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Goibniu, Schmied der Tuatha Dé Danann

Goibniu ist Gott der irischen Tradition.

Waffenschmied der Götter, Brauer des Unsterblichkeitsbiers.

Inhaltsverzeichnis

Goibniu, der Schmiedegott der irischen Mythologie
Goibniu

Goibniu ist der Schmiede- und Feuergott der Tuatha Dé Danann in der irischen Mythologie. Er schmiedet die Waffen der Götter und braut das Bier, das den Göttern Unsterblichkeit verleiht; sein Name lebt in mittelalterlichen Schutzformeln gegen Krankheit fort.

Goibniu gehört zum Schmiede-Dreigestirn der Tuatha Dé Danann zusammen mit Luchta, dem Wagner, und Credne, dem Metallhandwerker. Seine wichtigste Rolle spielt er in der Erzählung von der zweiten Schlacht von Mag Tuired, wo er die Waffen für den Kampf gegen die Fomori schmiedet.

Auf einen Blick: Goibniu

Typ: Schmiede- und Feuergott der Tuatha Dé Danann
Herkunft: Irland, keltischer Kulturraum
Texte: mittelirische Literatur, besonders die Schlacht von Mag Tuired
Zeitraum: mittelirische Literatur, Fortleben in Segensformeln
Erscheinung: göttlicher Schmied an Esse und Amboss

Historische Einordnung

Zeitraum der Texte

Mittelirische Literatur, besonders die Erzählung von der zweiten Schlacht von Mag Tuired; dazu alt- und mittelirische Zaubersprüche des Mittelalters.

Verbreitungsraum

Irland und der keltische Kulturraum; in Wales bewahrt der Schmied Gofannon dieselbe Gestalt.

Quellenlage

Gut: Goibniu hat eine feste Stellung im mythologischen Zyklus, erschlossen über die Edition von Elizabeth A. Gray und die Lexika.

Name und Varianten

Altirisch: goba bedeutet Schmied; Goibniu ist der göttliche Schmied. Der Name benennt also unmittelbar sein Handwerk, das Schmieden an Esse und Amboss.

Beschreibung

Erscheinung

Goibniu ist der Gott an Esse und Amboss, dessen Feuer die Waffen der Götter formt. Sein Feuer ist das schöpferische, kunstvolle Feuer der Schmiede; er verkörpert Handwerk, Kraft und die verwandelnde Macht der Glut.

Wirkung

In der Schlacht von Mag Tuired schmiedet Goibniu Speerspitzen und Klingen, die er mit drei Hammerschlägen fertigstellt, sodass die Götter unbesiegbar bewaffnet sind. Zudem braut er das Bier des Festmahls von Goibniu, das den Trinkenden vor Alter und Tod schützt.

Steckbrief: Goibniu

Die wichtigsten Aspekte des Schmiedegottes auf einen Blick.

Kulturkontext

Mitglied des Schmiede-Dreigestirns der Tuatha Dé Danann, zusammen mit Luchta, dem Wagner, und Credne, dem Metallhandwerker.

Zuständig für

Die Bewaffnung der Götter im Kampf gegen die Fomori und das Festmahl, dessen Bier vor Alter und Tod schützt.

Darstellung

Göttlicher Schmied an Esse und Amboss, der Speerspitzen und Klingen mit drei Hammerschlägen fertigstellt.

Funktion

Schöpferisches Schmiedefeuer: aus Metall werden Waffen, aus Zutaten der Trank der Unsterblichkeit.

Kult

Kein förmlicher Tempelkult; mittelalterliche irische Segensformeln riefen Goibniu gegen Dornen, Splitter und Krankheit an.

Pendants

Der walisische Gofannon, der griechische Hephaistos und der römische Vulcanus; dazu der germanische Wieland.

Drei Hammerschläge für Mag Tuired

Altirisch goba bedeutet Schmied; Goibniu ist der göttliche Schmied. Er gehört zum Schmiede-Dreigestirn der Tuatha Dé Danann zusammen mit Luchta, dem Wagner, und Credne, dem Metallhandwerker.

Seine wichtigste Rolle spielt er in der Erzählung von der zweiten Schlacht von Mag Tuired, wo er die Waffen für den Kampf gegen die Fomori schmiedet: Speerspitzen und Klingen, die er mit drei Hammerschlägen fertigstellt, sodass die Götter unbesiegbar bewaffnet sind. Zudem braut er das Bier des Festmahls von Goibniu, das den Trinkenden vor Alter und Tod schützt.

Fortleben und Einordnung

Goibniu ist in der keltischen Mythologie fest verankert und begegnet in der modernen Fantasy und im Neopaganismus als keltischer Schmiedegott. Der walisische Gofannon bewahrt dieselbe Gestalt in Wales.

Religionswissenschaftlich verkörpert Goibniu das schöpferische Schmiedefeuer, das aus Metall Waffen und aus Zutaten den Trank der Unsterblichkeit macht. Er ist ein Musterbeispiel für den Schmiedegott als Kulturbringer und für die Verbindung von Feuer, Handwerk und übernatürlicher Wirksamkeit.

Segensformeln gegen Dornen und Krankheit

Ein förmlicher Tempelkult ist für Goibniu nicht überliefert. Sein Name lebt jedoch in mittelalterlichen Segensformeln fort: Alt- und mittelirische Zaubersprüche, überliefert unter anderem in einer Handschrift von Sankt Gallen, rufen Goibniu gegen Dornen, Splitter und Krankheit an. Diese Heil- und Schutzsprüche zeigen, dass der Schmiedegott volkstümlich als Helfer gegen Übel angerufen wurde.

Schmiedegötter im Vergleich

Goibniu entspricht dem walisischen Schmied Gofannon, dem griechischen Hephaistos und dem römischen Vulcanus als göttlichem Schmied. Als Meister des schöpferischen Feuers steht er in einer Reihe mit den Schmiedegöttern vieler Kulturen, darunter der germanische Wieland der Schmied.

Häufige Fragen zu Goibniu

Wer war Goibniu?

Der Schmiede- und Feuergott der Tuatha Dé Danann, der die Waffen der Götter schmiedete.

Was ist das Fest des Goibniu?

Ein Gastmahl, bei dem Goibniu ein Bier braut, das die Götter vor Alter und Tod schützt.

Wurde er gegen Krankheit angerufen?

Ja. Mittelalterliche irische Segensformeln, etwa in einer Handschrift von Sankt Gallen, riefen ihn gegen Splitter und Krankheit an.

Weiterführende Verlinkungen

Empfohlene interne Links:

Literatur (Auswahl)

Eine Auswahl zentraler Quellen und Studien:

  • Cath Maige Tuired. Die zweite Schlacht von Mag Tuired. Mittelirisch.
  • Gray, Elizabeth A.: Cath Maige Tuired. The Second Battle of Mag Tuired. Dublin 1982.
  • MacKillop, James: Dictionary of Celtic Mythology. Oxford 1998.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Als irischer Schmiedegott bündelt Goibniu Feuer und Schmiedekunst der Tuatha Dé Danann in einer Gestalt: Seine Klingen machten die Götter unbesiegbar, sein Bier schützte sie vor Alter und Tod, und sein Name half noch in mittelalterlichen Segensformeln gegen Krankheit.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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