ist als Teil der Vodun-Religion lebendig.
Fon: Gu ist der Name des Eisen-Vodun der Fon-Religion und das Gegenstück zum Ogun der benachbarten Yoruba, der über den Sklavenhandel als Ogum in Candomblé und Santería gelangte.
Erscheinung
Gu wird durch das Eisen selbst verkörpert; berühmt ist eine große Eisenskulptur des Gu aus dem Königreich Dahomey. Seine Symbole sind Schmiedewerkzeug, Klingen und das Feuer der Esse.
Wirkung
Gu brachte den Menschen das Eisen und die Kunst, es im Feuer zu bearbeiten; er ermöglichte Ackerbau, Handwerk und Krieg. Als Kriegsgott schützt er die Krieger, als Schmiede- und Werkzeuggott die Handwerker und Bauern. Er steht für die verwandelnde, ordnende und wehrhafte Kraft des Eisens.
Die wichtigsten Aspekte des Schmiedegottes auf einen Blick.
Vodun der Fon-Religion von Dahomey, Sohn oder Werkzeug des Schöpferpaares Mawu-Lisa, verwandt mit dem Ogun der Yoruba.
Schmiede, Krieger, Handwerker und Bauern: alle, die mit Eisen arbeiten, stehen unter seinem Schutz.
Verkörpert im Eisen selbst; berühmt ist die große Eisenskulptur des Gu aus Dahomey, dazu Klingen und Schmiedewerkzeug.
Kulturbringer des Eisens und der Schmiedekunst; er ermöglichte Ackerbau, Handwerk und Krieg.
Verehrung durch Eisenobjekte, Klingen und Schmiedewerkzeug, an denen Opfer dargebracht werden; lebendig in Benin und der Diaspora.
Der Ogun der Yoruba als unmittelbares Gegenstück; als göttliche Schmiede Hephaistos, Goibniu und Wieland der Schmied.
Gu ist ein Vodun, eine Gottheit der Fon-Religion, und das Gegenstück zum Ogun der benachbarten Yoruba. Er gilt als Sohn oder Werkzeug des Schöpferpaares Mawu-Lisa und wird als der göttliche Schmied verstanden, der das Feuer und das Eisen brachte. Die Überlieferung ist mündlich und in einem bis heute gepflegten Kult verankert.
Als Kulturbringer steht Gu am Anfang dessen, was Ackerbau, Handwerk und Krieg erst möglich machte: der Kunst, Eisen im Feuer der Esse zu bearbeiten. Das Material selbst wird dabei zum Sitz der Gottheit; die große Eisenskulptur des Gu aus dem Königreich Dahomey ist das bekannteste Zeugnis dieser Vorstellung.
Gu und der verwandte Ogun sind durch die lebendige Vodun-Religion und ihre Ausstrahlung in die afroamerikanische Diaspora weithin bekannt. Die Eisenskulptur des Gu aus Dahomey ist ein bedeutendes Zeugnis westafrikanischer Kunst.
Religionswissenschaftlich ist Gu ein Musterbeispiel für den Schmiede- und Eisengott als Kulturbringer: Das Feuer der Esse und das Eisen sind Grundlagen von Ackerbau, Handwerk und Krieg. Seine Verehrung durch Eisenobjekte zeigt, wie das Material selbst zum Sitz und Zeichen der Gottheit wird.
Gu wird durch Eisenobjekte, Klingen und Schmiedewerkzeug verehrt, an denen ihm Opfer dargebracht werden. Schmiede, Krieger und alle, die mit Eisen arbeiten, stehen unter seinem Schutz; Eisengegenstände dienen als seine Altäre und als Schutzzeichen. Der Kult ist als Teil der Vodun-Religion in Benin und in der afroamerikanischen Diaspora lebendig.
Gu entspricht unmittelbar dem Ogun der Yoruba, dem Gott des Eisens und der Schmiede; über den Sklavenhandel gelangte dieser als Ogum in Candomblé und Santería. Als göttlicher Schmied steht Gu in einer Reihe mit dem griechischen Hephaistos, dem irischen Goibniu und dem germanischen Wieland der Schmied: Überall verbindet sich das Feuer der Esse mit der Rolle des Kulturbringers.
Wer ist Gu?
Der Gott des Eisens, des Feuers und des Krieges bei den Fon von Dahomey und das Gegenstück zum Ogun der Yoruba. Er gilt als göttlicher Schmied und Kulturbringer.
Wie wird er verehrt?
Durch Eisenobjekte, Klingen und Schmiedewerkzeug, an denen ihm Opfer dargebracht werden. Eisengegenstände dienen als seine Altäre und Schutzzeichen.
Ist der Kult noch lebendig?
Ja. Als Teil der Vodun-Religion wird Gu in Benin und in der afroamerikanischen Diaspora bis heute verehrt.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Fon Gott des Eisens steht Gu für Feuer und Schmiedekunst Westafrikas: Das Metall, das er den Menschen brachte, ist zugleich sein Altar, sein Zeichen und der Grundstoff von Ackerbau, Handwerk und Krieg.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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