Tine Ghealáin ist Geist der irischen Tradition.
Aufblitzendes Feuer der Moore, streng vom Fuchsfeuer zu trennen. Das kalte Aufblitzen der Tine Ghealáin unterscheidet sie deutlich vom wärmeren Fuchsfeuer.
Tine Ghealáin, in vereinfachter Schreibung Tine Ghealain, ist ein irisches Irr- und Kaltlicht. Der Name bedeutet etwa aufblitzendes Feuer und wird zugleich für Sommerblitze und Wetterleuchten gebraucht.
Davon zu unterscheiden ist das Teine Sionnacháin, das Fuchsfeuer, das eigentlich das Glimmen von Pilzen auf morschem Holz bezeichnet. Die Überlieferung ist vor allem sprachlich fassbar; ein einzelner prägender Erzähltext, wie ihn Sikes für Wales lieferte, fehlt.
Typ: Irr- und Kaltlicht, teils leuchtendes Naturphänomen
Herkunft: Irischer Volksglaube, gälisches Sprachgebiet
Texte: sprachlich-lexikografische Belege, Lexika von Ó hÓgáin und Ó Dónaill
Zeitraum: irischer Volksglaube, lexikografisch fixiert
Erscheinung: kaltes, aufblitzendes, grünlich-fahles Licht
Irischer Volksglaube, vor allem sprachlich-lexikografisch fassbar; eine reiche Erzähltradition fehlt.
Irland und das gälische Sprachgebiet; sprachlich sind die Namen mit den schottisch-gälischen Irrlicht-Namen verwandt.
Dünn: vor allem lexikografisch belegt, erschlossen über Ó hÓgáins Lore of Ireland und Ó Dónaills Wörterbuch.
Irisch: tine oder teine ghealáin heißt wörtlich etwa blitzendes oder aufblitzendes Feuer; teine sionnacháin, zu sionnach, Fuchs, bedeutet Fuchsfeuer. Weitere irische Namen sind sionnachán, spiorad lóchráin und teine bhiorach.
Erscheinung
Tine Ghealáin erscheint als kaltes, aufblitzendes, grünlich-fahles Licht; im Sinne des Pilz-Fuchsfeuers ist es ein stetiges Glimmen. Es verkörpert das rätselhafte Kaltlicht der Nacht.
Wirkung
Im Sinne des Irrlichts leitet Tine Ghealáin über das Moor in die Irre. Im Sinne des Fuchsfeuers, des Pilzglimmens, zeigt es kein aktives Verhalten, sondern ist ein harmloses leuchtendes Naturphänomen.
Die wichtigsten Aspekte des irischen Kaltlichts auf einen Blick.
Irischer Volksglaube, in dem zwei Phänomene, das Moor-Irrlicht und das Pilzglimmen, unter ähnlichen Namen zusammenfallen.
Nächtliche Wanderer im Moor; als Wort zugleich auf Sommerblitze und Wetterleuchten bezogen.
Kaltes, aufblitzendes, grünlich-fahles Licht; als Fuchsfeuer ein stetiges Glimmen auf morschem Holz.
Leitet als Irrlicht über das Moor in die Irre; als Pilz-Kaltlicht ein harmloses Naturphänomen ohne aktives Verhalten.
Keine spezifisch belegte Abwehr; allgemein galten in Irland Eisen gegen Feen und die Regel, dem Licht nicht zu folgen.
Das Fuchsfeuer, teine sionnacháin, ist eigentlich das Pilzglimmen; das Grundmotiv entspricht dem allgemeinen will-o‘-the-wisp.
Irisch tine oder teine ghealáin heißt wörtlich etwa blitzendes oder aufblitzendes Feuer; der Ausdruck wird auch für Sommerblitze und Wetterleuchten gebraucht. Teine sionnacháin, zu sionnach, Fuchs, bedeutet dagegen Fuchsfeuer und bezeichnet eigentlich das Glimmen von Pilzen auf morschem Holz. Weitere irische Namen sind sionnachán, spiorad lóchráin und teine bhiorach.
Die Überlieferung ist vor allem sprachlich fassbar; ein einzelner prägender Erzähltext, wie ihn Sikes für Wales lieferte, fehlt. Tine Ghealáin ist damit eher ein Kapitel der irischen Wortgeschichte als der Sagensammlungen.
Tine Ghealáin ist eher sprachlich und lexikografisch fixiert als erzählerisch. Es fehlt ein einzelner prägender Text, sodass die Bekanntheit gering ist.
Religionswissenschaftlich ist Tine Ghealáin ein Beispiel dafür, wie im Irischen zwei Phänomene, das Moor-Irrlicht und das biolumineszente Pilzglimmen, unter ähnlichen Namen zusammenfallen. Wichtig ist die Abgrenzung: Tine Ghealáin heißt aufblitzendes Feuer, während Fuchsfeuer eigentlich teine sionnacháin ist; beide sind nicht zu vermengen.
Eine spezifische, sicher belegte Abwehr für Tine Ghealáin ist nicht überliefert. Allgemein galt gegen Feen der irische Schutz durch Eisen und die Regel, dem Licht nicht zu folgen; namensspezifisch ist dies aber nicht bezeugt, sodass die Beleglage ehrlich als dünn zu bezeichnen ist.
Das Grundmotiv ist mit dem allgemeinen will-o‘-the-wisp identisch und sprachlich mit den schottisch-gälischen Irrlicht-Namen verwandt; das schottische Spunkie ist der nächste Nachbar, in Wales entspricht ihm das Ellylldan, und in Japan gehört das Fuchslicht Kitsunebi zu den fernen Verwandten des Motivs. Innerhalb Irlands ist das aufblitzende Feuer vom Fuchsfeuer, dem Pilzglimmen, zu trennen, das nur namentlich mit ihm zusammenfällt.
Was bedeutet Tine Ghealáin?
Etwa aufblitzendes Feuer; der Ausdruck wird auch für Sommerblitze und Wetterleuchten gebraucht.
Ist das dasselbe wie Fuchsfeuer?
Nein. Fuchsfeuer ist teine sionnacháin und bezeichnet eigentlich das Glimmen von Pilzen auf morschem Holz.
Ist Tine Ghealáin gefährlich?
Als Moor-Irrlicht kann es in die Irre führen; als Pilz-Kaltlicht ist es harmlos.
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als irisches Irrlicht bleibt Tine Ghealáin eher ein Wort als eine Sage: ein kaltes Aufblitzen über dem Moor, das die Sprache festgehalten hat, während das Fuchsfeuer der Iren, das Teine Sionnacháin, eigentlich nur das stille Glimmen der Pilze meint.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
Im Schutz-Kompass vergleichen →Empfohlene Schutzmittel
Das einfachste Schutzmittel dieser Sammlung: 41 Schichten aus Echtgold 999, Platin, Silber und Silizium, gefertigt in Ruhla/Thüringen. Muss nicht aktiviert werden, ist an keine Person gebunden und wirkt im Umkreis von rund 50 Metern, auch ohne getragen zu werden.
Verwandte Wesen

Joan the Wad, das kornische Irrlicht und Königin der Pixies. Herkunft, ihr Glücksbringer-Ruf und ...

Götter der Hethiter: Teshub (Donner), Hebat (Sonnengöttin), Sharruma. Die tausend Götter von Hatt...

Lu, Wasser- und Erdgeister der tibetischen Tradition. Hüter von Quellen, Seen und Böden: Klassen,...

Vir-ava, die mordwinische Waldmutter, gebietet über Bäume und Wild. Überlieferung nach Harva, Ers...

Daoistische Götter: Drei Reine (San Qing), Jadekaiser Yu Huang, Laozi, Acht Unsterbliche. Tao, Yi...

Kodama, der Geist alter Bäume in Japan. Herkunft, das Bergecho, das Fäll-Tabu mit shimenawa und d...