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Amphitrite und die Wogen, die ihren Namen tragen

Amphitrite ist Göttin der griechischen Tradition.

Nereidenkönigin, Gemahlin Poseidons, Mutter des Triton. Der Steckbrief erklärt, warum die Wogen bis heute den Namen der Nereidenkönigin tragen.

Inhaltsverzeichnis

Amphitrite, Göttin der griechischen Tradition
Amphitrite

Amphitrite ist die Königin des Meeres der griechischen Sage: älteste der Nereiden, Gemahlin Poseidons, Mutter des Triton. Bei Homer steht ihr Name für die See selbst.

Ihr Mythos erzählt von der Flucht vor Poseidon ans Weltmeer, wo ein Delphin sie zur Ehe überredete. Kultisch blieb sie an Poseidon gebunden, mit Heiligtum auf Tenos und am Isthmos.

Im Überblick: Amphitrite

Typ: Meereskönigin, älteste Nereide
Herkunft: griechische Küsten, Tenos, Isthmia
Texte: Homer, Hesiod, 8./7. Jh. v. Chr.
Zeitraum: archaisch bis Kaiserzeit
Erscheinung: Delphine, Krebsscheren-Krone

Quellenkontext

Zeitraum der Texte

Homer und Hesiod bezeugen sie im 8./7. Jahrhundert v. Chr., bis in die Kaiserzeit verehrt.

Verbreitungsraum

Griechische Küsten und Inseln, Kultorte Tenos und Isthmos.

Quellenlage

Literarisch gut bezeugt, kultisch meist gemeinsam mit Poseidon.

Name und Varianten

Griechisch: Antik oft auf amphi, ringsum, bezogen. Bei Homer wird ihr Name selbst zum Wort für das Meer.

Erscheinungsbild

Erscheinung

Sie thront im Muschelwagen, von Delphinen und Nereiden begleitet, mit Krebsscheren-Krone im Haar.

Wirkung

Ohne Schadtradition lässt sie Wogen schwellen und nährt alles im Wasser.

Steckbrief: Amphitrite

Die wichtigsten Aspekte der Meereskönigin auf einen Blick.

Tradition

Älteste der Nereiden, Tochter des Nereus, Gemahlin Poseidons.

Zuständig für

Das Meer selbst: Wogen, Fahrt, Fang und die Meerestiere.

Darstellung

Thronende Königin mit Delphinen und Krebsscheren-Krone.

Funktion

Lässt Wogen schwellen, gewährt Fahrt und Fang.

Kult

Gemeinsames Heiligtum mit Poseidon auf Tenos und am Isthmos.

Verwandtes

Vater Nereus, Schwestern Nereiden, Sohn Triton, Titan Okeanos.

Die Flucht vor Poseidon

Hesiod zählt sie in der Theogonie zu den Töchtern des Nereus und nennt sie als Gemahlin Poseidons und Mutter des Triton. Ein Delphin fand die vor Poseidon geflohene Amphitrite und stimmte sie zur Ehe um, wofür er als Sternbild Delphinus versetzt wurde.

Kultisch blieb sie an Poseidon gebunden, mit Tempel und Fest auf Tenos und am Isthmos.

Vom Barockbrunnen zum Asteroiden

Nachantik lebte Amphitrite vor allem in der Kunst, etwa bei Poussin 1634, und in Brunnen neben Poseidon-Neptun; ihr Name ging auf Schiffe und einen Asteroiden über.

Sie zeigt, wie Dichtung und Kult auseinanderlaufen: literarisch Person mit Mythos, kultisch meist Beigöttin ohne Eigenkult.

Weihgaben am Ufer

Seeleute errichteten Altäre am Strand, opferten Öl, Honig und Milch und riefen Amphitrite vor der Ausfahrt an; ihr Bild stand im Tempel des Poseidon auf Tenos und am Isthmos.

Als Schutzzeichen gelten Amulett, Salz und Weihwasser.

Herrinnen der Meerestiere

Herrinnen des Meeres sind weltweit bezeugt: Sedna entscheidet über Fang und Hunger, der japanische Ryūjin regiert wie Amphitrite aus der Tiefe. Ungebändigte Mächte wie Yam bilden den Gegentyp.

Häufige Fragen zu Amphitrite

War Amphitrite eine Göttin oder nur ein Name für das Meer?

Beides: Homer nutzt ihren Namen für die See, Hesiod gibt ihr Abstammung und Ehe; ein Eigenkult ist nicht nachweisbar.

Welche Rolle spielt der Delphin?

Er fand die geflohene Amphitrite und überredete sie zur Ehe, als Dank als Sternbild versetzt.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Quellen:

  • Hesiod: Theogonie. 1999.
  • Homer: Odyssee. 1958.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach Amphitrite Poseidon sucht, findet die griechische Meeresgöttin, deren Name bei Homer selbst für das Meer steht.

Einordnung & Schutz

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Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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