Nereiden, die fünfzig freundlichen Töchter des Meeres
Von Ralf Ittermann · zuletzt geprüft am
Nereiden sind Geister der griechischen Tradition.
Fünfzig Meeresnymphen, die Schiffbrüchige sicher heimbringen. Die Nereiden zählen zu den freundlichsten Meeresnymphen der griechischen Sagen.
Die Nereiden sind die fünfzig Meeresnymphen der griechischen Mythologie, Töchter des Meergreises Nereus und der Okeanide Doris. Als sanftmütige Begleiterinnen des Meeres beschützen sie Seeleute und retten Schiffbrüchige.
Schon Homer und Hesiod kennen die Schar; aus ihr heben sich Thetis, Mutter des Achilleus, und Amphitrite, Gemahlin des Poseidon, hervor.
Typ: Meeresnymphen, Töchter des Nereus
Herkunft: Mittelmeer und Ägäis
Texte: Homer bis Apollodor
Zeitraum: Frühzeit bis Kaiserzeit
Erscheinung: Frau auf Delphin
Textgeschichte
Zeitraum der Texte
Von Homer und Hesiod bis Apollodor und Hyginus bezeugt.
Verbreitungsraum
Mittelmeer und Ägäis: an das Salzwasser gebunden, nicht an ein Gewässer.
Quellenlage
Sehr gut: Hesiod nennt alle fünfzig mit Namen.
Name und Varianten
Griechisch: Nereiden, Töchter des Nereus; Hesiod gibt jeder einen Namen, etwa Eudora.
Gestalt und Wirken
Erscheinung
Reitend auf Delphinen, oft im Gefolge des Poseidon. Früh züchtig gekleidet, später unbekleidet.
Wirkung
Meist wohlgesinnt: Sie beschützen Seeleute. Thetis schützt Achilleus, Amphitrite herrscht an Poseidons Seite.
Steckbrief: Nereiden
Die Meeresnymphen auf einen Blick.
Niedere Meeresgottheit im Gefolge des Poseidon.
Seeleute und Schiffbrüchige.
Frau auf Delphin oder Hippokamp.
Trägt Seefahrer heim, statt zu warnen.
Weihgaben an Küstenheiligtümern.
Amphitrite und Triton aus dem Umfeld des Meeres, dazu die Süßwasserschwestern, die Naiaden.
Fünfzig Töchter des Nereus
Die Nereiden sind die fünfzig Töchter des Meeresgottes Nereus und der Okeanide Doris. Hesiod gibt jeder einen Namen, der eine Hoffnung an das Meer ausdrückt, etwa Eudora, die gut Schenkende.
Aus der Menge heben sich Thetis und Amphitrite, Gemahlin des Meeresherrschers, hervor. Im Andromeda-Mythos lösen die gekränkten Nereiden die Gefährdung Andromedas aus.
Vom Relief zum Neptunmond
Die Nereiden sind Motiv der Malerei; ihr Name lebt im Neptunmond Nereid fort.
Religionswissenschaftlich sind sie Personifikation des freundlichen Meeres, ein Gegenstück zu gefährlichen Wasserwesen.
Anrufung statt Abwehr
Die Nereiden verlangten keine Abwehr, sondern Anrufung: Weihgaben an Küstenheiligtümern, geteilt mit Poseidon und Nereus. Amulett, Weihwasser und Glocken galten als Bitte um sichere Fahrt.
Nereiden neben Amphitrite
Die Nereiden gehören zum Umfeld des Meeres um Poseidon, zu dem Amphitrite und Triton zählen. Anders als die Rusalka gelten sie als freundlich.
Häufige Fragen zu den Nereiden
Wie viele Nereiden gibt es?
Meist fünfzig, so bei Hesiod.
Sind Nereiden gefährlich?
Meist nicht: Sie gelten als sanftmütig und retten Schiffbrüchige, gekränkt lösen sie im Andromeda-Mythos jedoch die Gefährdung Andromedas aus.
Weiterführende Verlinkungen
Interne Links:
Literatur (Auswahl)
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Wer nach Nereiden Meeresnymphen der griechischen Sage sucht oder wer die Töchter des Nereus sind, meint dieselben Schwestern: Begleiterinnen des Meeres, die Schiffbrüchige retten.





