Nusku ist Gott der mesopotamischen Tradition.
Der Gott der Lampe, dessen Licht die Nachtdämonen vertreibt.
Nusku ist der Gott des Feuers und des Lichts Mesopotamiens, der Wesir und Bote des Enlil und der Gott der Lampe und des Opferfeuers. Als König der Nacht erhellt er die Finsternis und treibt die Dämonen der Dunkelheit zurück.
Bezeugt ist er von früher sumerischer Zeit bis ins 1. Jahrtausend, in der Beschwörungsserie Maqlû, auf Grenzsteinen und in Götterlisten; verehrt wurde er unter anderem in Nippur, Babylon, Uruk und Harran. Als Bote trägt er Opfer und Gebete der Menschen an die Götter.
Typ: Gott des Feuers und des Lichts, Wesir und Bote des Enlil
Herkunft: Frühe sumerische Traditionen, dort Sohn des Enlil
Texte: Maqlû, Grenzsteine, Götterlisten
Zeitraum: frühe sumerische Zeit bis ins 1. Jahrtausend
Erscheinung: Symbole Lampe, Stab und Hahn
Von früher sumerischer Zeit bis ins 1. Jahrtausend bezeugt: in der Serie Maqlû, auf Grenzsteinen und in Götterlisten.
Nippur, Babylon, Uruk, Harran und andere Orte: Nuskus Verehrung war über die großen Zentren Mesopotamiens verbreitet.
Gut dokumentiert: die Maqlû-Editionen, die Handbücher der Assyriologie und der ORACC-Artikel zu Nuska.
Name: Nusku, auch Nuska. Am besten bezeugt ist er als Sukkal, göttlicher Wesir und Bote, des Enlil; in einigen Traditionen ist er auch dem Mondgott Sin zugeordnet. In den frühesten sumerischen Traditionen ist er der Sohn des Enlil, dessen Stimme er in den Hymnen ist.
Erscheinung
Nuskus Symbole sind die Lampe, auf Grenzsteinen sein identifizierendes Merkmal, sowie Stab und Hahn. Er verkörpert das Opferfeuer und das Lampenlicht, das die Nacht erhellt.
Wirkung
Nusku ist der Gott der Lampe und des Opferfeuers; als Bote trägt er Opfer und Gebete an die Götter. In Maqlû wird er als schützendes Nachtlicht angerufen, um das Opfer zu schützen und die Hexen abzuwehren. Er gilt als Schutzgott gegen Dämonen wie Lamashtu und gegen Albträume.
Die wichtigsten Aspekte des Lichtgottes auf einen Blick.
Sumerisch-akkadischer Feuer- und Lichtgott, Sukkal des Enlil, in einigen Traditionen dem Mondgott Sin zugeordnet.
Nachts Schutzsuchende, Beschwörungspriester und Bittsteller ans Opferfeuer: Über die Flamme erreicht ihr Gebet die Götter.
Kenntlich an seinen Symbolen: der Lampe, dem identifizierenden Merkmal auf Grenzsteinen, sowie Stab und Hahn.
Erhellt die Nacht, vertreibt Dämonen und überbringt als Bote die Botschaften und Opfer der Menschen an die Götter.
Nächtliche Beschwörungen und Reinigungsriten, die Anrufung ans Opfer- und Lampenfeuer und Schutzgebete gegen die Mächte der Nacht.
Nusku, auch Nuska, ist am besten als Sukkal des Enlil bezeugt, als dessen göttlicher Wesir und Bote; in einigen Traditionen ist er auch dem Mondgott Sin zugeordnet. In den frühesten sumerischen Traditionen ist er der Sohn des Enlil, dessen Stimme er in den Hymnen ist. Als Feuer- und Lichtgott gilt er als König der Nacht.
Seine Belege reichen von früher sumerischer Zeit bis ins 1. Jahrtausend: In der Beschwörungsserie Maqlû wird er als schützendes Nachtlicht angerufen, auf Grenzsteinen identifiziert ihn die Lampe, und die Götterlisten führen ihn im Kreis der großen Götter. Verehrt wurde er in Nippur, Babylon, Uruk, Harran und anderen Orten.
Nusku ist assyriologisch rezipiert; ein lebendiger Kult besteht nicht.
Religionswissenschaftlich verkörpert Nusku Feuer und Licht als Schutz- und Reinheitsmacht in der Nacht. Als Bote ist er zugleich das Bindeglied zwischen Mensch und Gottheit über das Opferfeuer: Was am Feuer geopfert und gebetet wird, trägt er zu den Göttern. Zur Abgrenzung von Girra: Beide sind Feuergötter, doch Nusku ist stärker Licht-, Lampen- und Botengott, der Wesir Enlils, Girra stärker die reine Feuer- und Schmiedemacht.
Quellenfest sind nächtliche Beschwörungen und Reinigungsriten, die Anrufung ans Opfer- und Lampenfeuer und Schutzgebete gegen die bösen Mächte der Nacht. In Maqlû schützt Nusku als Nachtlicht das Opfer und wehrt die Hexen ab; darüber hinaus gilt er als Schutzgott gegen Dämonen wie Lamashtu und gegen Albträume. Das brennende Lämpchen in der Nacht war damit mehr als Beleuchtung: Es war die Gegenwart des Gottes selbst.
Nusku entspricht dem vedischen Agni, dem Feuer- und Opfergott und Mittler zwischen Menschen und Göttern. Innerhalb Mesopotamiens stehen ihm Girra und Ishum am nächsten, mit denen er teils funktionsgleich ist. Die Ämter lassen sich dennoch trennen: Girra ist die reine Feuer- und Schmiedemacht der Beschwörungsserien, Ishum der fackeltragende Nachtwächter der Straßen, Nusku der Gott der Lampe und des Opferfeuers, der als Wesir und Bote des Enlil zwischen Menschen und Göttern vermittelt.
Was unterscheidet Nusku von Girra?
Beide sind Feuergötter. Nusku ist stärker Licht-, Lampen- und Botengott, der Wesir Enlils; Girra ist stärker die reine Feuer- und Schmiedemacht.
Warum die Lampe als Symbol?
Sie steht für sein Wesen als Licht in der Dunkelheit und für das Opferfeuer; auf Grenzsteinen ist die Lampe sein identifizierendes Merkmal.
Wovor schützt Nusku?
Vor den Dämonen der Nacht, vor Lamashtu und vor Albträumen; in Maqlû wird er als schützendes Nachtlicht angerufen.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als Gott des Lichts und Wesir des Enlil vereint Nusku zwei Aufgaben in einer Gestalt: Er ist das Nachtlicht, das die Dämonen zurücktreibt, und der Bote, der die Gebete der Menschen über das Opferfeuer zu den Göttern trägt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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