Varpulis ist angeblich Geist der slawischen Tradition.
Der Sturmwind neben Perun, den keine alte Quelle kennt. Varpulis gilt als umstrittene Sturmgestalt der Slawen, und der Beitrag legt dar, worauf sich die Zweifel an ihr stützen.
Varpulis ist ein angeblicher slawischer Geist oder Gott des Sturmwinds, der den Donnergott Perun begleiten soll. Ehrlich und wichtig: Varpulis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erfindung der modernen Populärmythologie ohne jede historische Quelle; er wird in der Fachdiskussion unter den slawischen Pseudogottheiten geführt.
Es gibt keine Verankerung in mittelalterlichen Quellen, Chroniken oder seriöser Folkloristik. Die einzige zirkulierende Quelle ist eine humoristisch-populäre Website, die selbst keine Belege angibt, und deren Abschriften.
Typ: Angeblicher Sturmwind-Geist, Pseudogottheit
Herkunft: Moderne populäre Lexika, keine historische Quelle
Texte: keine Primärquelle; nur eine populäre Website und ihre Abschriften
Zeitraum: modern
Erscheinung: keine überlieferte Ikonografie
Varpulis erscheint erst in modernen populären Lexika; eine historische Quelle, Chronik oder folkloristische Aufzeichnung existiert nicht.
Angeblich slawisch oder baltisch; die widersprüchlichen Zuordnungen, mal Tschechien und die Slowakei, mal Litauen und Perun, sind selbst ein Indiz für Konstruktion.
Sehr schwach: Die einzige zirkulierende Quelle ist eine humoristisch-populäre Website ohne Belege; die Fachliteratur führt Varpulis nicht.
Angeblich baltisch: Die Herleitung von varpas, Glocke, als Dröhnen des Sturms ist unbelegt und nachträglich konstruiert. Sprachlich wäre varpas zudem baltisch, nicht slawisch, was die Zuordnung als slawischer Gott ohnehin fragwürdig macht.
Erscheinung
Eine überlieferte Ikonografie fehlt. Kursierend ist allein die populäre Anekdote eines keuchenden Läufers neben Peruns Streitwagen, ohne Quellenwert.
Wirkung
Angeblich ist Varpulis ein Sturmwind, dessen Grollen Peruns Gewitter begleitet; diese Angabe stammt allein aus der populären Website und ihren Abschriften.
Die wichtigsten Aspekte der umstrittenen Gestalt auf einen Blick.
Moderne Populärmythologie: eine unbelegte Lexikon-Erfindung, die durch Abschreiben zur vermeintlichen Gottheit wurde.
Internet-Lexika, Neuheidentum und Rollenspiel-Wikis: Dort ist Varpulis trotz miserabler Beleglage erstaunlich präsent.
Keine überlieferte Ikonografie; nur die quellenlose Anekdote eines keuchenden Läufers neben Peruns Streitwagen.
Angeblich das Grollen des Sturmwinds, das Peruns Gewitter begleitet; belegt ist davon nichts.
Es ist nichts belegt, weil keine echte Überlieferung existiert; Angaben zu Kult oder Abwehr wären erfunden.
Belegbar sind Stribog aus der Nestorchronik sowie baltisch Vėjopatis, der Windherr, und Bangpūtys, der Meer- und Sturmgeist.
Die angeblich baltische Etymologie von varpas, Glocke, als Dröhnen des Sturms ist unbelegt und nachträglich konstruiert; sprachlich wäre varpas baltisch, nicht slawisch, was die Zuordnung als slawischer Gott ohnehin fragwürdig macht. Es gibt keine Verankerung in mittelalterlichen Quellen, Chroniken oder seriöser Folkloristik.
Die einzige zirkulierende Quelle ist eine humoristisch-populäre Website, die selbst keine Belege angibt. Von dort wanderte der Name in Lexika, Wikis und Neuheiden-Seiten, ein Musterbeispiel dafür, wie eine unbelegte Lexikon-Erfindung durch Abschreiben zur vermeintlichen Gottheit wird.
Trotz miserabler Beleglage ist Varpulis in der Internet- und Neuheiden-Szene erstaunlich präsent, in populären Lexika, Rollenspiel-Wikis und sogar in der Musik.
Religionswissenschaftlich gilt: Varpulis ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erfindung der Populärmythologie, keine belegte slawische Gottheit; die englische Wikipedia führt ihn unter den Pseudogottheiten. Die widersprüchlichen Zuordnungen, mal Tschechien und die Slowakei, mal Litauen und Perun, sind weitere Indizien für Konstruktion. Für belegbaren Wind-Inhalt steht Stribog.
Es ist nichts belegt, weil keine echte Überlieferung existiert. Angaben zu Kult oder Abwehr wären erfunden, und genau darauf verzichtet diese Seite. Wer historisch greifbare Schutzbräuche gegen Sturm sucht, findet sie bei den belegten Windgestalten des slawischen und baltischen Volksglaubens.
Wer einen belegbaren slawischen Sturmwind sucht, findet ihn in Stribog, der in der Nestorchronik echt bezeugt ist, oder mit Vorbehalt in Pogwizd und Pochwist. Baltisch real sind Bangpūtys, der Meer- und Sturmgeist, und Vėjopatis, der Windherr. Ein Seitenstück im selben Problemfeld ist Dogoda, der angebliche milde Westwind.
Ist Varpulis ein echter slawischer Gott?
Nach heutiger Forschung nein. Er gilt als Pseudogottheit ohne historische Quelle.
Woher stammt der Name?
Die angeblich baltische Herleitung von varpas, Glocke, ist unbelegt und konstruiert.
Welcher slawische Windgott ist belegt?
Stribog, bezeugt in der Nestorchronik; baltisch real sind Bangpūtys und Vėjopatis.
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis. Hinweis: Die genannten Werke ordnen den Pseudo-Status ein und führen Varpulis nicht; eine Primärquelle für Varpulis existiert nicht.
Als angeblicher slawischer Sturmgeist ist Varpulis in Wahrheit eine Pseudogottheit des Windes: eine moderne Erfindung, deren Karriere mehr über das Abschreiben im Internet erzählt als über den alten Glauben der Slawen.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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