Gaoh ist Geist der irokesischen Überlieferung.
Der Windherr, der die vier Tierwinde an Leinen bändigt. Die Überlieferung feiert ihn als Herrn über Bär, Panther, Elch und Kitz.
Gaoh, auch Ga-oh geschrieben, ist der Herr der Winde in der Überlieferung der Irokesen und Seneca. Er gilt als die Instrumentalität, durch die der Große Geist die Elemente bewegt, und hält vier Tierwinde an Leinen in Schach, deren Kräfte er ordnet.
Vorgestellt wird er als Riese, teils als gefesselter Riese am fernen Nordhimmel, der in einem Haus der Winde wohnt. Solide belegt ist die Gestalt bei Harriet Maxwell Converse, einer adoptierten Seneca, deren Sammlung Arthur C. Parker 1908 herausgab.
Typ: Windherr, Bändiger der vier Tierwinde
Herkunft: Überlieferung der Irokesen und Seneca, Nordosten der USA
Texte: Converse, Myths and Legends of the New York State Iroquois (1908)
Zeitraum: Seneca-Überlieferung, ethnografisch dokumentiert 1908
Erscheinung: Riese, der vier Tierwinde an Leinen hält
Seneca-Überlieferung, ethnografisch festgehalten bei Harriet Maxwell Converse; ihre Sammlung erschien 1908, herausgegeben von Arthur C. Parker.
Das Gebiet der Irokesen und Seneca im Nordosten der USA; dort ist Gaoh als Erzählfigur der Windordnung verankert.
Solide: die Ethnografie von Converse 1908. Populäre Seiten geben das Tierwinde-Schema teils verdreht wieder; maßgeblich bleibt die Fachquelle.
Seneca: Gaoh, auch Ga-oh geschrieben, der Eigenname des Wind-Riesen der Seneca. Eine gesicherte wörtliche Etymologie geben die Quellen nicht an.
Erscheinung
Gaoh ist ein Riese, teils als gefesselter Riese am fernen Nordhimmel vorgestellt, der in einem Haus der Winde wohnt. Er verkörpert die ordnende Beherrschung der Windkräfte.
Wirkung
Gaoh hält vier Tierwinde an Leinen in Schach. Das bestätigte Schema lautet: Ya-o-gah, der Bär, ist der Nordwind; Da-jo-ji, der Panther und heftigste der vier, ist der Westwind; O-yan-do-ne, der Elch, ist der Ostwind; Ne-o-gah, das Kitz, ist der Südwind. So verhindert Gaoh, dass die zerstörerischen Winde die Welt verwüsten.
Die wichtigsten Aspekte des Windherrn auf einen Blick.
Windherr der Irokesen und Seneca, dem Großen Geist untergeordnet: die Instrumentalität, durch die dieser die Elemente bewegt.
Die vier Richtungswinde: Gaoh ordnet ihre Kräfte und verhindert, dass die zerstörerischen Winde die Welt verwüsten.
Ein Riese, teils gefesselt am fernen Nordhimmel gedacht, der in einem Haus der Winde wohnt und die vier Leinen der Tierwinde hält.
Bändigung der vier Tierwinde: Bär im Norden, Panther im Westen, Elch im Osten, Kitz im Süden. Damit sichert Gaoh die Weltordnung.
Ein eigentlicher Kult ist nicht sicher überliefert; Gaoh ist eine Erzähl- und Erklärfigur. Diese Beleglücke wird hier ehrlich festgehalten.
Gaoh ist der Eigenname des Wind-Riesen der Seneca; eine gesicherte wörtliche Etymologie geben die Quellen nicht. Solide belegt ist er bei Harriet Maxwell Converse, einer adoptierten Seneca, in Myths and Legends of the New York State Iroquois, herausgegeben von Arthur C. Parker 1908.
Das Zentrum der Erzählung ist das Haus der Winde: Dort hält Gaoh die vier Tierwinde an Leinen und lässt sie nach Bedarf wirken. Er handelt dabei nicht aus eigener Machtvollkommenheit, sondern als Werkzeug des Großen Geistes, dem er untergeordnet ist. Der bekannteste der vier Tierwinde ist Ya-o-gah, der Bär des Nordwinds, dessen eisiger Atem ohne Gaohs Leine die Welt vernichten könnte; ihm gilt eine eigene Seite.
Gaoh ist in der Fachliteratur bei Converse und Parker verankert und in Populär-Enzyklopädien breit rezipiert. Zu beachten ist, dass populäre Seiten das Tierwinde-Schema teils verdreht wiedergeben; maßgeblich ist die Fachquelle.
Religionswissenschaftlich zeigt Gaoh das Motiv des Windherrn, der die gefährlichen Richtungswinde bändigt und so die Weltordnung sichert. Die Tier-Winde sind nicht zu vertauschen: Bär gleich Nord, Panther gleich West, Elch gleich Ost, Kitz gleich Süd. Als Werkzeug des Großen Geistes bleibt er diesem untergeordnet.
Ein eigentlicher Kult für Gaoh ist nicht sicher überliefert; er ist in der Überlieferung eine Erzähl- und Erklärfigur, die verständlich macht, warum die Winde wechseln und warum die zerstörerischen unter ihnen die Welt nicht verwüsten. Diese Beleglücke ist ehrlich festzuhalten, statt einen Ritus zu erfinden; die distanzierte Dossier-Rahmung gilt hier besonders, da es sich um eine indigene Überlieferung handelt.
Gaoh ist ein Windherrscher mit vier Richtungswinden, was ihn typologisch dem griechischen Aiolos und den Anemoi nahestellt, ohne historische Verbindung. Anders als ein souveräner Wettergott ist er dem Großen Geist untergeordnet. Innerhalb Nordamerikas steht ihm Hotoru, der Windgeist der Pawnee, als ebenfalls untergeordnete Windmacht zur Seite; sein eigener Nordwind ist Ya-o-gah, der Bär an der Leine.
Wer ist Gaoh?
Der Herr der Winde der Irokesen und Seneca, der vier Tierwinde in Schach hält. Belegt ist er in der Ethnografie von Harriet Maxwell Converse aus dem Jahr 1908.
Welche Tiere sind die vier Winde?
Bär im Norden, Panther im Westen, Elch im Osten und Kitz im Süden. Dieses Schema ist nicht zu vertauschen; populäre Seiten geben es teils verdreht wieder.
Ist Gaoh der höchste Gott?
Nein. Er ist dem Großen Geist untergeordnet und dessen Werkzeug für die Winde.
Empfohlene interne Links:
Weitere Standardwerke im Literaturverzeichnis.
Als irokesischer Windherr und Meister der vier Tierwinde steht Gaoh für die gebändigte Naturgewalt: Bär, Panther, Elch und Kitz zerren an den Leinen, doch die Ordnung der Welt bleibt gewahrt.
Gegen seine Einwirkung nennt die kulturübergreifende Überlieferung diese Schutzmittel:
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