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Nereiden, die fünfzig freundlichen Töchter des Meeres

Nereiden sind Geister der griechischen Tradition.

Fünfzig Meeresnymphen, die Schiffbrüchige sicher heimbringen. Die Nereiden zählen zu den freundlichsten Meeresnymphen der griechischen Sagen.

Inhaltsverzeichnis

Nereiden, Geister der griechischen Tradition
Nereiden

Die Nereiden sind die fünfzig Meeresnymphen der griechischen Mythologie, Töchter des Meergreises Nereus und der Okeanide Doris. Als sanftmütige Begleiterinnen des Meeres beschützen sie Seeleute und retten Schiffbrüchige.

Schon Homer und Hesiod kennen die Schar; aus ihr heben sich Thetis, Mutter des Achilleus, und Amphitrite, Gemahlin des Poseidon, hervor.

Im Überblick: Nereiden

Typ: Meeresnymphen, Töchter des Nereus
Herkunft: Mittelmeer und Ägäis
Texte: Homer bis Apollodor
Zeitraum: Frühzeit bis Kaiserzeit
Erscheinung: Frau auf Delphin

Textgeschichte

Zeitraum der Texte

Von Homer und Hesiod bis Apollodor und Hyginus bezeugt.

Verbreitungsraum

Mittelmeer und Ägäis: an das Salzwasser gebunden, nicht an ein Gewässer.

Quellenlage

Sehr gut: Hesiod nennt alle fünfzig mit Namen.

Name und Varianten

Griechisch: Nereiden, Töchter des Nereus; Hesiod gibt jeder einen Namen, etwa Eudora.

Gestalt und Wirken

Erscheinung

Reitend auf Delphinen, oft im Gefolge des Poseidon. Früh züchtig gekleidet, später unbekleidet.

Wirkung

Wohlgesinnt: Sie beschützen Seeleute. Thetis schützt Achilleus, Amphitrite herrscht an Poseidons Seite.

Steckbrief: Nereiden

Die Meeresnymphen auf einen Blick.

Tradition

Niedere Meeresgottheit im Gefolge des Poseidon.

Zuständig für

Seeleute und Schiffbrüchige.

Darstellung

Frau auf Delphin oder Hippokamp.

Funktion

Trägt Seefahrer heim, statt zu warnen.

Kult

Weihgaben an Küstenheiligtümern.

Verwandtes

Amphitrite und Triton aus dem Umfeld des Meeres, dazu die Süßwasserschwestern, die Naiaden.

Fünfzig Töchter des Nereus

Die Nereiden sind die fünfzig Töchter des Meeresgottes Nereus und der Okeanide Doris. Hesiod gibt jeder einen Namen, der eine Hoffnung an das Meer ausdrückt, etwa Eudora, die gut Schenkende.

Aus der Menge heben sich Thetis und Amphitrite, Gemahlin des Meeresherrschers, hervor. Im Andromeda-Mythos lösen die gekränkten Nereiden die Gefährdung Andromedas aus.

Vom Relief zum Neptunmond

Die Nereiden sind Motiv der Malerei; ihr Name lebt im Neptunmond Nereid fort.

Religionswissenschaftlich sind sie Personifikation des freundlichen Meeres, ein Gegenstück zu gefährlichen Wasserwesen.

Anrufung statt Abwehr

Die Nereiden verlangten keine Abwehr, sondern Anrufung: Weihgaben an Küstenheiligtümern, geteilt mit Poseidon und Nereus. Amulett, Weihwasser und Glocken galten als Bitte um sichere Fahrt.

Nereiden neben Amphitrite

Die Nereiden gehören zum Umfeld des Meeres um Poseidon, zu dem Amphitrite und Triton zählen. Anders als die Rusalka gelten sie als freundlich.

Häufige Fragen zu den Nereiden

Wie viele Nereiden gibt es?

Meist fünfzig, so bei Homer.

Sind Nereiden gefährlich?

Nein, sie gelten als sanftmütig und retten Schiffbrüchige.

Weiterführende Verlinkungen

Literatur (Auswahl)

Quelle:

  • Hesiod: Theogonie. Namenskatalog der Nereiden.

Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.

Wer nach Nereiden Meeresnymphen der griechischen Sage sucht oder wer die Töchter des Nereus sind, meint dieselben Schwestern: Begleiterinnen des Meeres, die Schiffbrüchige retten.

Einordnung & Schutz

ISTUFE
Der Schutz-Kompass ordnet dieses Wesen der Einwirkungsstufe I zu – Geringe Einwirkung.

Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:

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